Menü
Suchen

Entwicklung intelligenter Verpackungen

Wir setzen uns für eine Kreislaufwirtschaft ein, indem wir intelligentere Verpackungen zum Wohle der Menschen und des Planeten entwickeln.

  • Warum wir Verpackungen brauchen
  • Eine Kreislaufwirtschaft fördern
  • Henkel konzentriert seine Bemühungen auf drei Bereiche, um Fortschritt voranzutreiben
  • Partnerschaften für eine Kreislaufwirtschaft

Die Verpackungen unserer Konsumgüter erfüllen viele verschiedene Funktionen: Sie sorgen für die Hygiene und Sicherheit der Produkte, schützen sie vor äußeren Einflüssen, bieten Platz für notwendige Verbraucherinformationen und spielen mithilfe einer attraktiven Verpackungsgestaltung oft eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.

Alle unsere Verpackungen sind so konzipiert, dass sie die vom Verbraucher erwartete Leistung unter Verwendung der geringstmöglichen Verpackungs­menge und der nachhaltigsten Materialien bieten. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten unsere Verpackungs­entwickler eng mit Partnern entlang der gesamten Wert­schöpfungs­kette zusammen, um im Entwicklungsprozess führende Gestaltungs­methoden, moderne Fertigungs­technologien und fortschrittliche Materialien einsetzen zu können.

Verpackungsabfälle und insbesondere Kunststoffabfälle und Umweltverschmutzung haben die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sowie von Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt auf sich gezogen. Die Suche nach Lösungen hat begonnen, und es wird zunehmend anerkannt, dass es nicht ausreicht, die Symptome durch Aufräumarbeiten anzugehen. Ein systemischer Wandel, der die Ursachen bekämpft, ist erforderlich: der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft. Der Verbrauch von Ressourcen kann reduziert werden, wenn Materialien so lange wie möglich in den Wirtschaftskreisläufen erhalten bleiben.

Unsere Mission ist es, Material aus nachhaltigen Quellen einzusetzen und ein intelligentes Design zu nutzen, um den Kreis zu schließen.

1. Material aus nachhaltigen Quellen

  • Um möglichst viel vorhandenes Material zurückzugewinnen, arbeitet Henkel ständig daran, den Anteil an recyceltem Material in seinen Verpackungen zu erhöhen. Während viele unserer Marken bereits Produkte mit Verpackungen aus recyceltem Material anbieten, haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2025 in Europa 35 Prozent recycelten Kunststoff für alle Kunststoffverpackungen unserer Konsumgüterprodukte zu verwenden.
  • Darüber hinaus wollen wir die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen kontinuierlich steigern. Die am häufigsten verwendeten Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind Papier und Karton. Es ist unser Ziel, bis 2020 100 Prozent recyceltes Papier und Kartonmaterial oder, falls erforderlich, frische Fasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu verwenden, um zur sogenannten „Null-Netto-Entwaldung“ beizutragen. Dies ist auch Teil unseres Engagements für die Initiative des Consumer Goods Forum gegen die weltweite Entwaldung und zum Schutz der Biodiversität.
  • Es gibt potenziell bedenkliche Stoffe wie PVC, die als Verpackungsmaterialien oft kritisiert werden. Henkel begann bereits in den 1990er Jahren damit, den Einsatz von PVC in seinen Verpackungen abzuschaffen und zu vermeiden. Wir arbeiten weiter an unserem Ziel, PVC vollständig aus unseren Verpackungsmaterialien zu eliminieren und dies auch auf andere potenziell bedenkliche Stoffe auszuweiten, z. B. oxo-biologisch abbaubare Kunststoffe.

2. Intelligentes Verpackungsdesign

  • Verpackungsmaterial zu reduzieren oder komplett zu vermeiden ist der beste Weg, um Abfall und somit negative Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Unser Ziel ist es, die Menge an Verpackungsmaterial soweit wie möglich zu reduzieren und alle nicht unbedingt notwendigen Verpackungen zu vermeiden. Seit vielen Jahren bemühen wir uns, die Menge an Verpackungsmaterial im gesamten Produktlebenszyklus zu reduzieren, ohne die Qualität, Leistung oder Sicherheit unserer Produkte zu beeinträchtigen. Das werden wir auch in Zukunft tun.
  • Daneben spielt ein intelligentes Design gleich zu Beginn des Entwicklungsprozesses eine entscheidende Rolle, um neue Materialien durch recycelte oder erneuerbare Alternativen zu ersetzen, wo dies machbar und technisch realisierbar ist. Zum Beispiel können Stabilitäts­anforderungen die Verwendung alternativer Materialien bei einzelnen Verpackungen einschränken. Mit intelligenten Designs für neu entwickelte Verpackungen testen wir die Möglichkeit, Alternativen zu neuen Materialien zu verwenden, wenn es die Qualität und Quantität auf dem Markt erlauben.
  • Intelligentes Design geht jedoch darüber hinaus: Um eine lineare Wirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft zu transformieren, denken unsere Verpackungs­experten auch Verpackungskonzepte gänzlich neu, um durch das richtige Design Recyclingmöglichkeiten zu fördern, um Transportverpackungen und die dazugehörige Logistik zu optimieren und darüber hinaus weitere Möglichkeiten zur Entwicklung wiederverwendbarer Verpackungen zu prüfen, die den Wert von Langlebigkeit wieder stärker in den Fokus rücken.

3. Den Kreis schließen

  • Wir streben an, dass bis 2025 100 Prozent unserer Verpackungen recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar sein werden.
  • Um eine Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen, sind wir bestrebt, dass unsere Produktverpackungen nach der Verwendung des Produkts recycelt werden können. Durch die konsequente Anwendung von Designgrundsätzen, die das Recycling ermöglichen sollen, wollen wir die für jede Verpackungs­kategorie spezifischen Recyclinghürden – wie flexible Verpackungen, Schrumpf­banderolen oder schwarze Verpackungen – überwinden. Gleichzeitig ist es wichtig, dass geeignete Systeme für das Recycling von Verpackungsmaterialien vorhanden sind. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Unternehmen und Organisationen entlang der Verpackungs­wertschöpfungskette zusammen, um Fortschritt in der Recycling-Infrastruktur voranzutreiben.
  • Eine weitere Möglichkeit, den Kreis zu schließen, besteht darin, Verpackungen wiederzuverwenden und Nachfüll-Lösungen in relevanten Märkten zu prüfen – basierend auf der Verbraucherakzeptanz, dem damit verbundenen Aufwand und den Kosten. In Bezug auf Sekundär- und Tertiärverpackungen, die typischerweise für die Präsentation im Regal oder zu Logistikzwecken verwendet werden, möchten wir die Wiederverwendbarkeit solcher Verpackungen maximieren.
  • Eine dritte Option, die einen geschlossenen Kreislauf ermöglicht, ist die Rückführung bestimmter Verpackungen unter bestimmten Umständen in die Natur. Dabei kann es sich zum Beispiel um kompostierbaren Kunststoff handeln: Er kann sowohl auf nachwachsenden Rohstoffen als auch auf mineralölbasierten Quellen oder einer Mischung aus beidem basieren. Die derzeitigen kompostierbaren Kunststoffe erfüllen jedoch noch nicht die strengen Anforderungen, die wir an unsere Verpackungsmaterialien stellen. Dennoch verfolgen wir die Entwicklungen in diesem Bereich aufmerksam und suchen aktiv nach geeigneten Materialien und Verwendungs­möglichkeiten. Wenn wir biologisch abbaubare Materialien verwenden, entsprechen diese den internationalen Kompostier­standards.
  • Wir möchten zudem das Bewusstsein dafür schärfen, wie sich der Kreis schließen lässt, und mehr als 1 Milliarde Verbraucher mit gezielten Informationen über Recycling erreichen. Gleichzeitig informieren wir zu diesen Themen auch unsere Mitarbeiter weltweit.

Übersicht über unsere Verpackungsziele

  • 100% der Verpackungen von Henkel werden bis 2025 recycelbar, wiederverwendbar oder kompostierbar* sein.
  • Kunststoff: Wir wollen den Anteil an recyceltem Kunststoff für Konsumgüterprodukte in Europa bis 2025 auf 35% erhöhen.
  • Metall: Wir wollen den Anteil von recyceltem Aluminium in Europa bis 2020 auf 9% erhöhen.
  • Papier: 100% des verwendeten Papiers und Kartonmaterials bestehen entweder aus recyceltem Material oder stammen, wenn Frischfasern erforderlich sind, aus nachhaltiger Forstwirtschaft.
  • Wir wollen PVC und andere potenziell bedenkliche Stoffe austauschen und vermeiden.
  • Wir streben an, mehr als 1 Milliarde Verbraucher durch gezielte Informationen zum Thema Recycling zu erreichen.

* Mit Ausnahme von Klebstoffprodukten, bei denen Rückstände die Recyclingfähigkeit beeinträchtigen oder Recyclingströme verschmutzen können.

Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit bei Verpackungen sind nur möglich, wenn Unternehmen aus allen Phasen der Verpackungswertschöpfungskette zusammenarbeiten. Auf der einen Seite engagieren sich die Experten von Henkel in mehreren branchenübergreifenden Initiativen, um Innovationen in der Verpackungsentwicklung voranzutreiben und wirkungsvolle Lösungen zu entwickeln, die im großen Maßstab entwickelt werden können. Auf der anderen Seite hat sich Henkel mit verschiedenen Unternehmen zusammengeschlossen, die an der Verbesserung der Recyclinginfrastruktur arbeiten und so eine Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Insbesondere in Entwicklungsländern sind entsprechende Systeme zum Recycling von Verpackungsmaterialien oft nicht vorhanden. Wir sind überzeugt, dass wir nur durch Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellen können, dass unsere Produktverpackungen recycelt oder wiederverwendet werden können, nachdem das Produkt verbraucht wurde.

Branchenübergreifende Initiativen zur Bewältigung der Herausforderungen bei nachhaltigen Verpackungen 

Ein Beispiel ist unsere Mitgliedschaft bei der New Plastics Economy (NPEC), eine Initiative der Ellen MacArthur-Stiftung, die verschiedene Akteure zusammenbringt, um die Zukunft des Plastiks zu gestalten und Impulse für eine Kreislaufwirtschaft zu setzen. Im Oktober 2018 hat die NPEC ihr „Global Commitment“ vorgestellt, das von 250 Organisationen unterzeichnet wurde – darunter auch von Henkel. Das gemeinsame Ziel: Plastikabfall und Verschmutzungen von Beginn an vermeiden. 

Die Alliance to End Plastic Waste‏(AEPW) besteht aus fast 30 internationalen Unternehmen aus der Wertschöpfungskette für Kunststoff und Konsumgüter. Henkel ist Gründungsmitglied der Allianz und unterstreicht damit sein Engagement für Nachhaltigkeit und eine Kreislaufwirtschaft. Ziel der im Januar 2019 gestarteten Initiative ist es, Lösungen voranzutreiben, um Plastikabfall in der Umwelt, vor allem im Ozean, zu stoppen. Dafür werden sowohl übergreifende Projekte der AEPW als auch individuelle Investments der Mitgliedsunternehmen entwickelt und umgesetzt

Henkel ist außerdem Gründungsmitglied von CEFLEX, einem Konsortium aus rund 100 europäischen Unternehmen und Organisationen, das das Ziel verfolgt, flexible Verpackungen – die häufig aus mehreren Film- oder Folienschichten bestehen, welche sich oft nur schwer trennen lassen – leichter recycelbar zu machen

Soziale Partnerschaften zur Verwandlung von Abfall zu Chancen

Die Plastic Bank ist ein soziales Unternehmen, das darauf abzielt, die Ansammlung von Plastik in den Ozeanen zu stoppen und Chancen für Menschen in Armut zu schaffen. Im Rahmen dieser Partnerschaft werden neue Kunststoffsammelzentren in Haiti gebaut, sodass Gemeinden die Möglichkeit bekommen, Geld oder Dienstleistungen zu verdienen, indem sie Plastikabfälle aus der lokalen Umwelt entfernen beziehungsweise aufsammeln, bevor sie in Gewässer oder Ozeane gelangen. Henkel ist der erste große globale Konsumgüter-Hersteller, der eine Partnerschaft mit der Plastic Bank eingegangen ist und das sogenannte „Social Plastic“ in den ersten Produktverpackungen erfolgreich eingesetzt hat.

Ein weiterer wichtiger Partner von Henkel ist Waste Free Oceans. Die Organisation wurde 2011 mit der Mission gegründet, mit Unternehmen und anderen Organisationen zusammenzuarbeiten, um Plastik aus den Ozeanen und Flüssen der Welt zu entfernen – und es in neue Produkte umzuwandeln. Die Partnerschaft zwischen Henkel und Waste Free Oceans konzentriert sich auf die Entfernung von Plastikabfällen aus Wasserstraßen und begann mit der Donau.

Klicken Sie auf eines der neun äußeren Felder unserer Grafik, um mehr zu erfahren, was sich hinter dem jeweiligen Aspekt verbirgt!