KREISLAUFWIRTSCHAFT

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Die Verpackung schützt Produkte, die uns am Herzen liegen, und hält auch Informationen bereit, wie man diese verantwortungsbewusst und sicher verwendet. Aber Verpackung muss auch ein Teil einer Kreislaufwirtschaft werden.

Kreislaufwirtschaft fördern

Verpackungsmaterialien, insbesondere für unsere Konsumgüter, zu vermeiden, zu reduzieren und – wo dies nicht möglich ist – zu verwerten, ist der beste Weg, um Abfall und somit negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Unser Ziel ist es daher auch, die Menge an Verpackungsmaterial so weit wie möglich zu reduzieren – ohne die Qualität, Leistung oder Sicherheit unserer Produkte zu beeinträchtigen – und den Konsument:innen alle Informationen zur sicheren Anwendung und Entsorgung zu geben. Bis auf wenige Ausnahmen sind unsere Verpackungen bereits heute so entwickelt, dass sie die von den Verbraucher:innen erwartete Leistung bieten, bei möglichst geringem Ressourcenverbrauch. Zudem können sie in bestehende Sammel- und Recyclingsysteme entsorgt werden, um die Wertstoffe zu erfassen und zu recyceln.

Gleichzeitig kann der Verbrauch von Ressourcen reduziert werden, wenn Materialien so lange wie möglich in den Wirtschaftskreisläufen erhalten bleiben. Unsere Mission ist es daher, Material aus nachhaltigen Quellen einzusetzen und die Verpackungen so zu gestalten, dass diese wieder als Rohstoffe für neue Produkte Verwendung finden, um den Materialkreislauf zu schließen. Dafür arbeiten unsere Verpackungsentwickler:innen eng mit Lieferanten, Verpackungsmaterialherstellern, Verwertern und Recyclern zusammen, um die Anforderungen an eine funktionale Verpackung umzusetzen.

In unserem Unternehmensbereich Adhesive Technologies wir uns neben innovativen Lösungen, die das Recycling von Materialien ermöglichen, auch auf die Trennung von Materialien, um die Reparatur, Wiederverwendung und Wiederaufbereitung von Produkten und Produktteilen zu ermöglichen.

Henkel verfolgt außerdem vielfältige Ansätze, um eine Kreislaufführung in den eigenen Produktionsprozessen zu gewährleisten. Hier legen wir einen Schwerpunkt auf eine getrennte Erfassung aller verwertbaren Abfallströme an unseren Standorten.

YouTube Thumbnail Henkel Sustainability Film 2022 Promote circularity (Thumbnail)

Unsere Verpackungsstrategie: Starker Fokus, ehrgeizige Ziele

Wir bei Henkel sind uns unserer Verantwortung in Bezug auf Verpackungen bewusst. Somit setzen wir uns für die Förderung der Nachhaltigkeit ein und streben danach, dies entsprechend einer Reihe ehrgeiziger Ziele umzusetzen. Unsere Strategie basiert auf dem Konzept der Kreislaufwirtschaft und konzentriert sich darauf Materialien aus nachhaltigen Quellen einzubeziehen und den Kreislauf anhand eines intelligenten Designs zu schließen – zum Wohle von Mensch und Umwelt.

Unsere Strategie zur Förderung der Kreislaufwirtschaft für Verpackungen baut auf drei Säulen auf:

1. Intelligentes Verpackungsdesign und Reduzierung von Verpackungsmaterial

Nachhaltige Verpackungslösungen sind der beste Weg zu einer effizienten und kostensparenden Kreislaufwirtschaft. Ein innovatives Design ist essenziell, wenn es darum geht, primäre Rohstoffe möglichst durch Sekundärrohstoffe oder erneuerbare Alternativen zu ersetzen. Es ermöglicht die Verwendung von nachhaltigerem oder nachwachsendem Material. Unser Ziel ist, dass bis 2025 100 Prozent der Verpackungen von Henkel alle notwendigen Eigenschaften aufweisen, um in einen Recyclingprozess eingebracht zu werden oder wiederverwendbar zu sein.

2. Einsatz von Material aus nachhaltigen Quellen

Henkel arbeitet stetig daran, den Anteil an recyceltem Material in den Verpackungen zu erhöhen. Darüber hinaus sind wir bestrebt, Verpackungen aus nachhaltigen Rohstoffen einzusetzen. Die am häufigsten verwendeten Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind Papier und Karton. Es ist unser Bestreben, 100 Prozent des Papier- und Kartonmaterials, das wir in unseren Verpackungen einsetzen, als recyceltes Material oder – wo der Einsatz von Frischfasern erforderlich ist – aus Quellen nachhaltiger und zertifizierter Forstwirtschaft zu beziehen.

3. Gemeinsam den Kreis schließen

Wir arbeiten mit Unternehmen und Organisationen entlang der Verpackungswertschöpfungskette zusammen, um Fortschritte in der Recyclinginfrastruktur voranzutreiben. Im Zuge der erweiterten Herstellerverantwortung (Extended Producer Responsibility, EPR) ist es unsere Ambition, dass keine Verpackungsabfälle ungeregelt entsorgt werden. Um dieses umweltpolitische Ziel zu erreichen, treiben wir Sammel- und Recycling-Systeme voran, die nachweisbar Infrastrukturen unterstützen, die zu messbaren Sammel- und Recyclingmengen führen. Henkel entwickelt und testet neue Logos für Produktverpackungen, um ein nachhaltiges Einkaufsverhalten zu fördern und um zu vermitteln, wie richtiges Recycling funktioniert. Die Logos informieren über den Anteil an Rezyklat beziehungsweise die Recyclingfähigkeit der jeweiligen Verpackung und/oder helfen dabei, dass die Produktverpackung ordnungsgemäß recycelt wird. Eine weitere Abfallvermeidungsmöglichkeit besteht darin, Verpackungen wiederzuverwenden.

Unsere Verpackungsambitionen und –ziele

  • 100 Prozent der Verpackungen von Henkel werden bis 2025 so konzipiert und entwickelt, dass sie eine möglichst vollständige Wiederverwendung oder Recycling ermöglichen.*
  • Wir streben an, die Menge an neuen Kunststoffen aus fossilen Quellen in unseren Konsumgütern bis 2025 um 50 Prozent zu reduzieren. Dafür werden wir den Anteil an recyceltem Kunststoff auf mehr als 30 Prozent erhöhen und das Volumen von primären Kunststoffen reduzieren.
  • Wir wollen kontinuierlich dazu beitragen, dass alle Verpackungsabfälle ordnungsgemäß entsorgt und stofflich verwertet werden und dadurch nicht in die Umwelt gelangen. Aus diesem Grund unterstützen wir Initiativen zum Sammeln und Verwerten von Verpackungsabfällen und zum Recycling. Wir investieren in innovative Lösungen und Technologien zur Förderung verbesserter Infrastrukturen und Konsumenteninformationen, die zu einem Recyclingprozess führen.

*Mit Ausnahme von Produkten, bei denen Bestandteile oder Rückstände die Recyclingfähigkeit beeinträchtigen oder Recyclingströme verschmutzen können.

Darüber hinaus ist es unser Ziel, dass 100 Prozent der Papierfasern unserer Papierverpackungen und Kartonagen aus recyceltem Material bestehen oder, falls Frischfasern erforderlich sind, aus nachhaltiger, zertifizierter Forstwirtschaft stammen. Wir wollen außerdem Polyvinylchlorid (PVC) und andere potenziell bedenkliche Stoffe, die in Verdacht stehen, die Umwelt zu belasten und die Gesundheit zu gefährden, nicht weiter einsetzen.

Unser Beitrag zum Kreislauf von Industrieprodukten

Mit unserem Unternehmensbereich Adhesive Technologies ermöglichen wir es, hochwertige Materialien im Kreislauf zu halten und Abfälle in wertvolle Ressourcen zu verwandeln. Wir kombinieren unser Wissen als Materialexperte mit unseren innovativen Technologien. Damit bieten wir Lösungen, die eine wichtige Rolle beim Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft spielen und ein Umdenken im industriellen Design und in der Produktion vorantreiben.

Unser Ansatz zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft konzentriert sich auf:

  • Recyclingfähigkeit
  • Debonding
  • Erneuerbare Kohlenstoffe
  • Biobasierte Klebstoffe

Verringerung von Produktionsabfällen

Es ist unser Ziel, die Kreislaufwirtschaft im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit zu fördern. Dabei streben wir an, Abfälle aus der Produktion zu reduzieren und die nicht vermeidbaren Produktionsabfälle einem Recycling, einer Wiederbefüllung oder einer Wiederverwendung zuzuführen und den Abfall, der auf der Deponie entsorgt wird, zu verringern. Wir unterstützen diesen Prozess, indem wir Produktionsabfallströme systematisch identifizieren und, wo dies möglich ist, neue Kreislaufsysteme schaffen. Unser Fokus liegt auf einem verstärkten Recycling an unseren Standorten und einer engen Zusammenarbeit mit unseren Partnern in der Wertschöpfungskette – Lieferanten, Kunden sowie Recycling- und Entsorgungsbetriebe.

Unsere Initiativen konzentrieren sich auf drei Schlüsselbereiche:

  • Verringerung des Materialverbrauchs und Abfallaufkommens,
  • Wiederverwendung von Materialien,
  • Recycling von Materialien.

Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette: Gemeinsam stärker

Unsere Bemühungen, diese Ziele zu erreichen, werden durch die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus allen Branchen umgesetzt, mit der Innovationen in der Verpackungsentwicklung vorangetrieben werden sollen.

  • New Plastics Economy: Diese Initiative der Ellen MacArthur Foundation bringt verschiedene Akteure zusammen, um die Zukunft von Plastik zu gestalten und Impulse für eine Kreislaufwirtschaft zu setzen.
  • Alliance To End Plastic Waste: Henkel ist Gründungsmitglied dieser Initiative zum Umgang mit Plastikabfall. Ziel der Allianz ist es, Lösungen voranzutreiben, um Plastikabfall in der Umwelt, vor allem im Ozean, zu stoppen.
  • Forum Rezyklat: Dieses Projekt hat das Ziel, das Bewusstsein der Menschen für ein Kreislaufsystem zu fördern und besteht aus über 40 Mitgliedern, bestehend aus, Händlern, Herstellern, Entsorgern, Verpackungsherstellern und Vertretern der Politik.
  • European Plastics Pact and U.S. Plastics Pact : Diese beiden regionalen Abkommen bringen Regierungen und Unternehmen zusammen, um den Übergang zu einer zirkulären Kunststoffwirtschaft zu beschleunigen und sich zu gemeinsamen Zielen für 2025 zu verpflichten, die über die Gesetzgebung hinausgehen. Henkel gehört zu den ersten, die diesen Abkommen beigetreten sind.
  • CEFLEX :  Henkel ist Gründungsmitglied von CEFLEX, einem Konsortium aus mehr als 130 europäischen Unternehmen und Organisationen, das das Ziel verfolgt, flexible Verpackungen – die häufig aus mehreren Film- oder Folienschichten bestehen, die sich oft nur schwer trennen lassen – leichter recycelbar zu machen.


Ein wichtiger Partner auf dem Weg zu einer besseren Verwertung von Abfall und zur Etablierung einer Kreislaufwirtschaft ist das Sozialunternehmen Plastic Bank. Ein wichtiger Partner auf dem Weg zu einer besseren Verwertung von Abfall und zur Etablierung einer Kreislaufwirtschaft ist das Sozialunternehmen Plastic Bank. Die Idee von Plastic Bank ist, Plastikabfall in der Natur zu reduzieren sowie gleichzeitig Menschen in Armut neue Chancen zu bieten. Henkel ist der erste große globale Konsumgüterhersteller, der 2017 eine Partnerschaft mit Plastic Bank eingegangen ist.

Im Jahr 2021 haben Henkel und Plastic Bank begonnen, die Sammel- und Recycling-Infrastruktur für Kunststoffflaschen in mehreren Städten in Ägypten aufzubauen beziehungsweise zu erweitern. Im Jahr 2022 wurden 14 Sammelcenter in der Umgebung von Kairo, entlang des Nils und in Urlaubs-Hotspots am Roten Meer betrieben.

Plastic Bank baut Recycling-Ökosysteme in Ländern auf, in denen es noch keine ausreichende Infrastruktur für die Abfallentsorgung gibt. Die Sammler:innen erhalten eine Vergütung für die von ihnen gesammelten Materialien, die dazu beiträgt, die Grundbedürfnisse ihrer Familien zu decken – etwa durch Lebensmittel, Brennstoff wie Kohle für die Zubereitung der täglichen Mahlzeiten, die Finanzierung des Schulbesuchs oder der Krankenversicherung. Der gesammelte Kunststoff wird als Social Plastic® aufbereitet und kann als Teil einer geschlossenen Lieferkette wieder in Produkte und Verpackungen integriert werden. Allein in Ägypten wollen Henkel und Plastic Bank über einen Zeitraum von zwei Jahren durch den Aufbau einer langfristigen Recycling-Infrastruktur rund 1.000 Arbeitsplätze schaffen, was einen direkten positiven Einfluss auf über 4.000 ägyptische Bürger:innen haben wird.

Henkel hat Social Plastic® bereits in mehrere seiner Verpackungen integriert. Die Haar- und Körperpflegemarke Nature Box war die erste Kosmetikmarke, die Social Plastic® als Verpackungsmaterial für ihr gesamtes Flaschenportfolio eingeführt hat. Hier bestehen alle Flaschenkörper zu 100 Prozent aus Social Plastic®. Unser Unternehmensbereich Consumer Brands ist beispielsweise mit seiner Produktreihe Pro Nature auf PET-Flaschenkörper umgestiegen, die zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff bestehen, davon sind bis zu 50 Prozent Social Plastic®. Der Flaschenkörper der im Jahr 2022 auf den Markt gebrachten limitierten Edition des Spülmittels Pril besteht zu 100 Prozent aus Social Plastic® und der Flaschenverschluss aus 84 Prozent Rezyklat. Im Jahr 2022 wurden rund 5.100 Tonnen Social Plastic® gesammelt, stofflich verwertet und unter anderem bei Henkel wieder in neuen Verpackungen verarbeitet. Seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2017 waren es insgesamt mehr als 8.700 Tonnen.

Was kommt noch: Nachhaltiger werden

Verpackungen verändern sich ständig, vorangetrieben durch innovative neue Designs und steigende Erwartungen der Verbraucher. Dieser kontinuierliche Wandel eröffnet spannende Chancen, die negativen Umweltauswirkungen von Verpackungen zu minimieren. Bei Henkel erforschen Experten Möglichkeiten, Verpackungen nachhaltiger zu gestalten. Dies dient dem Schutz der Produkte, die uns am Herzen liegen, und als Beitrag für den Erhalt unserer Erde.