Menü
Suchen

31.07.2019

Bei Henkel mit Yoga, Meditation und Potenzialtraining entschleunigen und fokussieren

Achtsamkeit ist keine Esoterik

Achtsamkeit

 

Der erste Griff am Morgen geht zum Smartphone: Einmal durch die Nachrichten wischen, dann unter der Dusche den Tag planen: Welches Projekt wird wichtig und was muss für den Abend noch besorgt werden? Eigentlich stehen die Aufgaben fest. Doch dann taucht ein Problem auf, das Meeting dauert länger und immer wieder unterbrechen E-Mails und Anrufe die Arbeit. Oft sitzt die Anspannung jetzt sprichwörtlich im Nacken, mancher presst die Kiefer aufeinander und stellt die Planung infrage: Ist das Timing zu halten? Klappt der Kinobesuch am Mittwoch? Wäre es nicht besser, das Training zu verschieben?

Stress an sich ist nicht schädlich

Ob gewollt oder nicht – viele Tage sind durchgeplant und trotzdem schaffen wir nicht all das, was wir uns vornehmen. Das gilt für berufliche Aufgaben genauso wie für private Termine und Hobbys, die uns am Herzen liegen. Was bleibt, ist häufig das Gefühl von Stress. Das ist ganz normal, sagt Martin Gerlach vom Werksärztlichen Dienst von Henkel in Düsseldorf dazu: „Stress haben wir alle, bei der Arbeit und manchmal auch in der Freizeit und im Familienleben. Dies muss nicht schädlich sein, sondern kann auch belebend wirken. Aber jeder hat seine individuelle Grenze, die man unbedingt beachten sollte.“ Gerlach hat sich intensiv mit den Themen Stress und Achtsamkeit auseinandergesetzt. Gefährlich für die Gesundheit werde es dann, wenn die persönliche Leistungsfähigkeit regelmäßig überbeansprucht ist.

Martin Gerlach, Teamleiter Akutmedizin beim Werksärztlichen Dienst von Henkel in Düsseldorf

Martin Gerlach, Team­leiter Akut­medizin beim Werks­ärztlichen Dienst von Henkel in Düsseldorf

Achtsamkeit ist mehr als ein Modewort

Wer gestresst ist, kennt das Gefühl, die Aufgaben würden ihm über den Kopf wachsen. Anforderungen und Termine werden zum Strudel, aus dem es schwerfällt auszubrechen. Der Körper stellt auf Autopilot, um sich zu schützen. Genau hier setzen Übungen an, die Menschen dabei helfen, ihre Stressroutinen zu durchbrechen und das Augenmerk aufs Wesentliche zu lenken. Häufig fällt in diesem Zusammenhang das Stichwort Achtsamkeit oder englisch Mindfulness. Kurz gesagt geht es um meditative Techniken, die unsere Wahrnehmung schulen und das Bewusstsein ins Hier und Jetzt bringen – das Steuer vom Autopiloten also wieder übernehmen.

Das ist leichter gesagt als getan. Natürliche Pausen, in denen wir innehalten, den Blick schweifen lassen und uns auch einfach mal langweilen, gibt es heute kaum noch. Wer kurz warten muss, greift schnell zum Smartphone und füllt so selbst kleinste Lücken im Tagesverlauf. Das Ergebnis: Unser Geist hat kaum noch Pause, um im Leerlauf neue Kraft zu schöpfen. „Achtsamkeitsübungen können neue Inseln schaffen und dabei helfen, wieder durchzuatmen und im Moment anzukommen“, so Gerlach.

Anfangen und loslassen

Achtsamkeit kann die Art, wie wir uns unter Belastung fühlen und verhalten, beeinflussen. Echtes Achtsamkeitstraining ist weitaus mehr als ein Werkzeug der Selbstoptimierung. Es verhilft oft zu einer anderen Haltung zum Leben, eröffnet neue Perspektiven und setzt unbekannte Potenziale frei. Das beugt nicht nur Verspannungen und Kopfschmerzen vor, sondern kann auch den Blutzuckerspiegel senken, die Immunabwehr verbessern und die Resilienz stärken: Wenn jemand seine Gefühle präzise wahrnehmen und die eigenen Reaktionen einordnen kann, ist er oft auch in der Lage, schwierige Situationen wie Krankheit und Trauer besser durchzustehen. Dafür bedarf es zwar mehr als einfach ein paar Mal bewusst ein- und auszuatmen. Doch das allein ist schon eine gute erste Übung, um Achtsamkeit zu schulen.

Achtsam im Alltag – zehn Tipps, die jeder befolgen kann

Zeit für sich nehmen
Sport, Kino, Businessevents – unter der Woche ist der Kalender abends schnell voll. Halten Sie mindestens einen Abend nur für sich frei und horchen Sie in sich hinein: Wie lief der Tag, wie die Woche, welche Wünsche haben Sie? Gezielte Reflexion durchbricht den Tunnelblick und lässt uns wieder bei uns ankommen.

Neues wagen
Das Neue ist der Feind jeder Routine. Darum nichts wie raus aus der Komfortzone und etwas ausprobieren, wozu bisher Mut oder Motivation fehlten: Allein ins Restaurant gehen, zum Power-Yoga anmelden oder endlich anfangen, den dicken Wälzer zu lesen. Wer kleine Hürden meistert, nimmt auch bald die großen lässig.

Nichtstun und tagträumen
15 Minuten Leerlauf? Perfekt für eine kleine Meditation. Stellen Sie alle Ablenkungen ab und nehmen nur wahr, ohne zu bewerten: Was hören Sie? Wo zwickt es heute? Wohin ziehen die Gedanken? Lassen Sie alles zu und halten Sie nichts fest. Passt auf dem Sofa genauso wie im Bett, im Park oder notfalls im Bürostuhl.

Öfter mal abschalten
Noch im Bett Nachrichten und Chats auf dem Smartphone zu lesen, ist zwar praktisch, aber nicht gesund. Experten raten deshalb, Pushnachrichten auszuschalten, feste Zeiten für E-Mails einzuplanen und sich genügend Zeit für Analoges zu lassen. So fördert ein dosiertes Digital Detox Entspannung und Konzentration.

Tief durchatmen
Der Atem gibt den Takt vor – und er muss fließen. Sind wir angespannt, halten wir die Luft an oder atmen flach. Um die Stressroutine zu durchbrechen oder bevor man eine neue Aufgabe beginnt, hilft es, auf den eigenen Atem zu hören und ein paar Mal bewusst tief Luft zu holen und lang auszuatmen.

Sich bewegen
Es muss gar nicht Sport sein – obwohl der natürlich auch die psychische Gesundheit stärkt –, manchmal wirkt schon ein Spaziergang wahre Wunder. Eine Runde um den Block macht den Kopf frei und ordnet die Gedanken. Mit frischen Impulsen und neuen Perspektiven geht der Rest wieder leichter von der Hand.

Natur erleben
Wald wirkt: Studien belegen die Heilkraft einer natürlichen Umgebung auf Körper und Geist. Schon fünf Minuten zwischen Bäumen stärken das Immunsystem und steigern das Selbstwertgefühl. Naturreize wie Vogelzwitschern oder Meeresrauschen stimulieren unser Nervensystem und helfen dabei, negative Reize abzuwehren.

Bewusst wahrnehmen
Kleine Pausen sind wichtig. Wir brauchen sie, um Eindrücke zu verarbeiten. Aber meistens nutzen wir kurze Unterbrechungen, um auf das Smartphone zu schauen. Besser ist es, den Blick zu heben, sich in der Bahn oder an der Supermarktkasse umzuschauen und die Umgebung zu beobachten.

Unangenehmes aushalten
Was wir nicht mögen, dem weichen wir aus – ob es Menschen sind, Orte oder Aufgaben. Manchmal wissen wir gar nicht, was uns unterbewusst abstößt oder anzieht. Ist es ein Geruch, eine bestimmte Aufgabe oder unangenehme Farbkombination? Wer auch Unangenehmes bewusst erlebt, lernt die eigene Aufmerksamkeit zu steuern.

Mit allen Sinnen genießen
Essen beeinflusst das Wohlbefinden: Es zählt nicht nur was, sondern auch wie wir es verzehren. Nehmen Sie sich Zeit für das Essen, den Austausch mit Familie oder Kollegen und lassen Sie sich von den Aromen und Gerüchen inspirieren – und klicken, lesen oder schreiben Sie nichts nebenher.

Angebote am Arbeitsplatz

Immer mehr Unternehmen setzen auf die positiven Effekte von Achtsamkeit. Die bewusste Wahrnehmung des eigenen Selbst sowie der Umwelt fördern die Konzentration und helfen, Stress zu bewältigen. Auch bei Henkel wird Achtsamkeit ernst genommen und aktiv gefördert – mit Angeboten für Körper und Geist:

Yoga & Co.

Am Firmensitz in Düsseldorf finden wöchentlich Healthy Lunch Breaks statt: Unter Anleitung von zertifizierten Trainern können Mitarbeiter im Kurs Meditation & Yoga ihren Fokus schärfen – schweißfrei und entspannend. Kollegen, die am besten bei körperlicher Anstrengung abschalten, können sich zur Mittagszeit im Pilates-Kurs auspowern.

In Bridgewater, Nordamerika, gibt es sogar ein eigenständig geführtes Wellness Center auf dem Werksgelände, das ebenfalls jede Woche Yoga-Training anbietet. Auch die Kollegen am Standort Stamford üben sich regelmäßig im gemeinsamen Sonnengruß. Weiter südlich in Puerto Rico schwitzen die Kollegen nach Feierabend beim gemeinschaftlichen Sportprogramm unter professioneller Aufsicht durch einen Fitnesstrainer.

          

Potenzialtraining

In Düsseldorf organisieren die Sozialen Dienste außerdem ein Potenzialtraining, in dem ein Psychologe den Teilnehmern Tipps gibt, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen können. Wer mit schweren psychischen Belastungen kämpft, findet über den Werksärztlichen Dienst weitere Hilfsangebote, vom persönlichen Gespräch bis hin zur Vermittlung in eine Psychotherapie.

Aktionstage

An vielen Henkel-Standorten werden regelmäßig Veranstaltungen mit Experten organisiert, bei denen konkrete Maßnahmen zur Förderung von Achtsamkeit im Mittelpunkt stehen. Mitarbeiter in Culver City, dem Hauptsitz von Henkel North America Beauty Care Hair Professional, testen dieses Jahr einen Tag lang die Wirkung von Entschleunigungsmethoden wie Chair-Yoga und Klangbaden. In Rocky Hill, Nordamerika, werden neben sportlichen Aktivitäten wie Lauf-Events oder Step Challenges auch immer wieder sogenannte Lunch & Learn Sessions organisiert. Fokusthemen in diesem Jahr waren neben Darmgesundheit und der Heilung von Rückenschmerzen auch Stress-Widerstandstraining. Ähnliche Gesundheitsaktionen finden auch regelmäßig in Düsseldorf statt, beispielsweise in Form von Impulsvorträgen und interaktiven Kursen für einen bewussteren Lebenswandel unter Anleitung von Spezialisten. Das Konzept ist an einer Vielzahl unserer Standorte ein fester Bestandteil im Jahresprogramm, sodass jeder Mitarbeiter die Chance bekommt eine gesunde und achtsame Lebensweise in seinem Alltag umzusetzen.

Teil's mit deinem Netzwerk!