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20.10.2021

Was wir tun, um das Bewusstsein für nachhaltigen Verbrauch zu fördern

Gemeinsames Engagement für einen nachhaltigen Konsum

Bicycle with storage in a wooden box, with vegetables in the reusable cotton bag

   
Die Bevölkerungszahl wächst stetig – doch unser Planet nicht. Wenn im Jahr 2050 9,6 Milliarden Menschen auf der Erde leben, werden die Ressourcen auf unserem Planeten nicht mehr ausreichen, um unseren derzeitigen Lebensstandard aufrechtzuerhalten. Die Zeit drängt, zu einem nachhaltigeren Lebensstil überzugehen, mit dem wir Ressourcen einsparen und Produkte länger nutzen können, während wir CO2-Emissionen und Abfall reduzieren. Und jede und jeder Einzelne sowie alle Unternehmen weltweit können einen wichtigen Beitrag dazu leisten.

Den Begriff „nachhaltiger Konsum“ prägten Vertreter:innen von Regierungen, Industrie und Nichtregierungs­organisationen, als sie 1994 in der norwegischen Hauptstadt Oslo zu Beratungen zusammenkamen. Die gemeinsam erarbeitete Definition des Konzepts lautete: „Waren und Dienstleistungen, die die Lebensqualität verbessern und gleichzeitig den Verbrauch von natürlichen Ressourcen und die Nutzung von schädlichen Stoffen begrenzen.“ Im Rahmen der weltweiten Bemühungen, die aus unserem modernen Lebensstil resultierenden Umwelt­beein­trächtigungen einzudämmen, hat nachhaltiger Konsum stetig an Bedeutung gewonnen. So stellten die Vereinten Nationen im Jahr 2015 ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung vor, darunter das Ziel 12, das die „Sicherstellung nachhaltiger Konsummuster“ fordert.

Doch es wurde immer wieder auch Kritik am Konzept des „nachhaltigen Konsums“ geäußert. Ein zentraler Kritikpunkt lautet, dass damit die Verantwortung für die Probleme unseres Planeten auf die Verbraucher:innen abgewälzt und die Rolle der Unternehmen und Regierungen übersehen wird. Stattdessen sollte nachhaltiger Konsum als ein Aufruf an Konsument:innen und Unternehmen verstanden werden, ihre Kräfte zu bündeln und den Planeten gemeinsam zu schützen. Bei dieser gemeinsamen Aufgabe kommt den Verbraucher:innen jedoch eine Schlüsselrolle zu, da der Großteil der Umweltauswirkungen vieler Alltagsprodukte erst durch ihre Nutzung entsteht.

Kaum Verhaltensänderungen trotz wachsendem Umweltbewusstsein?

Damit Verbraucher:innen diese Herausforderung aktiv angehen, müssen sie von der Bedeutung eines nachhaltigeren Lebensstils überzeugt sein. Tatsächlich deutet einiges darauf hin, dass sich ihre Einstellung in diese Richtung entwickelt. In der 2021 von PricewaterhouseCoopers durchgeführten Umfrage Global Consumer Insights Pulse Survey gaben 50 Prozent von über 8.600 Befragten weltweit an, dass sie seit der letzten Umfrage im Oktober 2020 umweltbewusster geworden sind. Dies lässt darauf schließen, dass die Menschen bei der Auswahl von Produkten und Dienstleistungen zunehmend auf Umweltaspekte achten.

Doch was die Verbraucher:innen sagen, unterscheidet sich oft stark von dem, was sie tun. „Das Umweltbewusstsein der Menschen nimmt in den meisten Märkten rund um den Globus definitiv zu“, so Prof. Dr. Rüdiger Hahn, der an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf Sustainability Management lehrt. „Dies ist jedoch nur einer von mehreren Faktoren, die bei Kaufentscheidungen eine Rolle spielen – neben Preis, Qualität, Komfort und vielen anderen. Das bedeutet, dass ein wachsendes Umweltbewusstsein nicht immer zu nachhaltigeren Entscheidungen oder nachhaltigerem Verhalten der Konsument:innen führt. Wir nennen dies die Intentions-Verhaltens-Lücke.“

Innovative Produkte für einen nachhaltigeren Lebensstil

Unternehmen können dazu beitragen, diese Lücke zu schließen, indem sie innovative Produkte entwickeln, die länger halten, weniger Energie benötigen und weniger Abfall und Emissionen erzeugen – und mit denen Verbraucher:innen nicht das Gefühl haben, auf etwas verzichten müssen. Bei Henkel sind Nachhaltigkeitskriterien daher fester Bestandteil jedes einzelnen Aspekts unseres Produktentwicklungsprozesses. Darüber hinaus haben wir uns das ehrgeizige Ziel gesetzt, unseren Kunden und Verbraucher:innen zu helfen, bis 2025 100 Millionen Tonnen CO2 einzusparen, und wir fördern nachhaltiges Verhalten aktiv durch unsere Markenkommunikation. Auf diese Weise wollen wir das enorme Potenzial unserer Produkte, die täglich millionenfach auf der ganzen Welt verwendet werden, voll ausschöpfen.

Niedrigtemperatur-Waschmittel sind ein gutes Beispiel. Das Aufheizen des Wassers ist der energieintensivste Teil des Waschvorgangs und bei der Erzeugung dieser Energie entstehen Emissionen. Eine Verringerung der Temperatur von 40°C auf 30°C kann den Energieverbrauch pro Waschladung um bis zu 40 Prozent senken. Bei der Produktentwicklung legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Fleckenentfernung bei niedrigeren Temperaturen, um selbst bei der Verwendung von kaltem Wasser hervorragende Reinigungsergebnisse zu erzielen.

Eine Frau benutzt Persil Flüssigwaschmittel für Niedrigtemperatur-Wäsche.

Durch Waschen bei niedrigen Temperaturen kann viel Energie gespart werden.

Nachhaltige Haarpflegeprodukte von Henkel sorgen ebenfalls dafür, dass Verbraucher:innen weniger Warmwasser benötigen und die damit verbundenen Emissionen reduziert werden. Leave-in-Conditioner und Trockenshampoos wie die der Marken Schwarzkopf und Syoss müssen nicht mit warmem Wasser ausgespült werden. Im Jahr 2020 konnten Verbraucher:innen durch die von uns verkauften Produkte dieser Kategorie rund 200.000 Tonnen CO2 einsparen.

Einen weiteren wertvollen Beitrag zur Unterstützung eines nachhaltigeren Lebensstils leisten unsere innovativen Klebstoffe. Einfach anwendbare Klebstoffe ermöglichen es den Konsument:innen, Produkte und Haushaltsgegenstände zu reparieren, anstatt sie in den Müll zu werfen und neue Produkte zu kaufen. Pattex 60 Seconds zum Beispiel ist extra stark und haftet in nur einer Minute auf einer Vielzahl von Materialien.

Ein Mann repariert ein hölzernes Spielzeugauto mit Ponal Holzleim

Mit unseren Klebern können Verbraucher und Verbraucherinnen Alltagsgegenstände leicht reparieren. Das spart Geld und Ressourcen.

Partnerschaften für Nachhaltigkeit

Wir unterstützen auch nachhaltige Konsummuster, indem wir auf jeder Stufe unserer globalen Wertschöpfungskette Unternehmen miteinander vernetzen. Im Rahmen unserer Zusammenarbeit mit dem Einzelhandel wollen wir beispielsweise das Umweltbewusstsein der Menschen genau dort fördern, wo unsere Produkte gekauft werden. Nachfüllstationen für unsere Wasch- und Reinigungsmittel, Shampoos und Duschgels ermöglichen es den Verbraucher:innen, durch die Wiederverwendung von Verpackungen Abfall zu reduzieren. Die Konsumentinnen und Konsumenten bringen leere Behälter einfach wieder zurück in den Laden, um sie dort erneut aufzufüllen.

Expert:innen aus allen unseren Teams teilen ihr Wissen auch mit Partnern, um nachhaltige Innovationen in einer Vielzahl von Branchen zu fördern. Im Jahr 2020 veranstalteten wir das Henkel Packaging Adhesives Sustainability Forum, eine virtuelle Konferenz mit dem Ziel, den Fortschritt hin zu intelligenteren und nachhaltigeren Verpackungslösungen voranzutreiben. Fast 2.000 Teilnehmende aus mehr als 700 Unternehmen kamen bei der zweitägigen Veranstaltung zusammen, darunter Vertreter:innen aller Ebenen der Wertschöpfungskette – von Rohstofflieferanten über Verpackungshersteller und -verarbeiter bis hin zu Markeninhabern und Recyclern. Nach der erfolgreichen Premiere im Jahr 2020 findet die Veranstaltung im November 2021 in erweitertem Format erneut statt.

Aufzeigen, wie der ökologische Fußabdruck verringert werden kann

Bildung ist der Schlüssel zu einem nachhaltigeren Verbraucherverhalten, da die Menschen nur dann bereit sind, ihren Lebensstil anzupassen, wenn sie wissen, welche Schritte wirklich etwas bewirken. „Jeder Mensch, egal wo, kann jeden Tag seinen ökologischen Fußabdruck verkleinern“, so Prof. Dr. Hahn. „Es gibt viele einfache Möglichkeiten, Energie zu sparen und Abfall zu reduzieren – und diese kleinen Veränderungen machen in der Summe einen großen Unterschied.“

Henkel möchte Wege aufzeigen, wie Verbraucher:innen ihren ökologischen Fußabdruck verringern können. Ein Beispiel dafür ist unser Fußabdruckrechner, mit dem man innerhalb weniger Minuten durch die Beantwortung einfacher Fragen zu seinem Lebensstil seinen persönlichen CO2-Fußabdruck berechnen kann. Außerdem führen wir Kampagnen und Initiativen durch, um Verbraucher:innen einfache Möglichkeiten aufzuzeigen, nachhaltiger zu leben. Die Initiative „Be smarter.“ unseres Unternehmensbereichs Beauty Care informiert darüber, wie die Konsumierenden Warmwasser sparen und Verpackungen recyceln können. In ähnlicher Weise zielt die Initiative #RethinkFashion unserer Marke Perwoll darauf ab, den „Fast Fashion“-Trend zu stoppen, indem sie zu einem verantwortungsvolleren Verhalten beim Kauf und der Pflege von Kleidung anregt.

Gemeinsam für ein besseres Morgen

Angesichts der wachsenden Weltbevölkerung ist es dringend notwendig, die Ressourcen der Erde und die Umwelt zu schützen, indem wir zu nachhaltigeren Konsummustern übergehen. Um dieser Notwendigkeit gerecht zu werden, bedarf es gemeinsamer Anstrengungen von Regierungen, Unternehmen, Organisationen und Verbraucher:innen. Gemeinsam müssen wir Wege finden, um Energie zu sparen, Emissionen zu reduzieren und Abfall zu vermeiden. Jede noch so kleine Veränderung, die wir heute vornehmen, kann einen enormen Einfluss auf den Lebensstandard künftiger Generationen haben – und wir alle können einen Beitrag leisten, indem wir unsere Kräfte bündeln und unser Leben nachhaltiger gestalten.

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