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Entwicklung intelligenter Verpackungen

Wir setzen uns für eine Kreislaufwirtschaft ein, indem wir intelligentere Verpackungen zum Wohle der Menschen und des Planeten entwickeln.

  • Warum wir Verpackungen brauchen
  • Eine Kreislaufwirtschaft fördern
  • Henkel konzentriert seine Bemühungen auf drei Bereiche, um Fortschritt voranzutreiben
  • Partnerschaften für eine Kreislaufwirtschaft

Die Verpackungen unserer Konsumgüter erfüllen viele verschiedene Funktionen: Sie sorgen für die Hygiene und Sicherheit der Produkte, schützen sie vor äußeren Einflüssen, bieten Platz für notwendige Verbraucherinformationen und spielen mithilfe einer attraktiven Verpackungsgestaltung oft eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.

Alle unsere Verpackungen sind so konzipiert, dass sie die vom Verbraucher erwartete Leistung unter Verwendung der geringstmöglichen Verpackungs­menge und der nachhaltigsten Materialien bieten. Um dieses Ziel zu erreichen, arbeiten unsere Verpackungs­entwickler eng mit Partnern entlang der gesamten Wert­schöpfungs­kette zusammen, um im Entwicklungsprozess führende Gestaltungs­methoden, moderne Fertigungs­technologien und fortschrittliche Materialien einsetzen zu können.

Verpackungsabfälle und insbesondere Kunststoffabfälle und Umweltverschmutzung haben die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sowie von Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt auf sich gezogen. Die Suche nach Lösungen hat begonnen, und es wird zunehmend anerkannt, dass es nicht ausreicht, die Symptome durch Aufräumarbeiten anzugehen. Ein systemischer Wandel, der die Ursachen bekämpft, ist erforderlich: der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft. Der Verbrauch von Ressourcen kann reduziert werden, wenn Materialien so lange wie möglich in den Wirtschaftskreisläufen erhalten bleiben.

Unsere Mission ist es, Material aus nachhaltigen Quellen einzusetzen und ein intelligentes Design zu nutzen, um den Kreis zu schließen.

1. Material aus nachhaltigen Quellen

  • Henkel arbeitet stetig daran, den Anteil an recyceltem Material in den Verpackungen zu erhöhen. Während viele unserer Marken bereits Produkte mit Verpackungen aus recyceltem Material anbieten,haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Anteil an recyceltem Kunststoff bis 2025 weltweit auf mehr als 30 Prozent für alle Kunststoffverpackungen unserer Konsumgüterprodukte zu erhöhen. Dieses Bestreben stellt eine Weiterentwicklung unseres vorherigen Ziels dar, den Anteil an recyceltem Kunststoff in Europa auf 35 Prozent zu steigern. Ende 2019 lag dieser Anteil bei 12 Prozent.Darüber hinaus wollen wir die Verwendung von biobasierten Kunststoffen kontinuierlich steigern, da diese nachhaltiger als fossile Materialien sind. Die Kunststoff-Polymere dieser Materialien basieren auf Rohstoffen, die aus pflanzlichen Quellen gewonnen werden. Vorausgesetzt, dass sie die gleiche technische Leistung wie konventionelle Polymere erbringen, können sie eine gute Alternative darstellen und langfristige Vorteile bieten. Dabei verzichten wir ausdrücklich auf Materialien, die auch als Lebensmittel zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund testen wir derzeit die zweite Generation biobasierter Ausgangsmaterialien.
  • Die am häufigsten verwendeten Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind Papier und Karton. Wir sind bestrebt, bis 2020 zu 100 Prozent recyceltes Papier und Kartonmaterial oder, falls erforderlich, Frischfasern aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu verwenden, um zur sogenannten Null-Netto-Entwaldung beizutragen. Dies ist auch Teil unseres Engagements für die Initiative des Consumer Goods Forums gegen die weltweite Entwaldung und zum Schutz der Biodiversität. Derzeit bestehen unsere Papierverpackungen zu mehr als 68 Prozent aus recyceltem Papier und Kartonmaterial.
  • Es gibt potenziell bedenkliche Stoffe wie Polyvinylchloride (PVC), die als Verpackungsmaterialien oft kritisiert werden. Henkel begann bereits in den 1990er Jahren damit, den Einsatz von PVC in seinen Verpackungen abzuschaffen und zu vermeiden. Heute verwenden wir PVC nur in wenigen Ausnahmefällen, für die wir bis jetzt noch keine funktionsfähige Alternative gefunden haben. Insgesamt machen PVC-haltige Materialien mittlerweile weniger als 0,1 Prozent unserer weltweiten Ausgaben für Verpackungen aus. Wir arbeiten weiter an unserem Ziel, PVC vollständig aus unseren Verpackungsmaterialien zu entfernen und dies auch auf andere potenziell bedenkliche Stoffe auszuweiten.

2. Intelligentes Verpackungsdesign

  • Verpackungsmaterial durch das Angebot intelligenter Lösungen zu reduzieren, ist der beste Weg, um Abfall und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Seit vielen Jahren bemühen wir uns, die Menge an Verpackungsmaterial im gesamten Produktlebenszyklus zu reduzieren, ohne die Qualität, Leistung oder Sicherheit unserer Produkte zu beeinträchtigen. Das werden wir auch in Zukunft tun.
  • Unser Ziel ist es, den Anteil an Kunststoffen in unseren Konsumgüterverpackungen zu reduzieren. Darüber hinaus spielt ein intelligentes Design von Anfang an eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Neuware durch recycelte oder erneuerbare Alternativen zu ersetzen, wo dies machbar und technisch realisierbar ist. Zum Beispiel können Stabilitätsanforderungen die Verwendung alternativer Materialien bei einzelnen Verpackungen einschränken. Intelligentes Design geht jedoch darüber hinaus und ermöglicht die Verwendung von nachhaltigerem Material in geringeren Mengen.
  • Um eine lineare Wirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft zu transformieren, denken unsere Experten Verpackungskonzepte gänzlich neu und prüfen darüber hinaus weitere Möglichkeiten zur Entwicklung wiederverwendbarer und nachfüllbarer Verpackungslösungen, die den Wert von Langlebigkeit stärker in den Fokus rücken. Sie arbeiten auch weiterhin an der Optimierung von Transportverpackungen und der dazugehörigen Logistik.

3. Den Kreis schließen

  • Um eine Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen, bemühen wir uns darum, dass unsere Produktverpackungen nach der Verwendung des Produkts recycelt werden können. Unser Ziel bis 2025 ist, dass 100 Prozent der Verpackungen von Henkel recycelbar oder wiederverwendbar sein werden. Ende 2019 lagen wir bei 85 Prozent.
  • Durch die konsequente Anwendung von Designgrundsätzen, die das Recycling unterstützen sollen, wollen wir die für jede Verpackungskategorie spezifischen Recyclinghürden – wie flexible Verpackungen, Schrumpfbanderolen oder schwarze Verpackungen – überwinden.
  • Gleichzeitig ist es wichtig, dass geeignete Systeme für das Recycling von Verpackungsmaterialien vorhanden sind. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Unternehmen und Organisationen entlang der Verpackungswertschöpfungskette zusammen, um Fortschritte in der Recyclinginfrastruktur voranzutreiben.
  • Wir arbeiten insbesondere mit unseren Handelspartnern zusammen, um die Verbraucher bei der korrekten Verwendung und Entsorgung unserer Produkte zu unterstützen, beispielsweise durch Anbringen spezieller Recyclingsymbole. Wir möchten jedes Jahr mehr als 2 Milliarden Verbraucherkontakte mit gezielten Informationen zum Recycling erreichen.
  • Eine weitere Möglichkeit, den Kreis zu schließen, besteht darin, Verpackungen wiederzuverwenden. Wir prüfen Nachfülllösungen in geeigneten Märkten, um die Akzeptanz beim Verbraucher sowie Aufwand und Kosten, die damit verbunden sind, zu untersuchen. In Bezug auf Sekundär- und Tertiärverpackungen, die typischerweise für die Präsentation im Regal oder zu Logistikzwecken verwendet werden, möchten wir die Wiederverwendbarkeit solcher Verpackungen maximieren.

Übersicht über unsere Verpackungsziele bis 2025

  • 100 Prozent der Verpackungen von Henkel werden recycelbar oder wiederverwendbar sein.*
  • Wir streben an, die Menge an neuen Kunststoffen aus fossilen Quellen in unseren Konsumgütern um 50 Prozent zu reduzieren. Wir werden dies erreichen, indem wir den Anteil an recyceltem Kunststoff auf mehr als 30 Prozent erhöhen, das Volumen von Kunststoffen reduzieren und zunehmend biobasierte Kunststoffe einsetzen.
  • Wir wollen dazu beitragen, die Entsorgung von Abfällen in die Umwelt zu vermeiden. Aus diesem Grund unterstützen wir Initiativen zum Einsammeln von Abfällen und zugunsten des Recyclings. Wir investieren in innovative Lösungen und Technologien zur Förderung eines geschlossenen Recyclingprozesses und möchten jedes Jahr mehr als 2 Milliarden Verbraucherkontakte mit gezielten Informationen zum Recycling erreichen.

* Mit Ausnahme von Klebstoffprodukten, bei denen Rückstände die Recyclingfähigkeit beeinträchtigen oder Recyclingströme verschmutzen können.

Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit bei Verpackungen sind nur möglich, wenn Unternehmen aus allen Phasen der Verpackungs-wertschöpfungskette zusammenarbeiten. Zum einen engagieren sich die Experten von Henkel in mehreren branchenübergreifenden Initiativen, um Innovationen in der Verpackungsentwicklung voranzutreiben und wirkungsvolle Lösungen zu finden, die im großen Maßstab entwickelt werden können. Zum anderen hat sich Henkel mit verschiedenen Unternehmen zusammengeschlossen, die an der Verbesserung der Recyclinginfrastruktur arbeiten und so eine Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Insbesondere in Entwicklungsländern sind entsprechende Systeme zum Recycling von Verpackungsmaterialien oft nicht vorhanden. Wir sind überzeugt, dass wir nur durch Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellen können, dass unsere Produktverpackungen recycelt oder wiederverwendet werden können, nachdem das Produkt verbraucht wurde.

Branchenübergreifende Initiativen zur Bewältigung der Herausforderungen bei nachhaltigen Verpackungen 

Henkel engagiert sich auch in branchenübergreifenden Initiativen für nachhaltige Verpackungen. Wir sind beispielsweise Gründungsmitglied einer neuen Initiative zum Umgang mit Plastikabfall: der „Alliance to End Plastic Waste“ (AEPW). Fast 30 internationale Unternehmen aus der Wertschöpfungskette für Kunststoff und Konsumgüter haben sich zusammengeschlossen, um sich gemeinsam der globalen Herausforderung einer Kreislaufwirtschaft zu stellen. Ziel der Allianz ist es, Lösungen voranzutreiben, um Plastikabfall in der Umwelt, vor allem im Ozean, zu stoppen. Ein weiteres Beispiel ist unsere Mitgliedschaft bei der New Plastics Economy (NPEC), einer Initiative der Ellen MacArthur-Stiftung, die verschiedene Akteure zusammenbringt, um die Zukunft des Plastiks zu gestalten und Impulse für eine Kreislaufwirtschaft zu setzen. Im Oktober 2018 hat die New Plastics Economy ihr „Global Commitment“ vorgestellt, das von mehr als 400 Organisationen unterzeichnet wurde – darunter auch von Henkel. Das gemeinsame Ziel: Plastikabfall und Verschmutzungen
von Beginn an vermeiden. 
Henkel ist außerdem Gründungsmitglied von CEFLEX, einem Konsortium aus mehr als 130 europäischen Unternehmen und Organisationen, das das Ziel verfolgt, flexible Verpackungen – die häufig aus mehreren Film- oder Folienschichten bestehen, die sich oft nur schwer trennen lassen – leichter recycelbar zu machen.

Soziale Partnerschaften zur Verwandlung von Abfall zu Chancen

Die Plastic Bank ist ein Sozialunternehmen, das darauf abzielt, die Ansammlung von Plastik in den Ozeanen zu reduzieren und gleichzeitig Chancen für Menschen in Armut zu schaffen. Henkel ist der erste große globale Konsumgüterhersteller, der 2017 eine Partnerschaft mit Plastic Bank eingegangen ist und das gesammelte Plastik bereits erfolgreich in einigen Produktverpackungen einsetzt.

Seit Beginn der Partnerschaft wurden drei neue Plastik-Sammelcenter in Haiti errichtet, einem Land, in dem es noch keine ausreichende Infrastruktur für Abfallwirtschaft gibt. Die lokale Bevölkerung kann dort gesammelten Plastikabfall abgeben und gegen Geld, Sachspenden oder Sozialleistungen eintauschen. Aus Plastik wird so Wert geschaffen und es gelangt nicht in Gewässer oder Ozeane. Das auf Haiti eingesammelte Plastik wird sortiert und kann anschließend der Recycling-Wertschöpfungskette zugeführt werden – als Social Plastic®: Durch die Verifizierung des Materials durch Plastic Bank wird bestätigt, dass die Sammler einen überdurchschnittlichen Preis für den Plastikabfall erhalten haben. Das aufbereitete Social Plastic® kann in Produkten oder deren Verpackungen eingesetzt werden und schließt somit den Materialkreislauf.

Neue Verpackungsziele für 2025

* Mit Ausnahme von Klebstoffprodukten, bei denen Rückstände die Recyclingfähigkeit beeinträchtigen oder Recyclingströme verschmutzen können.