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Entwicklung intelligenter Verpackungen

Wir setzen uns für eine Kreislaufwirtschaft ein, indem wir intelligentere Verpackungen zum Wohle der Menschen und des Planeten entwickeln.

  • Warum wir Verpackungen brauchen
  • Eine Kreislaufwirtschaft fördern
  • Henkel konzentriert seine Bemühungen auf drei Bereiche, um Fortschritt voranzutreiben
  • Partnerschaften für eine Kreislaufwirtschaft
  • Neue Verpackungskonzepte 

Die Verpackungen unserer Konsumgüter erfüllen viele verschiedene Funktionen: Sie sorgen für die Hygiene und Sicherheit der Produkte, schützen Güter während des Transports, bieten Platz für notwendige Verbraucherinformationen und spielen mithilfe einer attraktiven Gestaltung eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.

Unser Ziel ist, Verpackungen unter Verwendung der geringstmöglichen Verpackungs­menge und mit den nachhaltigsten Materialien zu konzipieren, ohne das hohe Leistungsniveau zu beeinträchtigen, das die Verbraucher von uns erwarten. Um dies zu erfüllen, arbeiten unsere  Verpackungs­entwickler eng mit Partnern entlang der gesamten Wert­schöpfungs­kette zusammen, damit im Entwicklungsprozess führende Gestaltungs­methoden, moderne Fertigungs­technologien und nachhaltige Materialien eingesetzt werden können.

Verpackungsabfälle – insbesondere Kunststoffabfälle und Umweltverschmutzung – haben die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit sowie von Regierungen und Unternehmen auf der ganzen Welt auf sich gezogen. Ein systemischer Wandel, der die Ursachen bekämpft, ist erforderlich: der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft. Der Verbrauch von Ressourcen kann reduziert werden, wenn Materialien so lange wie möglich in den Wirtschaftskreisläufen erhalten bleiben. 

Unsere Mission ist es, Material aus nachhaltigen Quellen einzusetzen und ein intelligentes Verpackungsdesign zu nutzen, um den Kreis zu schließen

1. Material aus nachhaltigen Quellen

  • Henkel arbeitet stetig daran, den Anteil an recyceltem Material in den Verpackungen zu erhöhen. Während viele unserer Marken bereits Produkte mit Verpackungen aus recyceltem Material anbieten, haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Anteil an recyceltem Kunststoff bis 2025 weltweit auf mehr als 30 Prozent für alle Kunststoffverpackungen unserer Konsumgüterprodukte zu erhöhen. Ende 2020 lag dieser Anteil bei rund 15 Prozent. 
  • Darüber hinaus wollen wir die Verwendung von biobasierten Kunststoffen kontinuierlich steigern, da diese nachhaltigere Lösungen ermöglichen. Vorausgesetzt, dass sie die gleiche technische Leistung wie konventionelle Polymere erbringen, können sie eine gute Alternative darstellen und langfristige Vorteile bieten. Dabei verzichten wir ausdrücklich auf Rohstoffquellen, die auch als Lebensmittel zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund testen wir derzeit die zweite Generation biobasierter Ausgangsmaterialien.
  • Die am häufigsten verwendeten Verpackungsmaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen sind Papier und Karton. Es ist unser Bestreben, 100 Prozent des Papier- und Kartonmaterials, das wir in unseren Verpackungen einsetzen, als recyceltes Material oder – wo der Einsatz von Frischfasern erforderlich ist – aus Quellen nachhaltiger Fortwirtschaft zu beziehen. Im Jahr 2020 setzten unsere Lieferanten zu 69 Prozent recyceltes Material ein. Ein weiterer Schwerpunkt der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten ist die Schaffung von mehr Transparenz in der Lieferkette. Das betrifft die Rückverfolgbarkeit der von uns bezogenen Materialien, insbesondere bei Lieferanten, die Frischfasern aus Hochrisikoländern beziehen. Hier arbeiten wir gemeinsam an Maßnahmen zur Risikominimierung.

2. Intelligentes Verpackungsdesign

  • Verpackungsmaterial durch das Angebot intelligenter Lösungen zu reduzieren, ist der beste Weg, um Abfall und die damit verbundenen negativen Auswirkungen auf die Umwelt zu minimieren. Seit vielen Jahren bemühen wir uns, die Menge an Verpackungsmaterial im gesamten Produktlebenszyklus zu reduzieren, ohne die Qualität, Leistung oder Sicherheit unserer Produkte zu beeinträchtigen. Das werden wir auch in Zukunft tun. 
  • Unser Ziel ist es, den Anteil an Kunststoffen in unseren Konsumgüterverpackungen zu reduzieren. Darüber hinaus spielt ein intelligentes Design von Anfang an eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, Neuware durch recycelte oder erneuerbare Alternativen zu ersetzen, wo dies machbar und technisch realisierbar ist. Zum Beispiel können Stabilitätsanforderungen die Verwendung alternativer Materialien bei einzelnen Verpackungen einschränken. Intelligentes Design geht jedoch darüber hinaus und ermöglicht die Verwendung von nachhaltigerem Material in geringeren Mengen. 
  • Um eine lineare Wirtschaft in eine Kreislaufwirtschaft zu transformieren, denken unsere Experten Verpackungskonzepte gänzlich neu und prüfen darüber hinaus weitere Möglichkeiten zur Entwicklung wiederverwendbarer und nachfüllbarer Verpackungslösungen, die den Wert von Langlebigkeit stärker in den Fokus rücken. Sie arbeiten auch weiterhin an der Optimierung von Transportverpackungen und der dazugehörigen Logistik.

3. Den Kreis schließen

  • Um eine Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen, bemühen wir uns darum, dass unsere Produktverpackungen nach der Verwendung des Produkts recycelt werden können. Unser Ziel bis 2025 ist, dass 100 Prozent der Verpackungen von Henkel recycelbar oder wiederverwendbar sein werden. Ende 2020 lagen wir bei rund 89 Prozent.
  • Unser Verständnis von recycelbar oder wiederverwendbar basiert auf den „design for recyclability guidelines“ der Ellen MacArthur Foundation. Durch die konsequente Anwendung von solchen Designgrundsätzen, die das Recycling unterstützen sollen, wollen wir die für jede Verpackungskategorie – wie flexible Verpackungen, Schrumpfbande¬rolen oder schwarze Verpackungen – spezifischen Recyclinghürden überwinden. 
  • Gleichzeitig ist es wichtig, dass geeignete Systeme für das Recycling von Verpackungsmaterialien vorhanden sind. Aus diesem Grund arbeiten wir mit Unternehmen und Organisationen entlang der Verpackungswertschöpfungskette zusammen, um Fort-schritte in der Recyclinginfrastruktur voranzutreiben. 
  • Wir arbeiten insbesondere mit unseren Handelspartnern zusammen, um die Verbraucher bei der korrekten Verwendung und Entsorgung unserer Produkte zu unterstützen, beispielsweise durch Anbringen spezieller Recyclingsymbole. Wir möchten jedes Jahr mehr als 2 Milliarden Verbraucherkontakte mit gezielten Informationen zum Recycling erreichen. 
  • Eine weitere Möglichkeit, den Kreis zu schließen, besteht darin, Verpackungen wiederzuverwenden. Wir führen Nachfülllösungen in geeigneten Märkten ein, um die Akzeptanz beim Verbraucher sowie Aufwand und Kosten, die damit verbunden sind, zu untersuchen. In Bezug auf Sekundär- und Tertiärverpackungen, die typischerweise für die Präsentation im Regal oder zu Logistikzwecken verwendet werden, möchten wir die Wiederverwendbarkeit solcher Verpackungen maximieren.

Übersicht über unsere Verpackungsziele bis 2025

  • 100 Prozent der Verpackungen von Henkel werden recycelbar oder wiederverwendbar sein.*
  • Wir streben an, die Menge an neuen Kunststoffen aus fossilen Quellen in unseren Konsumgütern um 50 Prozent zu reduzieren. Wir werden dies erreichen, indem wir den Anteil an recyceltem Kunststoff auf mehr als 30 Prozent erhöhen, das Volumen von Kunststoffen reduzieren und zunehmend biobasierte Kunststoffe einsetzen.
  • Wir wollen dazu beitragen, den Eintritt von Abfällen in die Umwelt zu vermeiden. Aus diesem Grund unterstützen wir Initiativen zum Einsammeln von Abfällen und zugunsten des Recyclings.
  • Wir investieren in innovative Lösungen und Technologien zur Förderung eines geschlossenen Recyclingprozesses und möchten jedes Jahr mehr als 2 Milliarden Verbraucherkontakte mit gezielten Informationen zum Recycling erreichen.

Darüber hinaus ist es unser Ziel, dass 100 Prozent des verwendeten Papiers und Kartonmaterials entweder aus recyceltem Material bestehen oder, wenn Frischfasern erforderlich sind, aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Wir wollen außerdem Polyvinylchlorid (PVC) und andere potenziell bedenkliche Stoffe austauschen und vermeiden.

* Mit Ausnahme von Produkten, bei denen Bestandteile oder Rückstände die Recyclingfähigkeit beeinträchtigen oder Recyclingströme verschmutzen können
 

Fortschritte in Richtung Nachhaltigkeit bei Verpackungen sind nur möglich, wenn Unternehmen aus allen Phasen der Verpackungswertschöpfungskette zusammenarbeiten. Zum einen engagieren sich die Experten von Henkel in mehreren branchenübergreifenden Initiativen, um Innovationen in der Verpackungsentwicklung voranzutreiben und wirkungsvolle Lösungen zu finden, die im großen Maßstab entwickelt werden können. Zum anderen hat sich Henkel mit verschiedenen Unternehmen zusammengeschlossen, die an der Verbesserung der Recyclinginfrastruktur arbeiten und so eine Kreislaufwirtschaft ermöglichen. Insbesondere in Entwicklungsländern sind entsprechende Systeme zum Recycling von Verpackungsmaterialien oft nicht vorhanden. Wir sind überzeugt, dass wir nur durch Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette sicherstellen können, dass unsere Produktverpackungen recycelt oder wiederverwendet werden können, nachdem das Produkt verbraucht wurde.

Branchenübergreifende Initiativen zur Bewältigung der Herausforderungen bei nachhaltigen Verpackungen 

Henkel engagiert sich auch in branchenübergreifenden Initiativen für nachhaltige Verpackungen. Wir sind beispielsweise Gründungsmitglied einer neuen Initiative zum Umgang mit Plastikabfall: der „Alliance to End Plastic Waste“ (AEPW). Seit 2019 haben sich mehr als 80 internationale Unternehmen aus der Wertschöpfungskette für Kunststoff und Konsumgüter zusammengeschlossen, um sich gemeinsam der globalen Herausforderung einer Kreislaufwirtschaft zu stellen. Ziel der Allianz ist es, Lösungen voranzutreiben, um Plastikabfall in der Umwelt, vor allem im Ozean, zu stoppen. Ein weiteres Beispiel ist unsere Mitgliedschaft bei der New Plastics Economy (NPEC), einer Initiative der Ellen MacArthur Foundation, die verschiedene Akteure zusammenbringt, um die Zukunft von Plastik zu gestalten und Impulse für eine Kreislaufwirtschaft zu setzen. Im Oktober 2018 hat die New Plastics Economy ihr „Global Commitment“ vorgestellt, das von mehr als 400 Organisationen unterzeichnet wurde – darunter auch von Henkel. Das gemeinsame Ziel: Plastikabfall und Verschmutzungen von Beginn an vermeiden.

Im Februar 2020 ist Henkel dem European Plastics Pact beigetreten. Der von Frankreich und den Niederlanden initiierte Europäische Kunststoffpakt will den Übergang zu einer zirkulären Kunststoffwirtschaft beschleunigen. Der Pakt bringt führende Unternehmen sowie Nichtregierungsorganisationen und Regierungen zusammen, die sich verpflichten, bis 2025 gemeinsame Ziele zu verwirklichen und über die aktuelle Gesetzgebung hinauszugehen.

Henkel ist außerdem Gründungsmitglied von CEFLEX, einem Konsortium aus mehr als 130 europäischen Unternehmen und Organisationen, das das Ziel verfolgt, flexible Verpackungen – die häufig aus mehreren Film- oder Folienschichten bestehen, die sich oft nur schwer trennen lassen – leichter recycelbar zu machen.

Soziale Partnerschaften zur Verwandlung von Abfall zu Chancen

Plastic Bank ist ein Sozialunternehmen, das darauf abzielt, die Ansammlung von Plastik in den Ozeanen zu reduzieren und gleichzeitig Chancen für Menschen in Armut zu schaffen. Henkel ist der erste große globale Konsumgüterhersteller, der 2017 eine Partnerschaft mit Plastic Bank eingegangen ist und das gesammelte Plastik bereits erfolgreich in einigen Produktverpackungen einsetzt.

Seit Beginn der Partnerschaft wurden insgesamt fünf neue Plastik-Sammelcenter in Haiti errichtet, einem Land, in dem es noch keine ausreichende Infrastruktur für Abfallwirtschaft gibt. Die lokale Bevölkerung kann dort gesammelten Plastikabfall abgeben und gegen Geld, Sachspenden oder Sozialleistungen eintauschen. Aus Plastik wird so Wert geschaffen und es gelangt nicht in Gewässer oder Ozeane. Das auf Haiti eingesammelte Plastik wird sortiert und kann anschließend der Recycling-Wertschöpfungskette zugeführt werden – als Social Plastic®: Durch die Verifizierung des Materials durch Plastic Bank wird bestätigt, dass die Sammler einen überdurchschnittlichen Preis für den Plastikabfall erhalten haben. Das aufbereitete Social  Plastic® kann in Produkten oder deren Verpackungen eingesetzt wer-den und schließt somit den Materialkreislauf. Seit Beginn der Partnerschaft im Jahr 2017 wurden insgesamt mehr als 760 Tonnen Social Plastic® bei Henkel verarbeitet.

Software-Tool EasyD4R® zur Bewertung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen 

Recyclingfähige Verpackungen sind Voraussetzung für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft. Um die Recyclingfähigkeit neuer Verpackungen schnell und zuverlässig zu ermitteln, hat Henkel das Software-Tool EasyD4R® entwickelt. Das Tool basiert auf öffentlichen und anerkannten Kriterienkatalogen, beispielsweise von Plastics Recyclers Europe, und ist bei Henkel unternehmensweit im Einsatz. Das Ziel: eine schnelle und zuverlässige Überprüfung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen bereits während der Produktentwicklung. Die Funktionsfähigkeit hat eine unabhängige Prüfung durch das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT bestätigt. 

2020 hat Henkel sein Software-Tool EasyD4R® weiterentwickelt: Jetzt können nicht nur Kunststoffverpackungen schnell und zuverlässig auf ihre Recyclingfähigkeit überprüft werden, sondern auch Verpackungen aus Papier/Karton, Glas, Aluminium und Weißblech. Dafür wurden Design-Richtlinien, die von der Fachhochschule Campus Wien erstellt wurden, sowie der deutsche Mindeststandard für Verpackungen integriert. Eine unabhängige Prüfung durch das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT bestätigte, dass das weiterentwickelte Tool die Recyclingfähigkeit zuverlässig bewertet. 

So leistet das Bewertungstool, das auch andere Unternehmen und Organisationen kostenlos nutzen können, einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung nachhaltiger Verpackungslösungen und damit zur Förderung einer Kreislaufwirtschaft. Henkel hat hier sehr positives externes Feedback erhalten. Bis heute wurde EasyD4R® bereits mehr als 3.400 Mal heruntergeladen. Diese Erfolge wurden auch extern honoriert und Henkel hat mit seinem Software-Tool den diesjährigen ‚Best Practice‘-Nachhaltigkeitspreis von Packaging Europe gewonnen.

Henkel investiert in chemisches Recycling

2019 hat Henkel erstmals gemeinsam mit dem Verpackungshersteller Alpla Flaschenkörper auf Basis chemisch recycelten Kunststoffs hergestellt. Durch chemisches Recycling werden Kunststoffabfälle, die durch mechanisches Recycling nicht recycelt werden, wieder dem Kreislauf zugeführt. Das chemische Recycling kann somit in bestimmten Fällen neben das mechanische Recycling treten. Mit seiner Hilfe können fossile Ressourcen durch recyceltes Material aus Kunststoffabfall ersetzt werden. 

Das Pilotprojekt mit Flaschen von Perwoll ist Teil des ChemCycling-Projekts der BASF. Bei ChemCycling werden thermochemische Verfahren genutzt, um Plastikabfälle in Pyrolyseöl umzuwandeln. Dieser sogenannte Sekundär-Rohstoff dient dann als Rohmaterial für die chemische Industrie und kann in der Herstellung von Kunststoff, zum Beispiel für Verpackungen, eingesetzt werden. Die aus diesen chemisch recycelten Materialien hergestellten Verpackungen sind von gleicher Qualität wie solche, die auf Neukunststoff basieren. Folglich können fossile Rohstoffe eingespart und Abfälle reduziert werden, die aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel starke Verunreinigung oder mangelnde Sortierbarkeit, nicht mechanisch recycelt werden können.

Nachfüllstationen gewinnen an Bedeutung 

Während Recycling nach wie vor ein wichtiger Faktor in Sachen Nachhaltigkeit bleibt, gewinnen Nachfüll- und Mehrwegsysteme ebenfalls immer mehr an Bedeutung. Daher nutzen wir neben neuen Produktformen und dem Einsatz von recycelten Kunststoffen in unseren Verpackungen auch Nachfüllstationen. Das Konzept ist einfach: Kunden kaufen einmalig ein Behältnis und füllen Wasch- oder Spülmittel ein. 

Im Rahmen eines Pilotprojekts haben wir bereits im November 2019 Nachfüllstationen in ausgewählten Testmärkten in der Tschechischen Republik eingerichtet. Hier konnten Kunden Flüssigwaschmittel, Weichspüler, Geschirrspülmittel oder Shampoos und Duschgele nachfüllen. Das sogenannte Tankstellensystem wurde so konzipiert, dass der Kunde einmalig eine leere Flasche des gewünschten Produkts auswählt und dann seinen Code an der Station scannt. Gleichzeitig wird ein Etikett aufgedruckt, das den Kunden über das Verfallsdatum des Produkts informiert. Ist das Produkt aufgebraucht, kann die leere Flasche erneut aufgefüllt werden. 

Auch die Wasch- und Spülmittel der neuen Laundry & Home Care-Marke Love Nature können nachgefüllt werden. In ausgewählten Märkten verschiedener Drogerie- und Supermarktketten können „Mein Spülmittel“ und „Mein Waschmittel“ abgefüllt und ganz einfach immer wieder neu befüllt werden. Damit ist Love Nature die erste Waschmittel- und Reiniger-Marke, die diesen Service in Deutschland händlerübergreifend anbietet. Darüber hinaus bestehen die Flaschenkörper zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff und können wiederum vollständig recycelt werden. 

Im November 2020 hat die Beauty Care Professional-Marke Authentic Beauty Concept die erste vegane Nachfüllstation auf den europäischen Markt gebracht. Zunächst führt der Stylist eine persönliche, professionelle Beratung zu Haarroutine und Wünschen der Kunden durch, um das richtige Authentic Beauty Concept-Produkt empfehlen zu können. Im zweiten Schritt füllt der Stylist mithilfe der Refill Bar eine Flasche aus zu 92 Prozent recyceltem Kunststoff mit dem jeweiligen Produkt. Wenn der Kunde zu Hause alles aufgebraucht hat und die Flasche leer ist, kann diese zurück in den Salon gebracht und dort wieder aufgefüllt werden. Durch diesen neuen Prozess wird die Lebensdauer von „Einweg“-Flaschen verlängert und Plastikmüll reduziert, wodurch die Kreislaufwirtschaft weiter gefördert wird.

Neue Verpackungsziele für 2025

* Mit Ausnahme von Klebstoffprodukten, bei denen Rückstände die Recyclingfähigkeit beeinträchtigen oder Recyclingströme verschmutzen können.