Story

Inspiration Center Shanghai: Das neue Innovationszentrum von Henkel in China

Wie Henkel im Inspiration Center Shanghai die Zukunft der Klebstofftechnologie vorantreibt

Innovation 09.02.2026

Im September 2025 hat Henkel in Shanghai das Inspiration Center Shanghai (ICS) eröffnet: Eine hochmoderne Einrichtung, die darauf ausgelegt ist, die Entwicklung wirkungsvoller und nachhaltiger Klebstofflösungen zu beschleunigen. Mehr als 500 Forscher:innen und Expert:innen arbeiten hier und schaffen einen Ort, an dem Innovation gleichzeitig geplant und gelebt wird. Ein Blick in eines der modernsten Labore für Klebstoffe der Region.

Im Inspiration Center Shanghai beginnt Innovation nicht immer im Besprechungsraum. Oft beginnt sie mit einem Gespräch: Ein kurzer Austausch auf dem Flur zwischen zwei Laboren. Eine spontane Frage beim Mittagessen in der Kantine. Ein kurzer Abstecher am Arbeitsplatz einer Kollegin oder eines Kollegen. Solche Begegnungen tauchen selten in Projektplänen auf. Doch sie bringen Projekte voran.

„Man muss hier niemanden dazu ermutigen, ins Gespräch zu kommen“, sagt Kefan Ni, Head of Application Engineering für Electronics in der Region Asia-Pacific. „In der Kantine beim Mittagessen, auf dem Flur, im Labor – überall entstehen Gespräche. Und plötzlich wird jemandem klar: Genau das ist die Lösung, nach der ich gesucht habe.“

Ein neues Fundament für Henkel in China und der Region Asia-Pacific

Das Hightech-Zentrum von Henkel befindet sich im Zhangjiang Hi‑Tech Park in Shanghai, einem Stadtteil, in dem wissenschaftliche Institute, Technologieunternehmen und Start-ups Seite an Seite arbeiten. Hier hat Henkel ein Innovationszentrum geschaffen, das Entwicklung, Anwendungstechnik und Kundeninteraktion unter einem Dach vereint. Mehr als 500 Mitarbeitende arbeiten in 32 Laboren, verteilt auf 33.000 Quadratmeter und sechs Etagen.

Das Gebäude ist so angelegt, dass vieles ineinandergreift: Labore, in denen geforscht und getestet wird, Räume für bereichsübergreifende Projekte und Bereiche, in denen Lösungen präsentiert und der Austausch mit Kunden stattfinden kann. Zugleich ist das Zentrum eng mit anderen Henkel-Standorten wie Düsseldorf, Mumbai oder Bridgewater verbunden – als Teil eines internationalen Netzwerks, in dem Wissen und Projekte nahtlos zwischen den Regionen fließen.

Für Wilson Zhang, Head of Innovation Infrastructure der Region, Standortmanager und Projektleiter des ICS, ist das Gebäude weit mehr als ein weiterer Entwicklungsstandort: „Ich bin fest davon überzeugt, dass dieses Zentrum die Zukunft von Henkel in dieser Region darstellt“, sagt er. „Es ist Fundament und Eckstein für unser Geschäft in China und im gesamten Asien-Pazifik-Raum.“

Ein Potraitfoto von Wilson Zhang, Head of Innovation Infrastructure Asia-Pacific bei Henkel.

Innovation wird letztlich am Produkt gemessen, aber Inspiration entsteht durch Menschen.

Vom Altbau zum Change-Projekt

Henkel entschied sich dafür, ein bestehendes Gebäude im Hi‑Tech Park zu renovieren und umzugestalten, anstatt auf einer unbebauten Fläche neu zu bauen. Damit passt der Standort zum Anspruch des Inspiration Centers und stellt gleichzeitig ein Bekenntnis zu nachhaltiger Ressourcennutzung dar. Inspiration entsteht auf verschiedenen Ebenen: unter den Mitarbeitenden, durch erstklassige Ausstattung und gemeinsam mit Kunden. „Das ICS ist nicht nur ein Infrastrukturprojekt“, sagt Wilson. „Es ist ein Change-Management-Projekt. Wir verändern grundlegend die Art und Weise, wie wir hier arbeiten.“

EIN BLICK IN DAS INSPIRATION CENTER SHANGHAI


: Ein Foto eines der 32 Labore des Inspiration Center Shanghai.

Im Zhangjiang Hi‑Tech Park gelegenen ICS arbeiten mehr als 500 Mitarbeitende in 32 Laboren, verteilt auf 33.000 Quadratmeter und sechs Etagen.


Zwei Wissenschaftlerinnen und ein Wissenschaftler beim Austausch in einem Labor.

Durch eine plattformbasierte technologische Struktur fördert das ICS branchenübergreifende Zusammenarbeit und den Austausch von Wissen.


Der offene, helle Ausstellungsbereich im ICS.

Das ICS verfügt über ein modernes Customer Experience Center, das Raum für neue Ideen und Wachstumsmöglichkeiten bietet.

Serendipity – der schöne Zufall

Das Gebäude ist so geplant, dass es gemeinsamen Austausch fördert – und Raum lässt für das, was sich nicht planen lässt: Serendipität, die glückliche Zufallsentdeckung. Und diese Idee von Wilson und seinem Team geht auf. Das merkt man schnell, wenn man mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort spricht.

Kefan beschreibt die Dynamik ganz einfach: Ob beim Mittagessen in der Kantine, auf dem Flur oder im Labor – überall entstehen Gespräche. Und genau diese alltäglichen Begegnungen eröffnen oft den nächsten Schritt im Projekt. Dieser spontane Austausch passe gut zur Kultur Shanghais, findet er: offen, schnell, neugierig. Und ebenso gut zur chinesischen Vorstellung von Teamarbeit. „Das Prinzip der Zusammenarbeit, die fast familiäre Atmosphäre – gemeinsam schaffen sie eine Kultur, in der Wissen ganz selbstverständlich fließt.”

Ein Potraitfoto von Kefan Ni, Head of Application Engineering Asia-Pacific bei Henkel

Das Prinzip der Zusammenarbeit, die fast familiäre Atmosphäre – gemeinsam schaffen sie eine Kultur, in der Wissen ganz selbstverständlich fließt.

Hightech unter einem Dach – digital, automatisiert, nachhaltig

Das ICS hat auch für Xinn Wang vieles verändert: „Das Inspiration Center ist für mich ein neuer Start in meiner Karriere. Ich arbeite mit mehr Menschen, mehr Technologien und viel direkter mit Kunden. Das eröffnet völlig neue Perspektiven.“ Die promovierte Polymerphysikerin ist Managerin in der Produktentwicklung für Metalldichtstoffe und seit mehr als zehn Jahren bei Henkel.

Früher arbeiteten ihre Teams in separaten Laboren. Heute ist Xinn Teil eines großen, gemeinsamen Labors, in dem mehrere Teams an wasserbasierten Technologien forschen. Das bringt praktische Vorteile: Während der Projektplanung zeigt sich oft, dass ein anderes Team im Haus benötigtes Equipment bereits besitzt – und es eben nicht neu angeschafft werden muss. Eine Investition, die sich damit erübrigt. „Das ICS bringt ganz konkrete ökonomische Vorteile“, sagt sie. „Aber noch wichtiger ist: Wir lernen ständig voneinander.“

Bei der Planung des ICS wurde auch auf hochmoderne Ausstattung Wert gelegt, die Teams gemeinsam nutzen können. „Wir haben hier Equipment wie Aushärteöfen, aber auch Prüfkammern, in denen Bauteile über Monate getestet werden“, erzählt Kefan. Bei komplexeren Anwendungen, wie etwa in der Elektronik, beginnt die Arbeit oft am Computer. Gemeinsam mit einem spezialisierten Modellierungsteam bilden sie Kundenanwendungen zunächst digital nach. In diesen Simulationen lässt sich erkennen, wie sich ein Material in einer konkreten Baugruppe verhalten würde. Auf dieser Grundlage wählen sie nur die Formulierungen für reale Tests in den Laboren aus, die sich in der Simulation bewährt haben. So müssen weniger Varianten physisch getestet werden, und die Entwicklungsschleifen werden kürzer – die abschließenden Validierungen im Labor bleiben trotzdem ein fester Bestandteil. Neu ist auch eine automatisierte Prüfeinheit, in der mechanische Tests in großer Zahl durchgeführt und digital erfasst werden. Die automatisierte Ausrüstung und die Anbindung an digitale Plattformen machen die Laborarbeit effizienter und datengetriebener.

Ein Potraitfoto von Xinn Wang, Managerin in der Produktentwicklung für Metalldichtstoffe bei Henkel

Ich arbeite mit mehr Menschen, mehr Technologien und viel direkter mit Kunden. Das eröffnet völlig neue Perspektiven.

Raum für Kundenerlebnisse: von Infinity Room bis Ausstellungen

Um sicherzustellen, dass neue Entwicklungen wirklich den Bedürfnissen des Markts entsprechen, verfügt das ICS auch über ein eigenes Customer Experience Center. Eines seiner Herzstücke ist der Infinity Room, ein immersiver digitaler Raum, der mehr als 10.000 Lösungen in einem 270‑Grad‑Erlebnis präsentiert. Besucher:innen können dort das breit gefächerte Technologieportfolio von Henkel erkunden und Anwendungen aus 800 Industriesegmenten erleben. Ergänzend dazu zeigen wechselnde physische und digitale Exponate, wie Megatrends wie Urbanisierung, Mobilität, Konnektivität, Digitalisierung und Nachhaltigkeit die Innovationen von Henkel prägen.

Hier verschwimmen die Grenzen zwischen Labor und Anwendung. Für Xinn hat sich die Interaktion mit Kunden deutlich verändert. Früher, erzählt sie, bereitete ihr Team neue Muster vor und brachte sie zu den Kunden. Heute besuchen diese selbst das Labor. Das ICS sei „viel offener“ als ein traditionelles Labor: Besucher:innen können durch das Zentrum gehen und in der Ausstellung an konkreten Alltagsprodukten sehen, wofür die Lösungen gedacht sind. Das bringt Vorteile für beide Seiten: Aus den Besuchen entstehen oft neue Gespräche und Projektideen. „Innovation wird letztlich am Produkt gemessen“, sagt Wilson. „Aber Inspiration entsteht durch Menschen. Ein Inspiration Center soll beides leisten: exzellente Entwicklung und eine Umgebung, die Kunden, Partner und Teams dazu anregt, neu zu denken.“

Eingebettet in ein weltweites Netzwerk: Innovationen für die Region und darüber hinaus

All das erhöht auch die Attraktivität von Henkel als Arbeitgeber, gerade bei hochqualifizierten Fachkräften, die an anspruchsvollen Technologien arbeiten wollen. Und das ist entscheidend, denn Shanghai ist seit langem ein Knotenpunkt für regionale Entwicklung, sagt Kefan, der den Markt seit vielen Jahren genau beobachtet. Am Ende steht das Inspiration Center Shanghai für weit mehr als ein neues Gebäude. Es zeigt, wie Henkel Innovation im Bereich Klebstoffe versteht – als Zusammenspiel von Technologie, Talent und globaler Zusammenarbeit. Ein Ort, an dem Ideen entstehen und ihren Weg in die Welt finden.

INNOVATION 

WANDEL VERSTEHEN, ZUKUNFT GESTALTEN

Jede Innovation beginnt mit einer außergewöhnlichen Idee. Doch eine Idee ist nur der erste Schritt. Für einen Innovationssprung braucht es mehr. Es braucht eine Idee, die begeistert – den Markt, die Konsument:innen oder unsere Kunden. Der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum und Wohlstand sind innovative Produkte und Technologien, die dabei helfen, Herausforderungen zu bewältigen, Veränderungen herbeizuführen und Visionen zu erreichen. 

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