Meine Sammlung

Nachhaltigkeitsglossar

Übersichtlich aufbereitet erklären wir die wichtigsten Begriffe im Bereich Nachhaltigkeit, die wir verwenden.

All A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
All

A.I.S.E.

Internationaler Wasch- und Reinigungsmittelverband, dessen „Charter Nachhaltiges Waschen und Reinigen“ 2005 in allen EU Ländern sowie Island, Norwegen und der Schweiz auf freiwilliger Basis eingeführt wurde. Ziel der Initiative ist die kontinuierliche Verbesserung in den Unternehmen der Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittelindustrie hinsichtlich eines nachhaltigeren Wirtschaftens. Henkel hat die Charter 2005 als erstes Unternehmen unterzeichnet.

Audits

Systematische Überprüfung und Bewertung nach vorgegebenen Kriterien. Um die Umsetzung der unternehmensweiten Codes und Standards zu kontrollieren, führt Henkel regelmäßig interne Audits an den  Produktions- und Verwaltungsstandorten sowie zunehmend auch bei den Lohnherstellern und Logistikzentren durch. Die Audits sind ein wichtiges Instrument, um Risiken und Verbesserungspotenziale zu identifizieren und tragen entscheidend zum Wissenstransfer bei.

Biodiversität

Biologische Vielfalt des Lebens auf der Erde, die sich auf drei Ebenen beschreiben lässt: Vielfalt der Ökosysteme, Artenvielfalt und genetische Vielfalt. Für Henkel gehören eine verantwortungsvolle Rohstoffwirtschaft und der Schutz von natürlichen Ressourcen und Biodiversität fest zu den Prinzipien des nachhaltigen Wirtschaftens.

Business Charter for Sustainable Development

Auf der zweiten Welt-Industriekonferenz für Umweltmanagement (WICEM II; Second World Industry Conference of Environmental Management) im April 1991 in Rotterdam verabschiedete Charter mit Grundsätzen des Umweltmanagements. Veranstalter von WICEM II war die Internationale Handelskammer (ICC) in Zusammenarbeit mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (UNCED).

Code of Corporate Sustainability

2005 veröffentlichter, konzernweiter Code, der Henkels Grundsätze zum nachhaltigen und gesellschaftlich verantwortlichen Wirtschaften beschreibt.

Compliance

Oberbegriff für die Einhaltung von Gesetzen, unternehmenseigenen Standards und Codes, internationalen Richtlinien sowie freiwilligen Verhaltenskodizes. Bei Henkel ist der Chief Compliance Officer für die Kontrolle von internen und externen Anforderungen zuständig. Unterstützt wird er dabei von einen interdisziplinär zusammengesetzten „Compliance and Risk Committee“, der Internen Revision sowie von weltweit rund 50 lokalen Compliance-Beauftragten.

Corporate Citizenship

Gesellschaftliches Engagement des Unternehmens, das über die Geschäftstätigkeit hinausgeht. Gemeinsam mit Kunden, Verbrauchern und gemeinnützigen Organisationen ist Henkel weltweit in drei Bereichen aktiv: Förderung des Mitarbeiterengagements, Nothilfe sowie Unternehmens- und Markenengagement für das Gemeinwohl.

Diversity

Vielfalt der Belegschaft im Hinblick auf Geschlecht, Alter und Nationalität. Diversity ist bei Henkel  fest in den Unternehmensgrundsätzen verankert und basiert auf der Überzeugung, dass die unterschiedlichen Kulturen und Kompetenzen der Mitarbeiter einem Unternehmen dabei helfen, die Märkte besser zu verstehen und langfristig erfolgreich zu sein.

Dow Jones Sustainability Indexes

Erste globale Aktienindizes, die seit 1999 neben ökonomischen auch ökologische und soziale Kriterien berücksichtigen. Die Bewertung der Unternehmen erfolgt in Kooperation mit der SAM Group (Sustainable Asset Management, SAM). Henkel wurde im Jahr 2011 zum fünften Mal in Folge „Sustainability Leader“ im Marktsektor Non-durable Household Products (kurzlebige Konsumgüter) des weltweiten „DJSI World“ und des europäischen „DJSI STOXX“.

Emissionen

Die von industriellen Anlagen, Kraftfahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, Haushaltsheizungen oder bei sonstigen technischen Vorgängen in die Atmosphäre gelangenden gasförmigen, flüssigen oder festen Stoffe. Den Kern von Henkels Nachhaltigkeitsstrategie bildet die Idee, Lebensqualität zu schaffen und gleichzeitig die mit der Wertschöpfung verbundenen Ressourcen und Emissionen zu verringern. 

Energieeffizienz

Verhältnis zwischen Nutzen und eingesetzter Energie. Als Hersteller kurzlebiger Verbraucherprodukte sowie industrieller Produkte und Technologien sind Henkels Aktivitäten nicht sehr energieintensiv. Der Hauptenergieverbrauch findet oft während der Anwendung der Produkte statt. Daher konzentriert sich Henkel neben der Steigerung der Energieeffizienz der Prozesse in den Betrieben vor allem auf die Schaffung eines Wettbewerbsvorteils durch energieeffizientere Produkte und Technologien.

Enquete-Kommissionen

Institution des Parlaments der Bundesrepublik Deutschland, die größere Sachkomplexe im Zusammenhang mit Wissenschaft und Praxis aufarbeitet.

Enzyme

Hochmolekulare Eiweißstoffe, die als Bio-Katalysatoren wirksam sind. Bestimmte Enzyme dienen in Waschmitteln zur Entfernung hartnäckiger Verschmutzungen, weil sie deren Abbau beschleunigen.

Erneuerbare Energien

Energien aus Quellen, die sich ständig erneuern oder nachwachsen. Hierzu zählen Sonnenenergie, Biomasse, Windenergie, Wasserkraft und Erdwärme. Beim Thema Klimaschutz liegt der Schwerpunkt von Henkel auf der effizienten Bereitstellung und Nutzung von Energie, um klimaschädigende Emissionen von vornherein zu vermeiden. Dennoch prüft Henkel regelmäßig, wo der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen zur Stromerzeugung beziehungsweise Wäremebereitstellung wirtschaftlich sinnvoll ist und einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten kann.

Faktor 3

Henkels langfristiger Anspruch für das Jahr 2030 und Kern der Nachhaltigkeitsstrategie. Innerhalb der nächsten 20 Jahre soll der Wert, der mit der Geschäftstätigkeit geschaffen wird im Verhältnis zum Fußabdruck, der durch die Produkte und Dienstleistungen hinterlassen wird, verdreifacht werden. Das Ziel, dreimal effizienter zu werden, wird vereinfacht „Faktor 3“ genannt. Dabei kann dieses Ziel auf verschiedenen Wegen erreicht werden: durch die Reduktion der eingesetzten Rohstoffe auf ein Drittel bei gleicher Leistung, oder durch die Verdreifachung des Werts bei konstantem Ressourcenverbrauch.

Fokusfelder

Sechs Handlungsfelder, welche die für Henkel relevanten Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung widerspiegeln: Leistung; Gesundheit und Sicherheit; Wasser und Abwasser; Materialien und Abfall; Energie und Klima; Gesellschaftlicher Fortschritt. In diesen Fokusfeldern treibt Henkel im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie mit seinen Produkten und Prozessen Fortschritte entlang der gesamten Wertschöpfungskette voran.

Fußabdruck

Abstrakte Größe zur Veranschaulichung des Ressourcenverbrauchs eines Individuums oder Kollektivs. Henkel unterscheidet zwischen dem ökologischen Fußabdruck und dem Verpackungs-Fußabdruck. Der ökologische Fußabdruck bezieht sich auf die Gesamtheit der Ressourcen, die das Unternehmen durch seine Produkte und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette verbraucht. Im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie hat sich Henkel das Ziel gesetzt, seinen ökologischen Fußabdruck um den Faktor 3 zu verbessern. Der Verpackungs-Fußabdruck legt die Menge der Verpackungsmaterialien dar, die das Unternehmen pro Jahr verbraucht. Unternehmensweites Ziel ist es, den Verpackungs-Fußabdruck kontinuierlich zu reduzieren, immer wenn dies ohne Qualitätseinbußen möglich ist. 

Georisiken

Alle Arten von Naturgefahren, die den Lebensraum des Menschen bedrohen können. Bei Henkel werden die Georisiken für das Unternehmen verstärkt diskutiert und die Analyse von Produktionsrisiken ist wesentlicher Bestandteil des konzernweiten Risikomanagements. Im Rahmen von Standortbegehungen werden Georisiken aufgrund lokaler geographischer Gegebenheiten bewertet, hierzu zählt zum Beispiel die Lage in Erdbeben- oder Hochwassergebieten.

Global Compact der Vereinten Nationen

Weltweite Initiative, die Unternehmen dazu aufruft, zehn Prinzipien aus den Bereichen Menschenrechten, Arbeitsnormen, Umweltschutz und Korruptionsbekämpfung umzusetzen. Mit mehr als 8 000 teilnehmenden Unternehmen ist er heute das weltweit größte und bedeutendste Netzwerk für unternehmerische Verantwortung. Henkel ist dem Global Compact im Jahr 2003 beigetreten.

Global Packaging Project (GPP)

Im Jahr 2010 initiiertes Projekt des „Consumer Goods Forum“. Ziel des Projekts ist die Definition von einheitlichen Bewertungsprozessen und Kennzahlen, mit denen Verpackungslösungen im Hinblick auf wirtschaftliche, ökologische und soziale Auswirkungen analysiert werden können. Henkel beteiligt sich seit 2010 aktiv an dem GPP.

Global Reporting Initiative (GRI)

Weltweite, unabhängige Initiative, die einen international anerkannten Rahmen für die  Nachhaltigkeitsberichterstattung von Organisationen entwickelt hat. Der GRI-Rahmen umfasst Standardleitfäden für alle Unternehmen sowie branchenspezifische Ergänzungen. Im Rahmen eines Pilotprojekts hat Henkel bereits im Jahr 1999 den Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der GRI evaluiert. Seitdem engagiert sich Henkel kontinuierlich im konstruktiven und kritischen Dialog mit der GRI, um die Qualität der Berichterstattung zu verbessern sowie die Praktikabilität des Leitfadens zu erhöhen.

International Labour Organization (ILO)

Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Hauptsitz in Genf. Die Arbeit der ILO konzentriert sich schwerpunktmäßig auf die Formulierung und Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialnormen, die soziale und faire Gestaltung der Globalisierung sowie die Schaffung von menschenwürdiger Arbeit als einer zentralen Voraussetzung für die Armutsbekämpfung. In den Organen der ILO sind die Mitgliedstaaten durch Repräsentanten sowohl von Regierungen, als auch von Arbeitnehmern und Arbeitgebern vertreten. Henkels Sozialstandards orientieren sich unter anderem an den Vorgaben der ILO.

ISO 14001

Weltweit gültiger Standard für das Umweltmanagement in Unternehmen. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige, bestellte Gutachter.

ISO 26000

Die ISO 26000 ist ein Leitfaden, der Orientierung und Empfehlungen zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung für Organisationen jeglicher Art gibt. Der Leitfaden wurde im November 2010 veröffentlicht und seine Anwendung ist freiwillig. Im Gegensatz zu anderen ISO Normen ist die ISO 26000 keine zertifizierbare Managementsystem-Norm wie ISO 9001 oder ISO 14001. Henkel hat die Anforderungen der ISO 26000 Anfang 2011 umfassend geprüft. Bis auf wenige Ausnahmen werden die Kriterien der ISO 26000 von den bestehenden Henkel Standards (Code of Conduct, SHE Standards, Social Standards, etc.) gut abgedeckt.

ISO 50001

Internationale Norm, die die Anforderungen an eine Organisation zur Einführung, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und Verbesserung eines Energiemanagementsystems beschreibt. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige, bestellte Gutachter.

ISO 9001

Internationale Norm, die ein durchgängiges, umfassendes Qualitätsmanagementsystem beschreibt, das alle Stufen eines Produkts von der Entwicklung über die Materialbeschaffung und die Produktion bis zur Auslieferung an die Kunden erfasst. Die Zertifizierung erfolgt durch unabhängige, bestellte Gutachter.

Kennzahlen

Konzernweit erhobene Zahlen, die die ökonomischen, ökologischen und sozialen Aspekte des Unternehmens beleuchten. Die Kennzahlen helfen Henkel dabei, Verbesserungsmöglichkeiten zu identifizieren, Maßnahmen zu steuern, die Zielerreichung zu kontrollieren und die Öffentlichkeit kompakt über Leistungen und Fortschritte zu informieren.

Klimaschutz

Maßnahmen, die die anthropogen verursachten Veränderungen des Klimas auf der Erde  abmildern oder verhindern sollen. Henkel hat im Rahmen seiner Nachhaltigkeitsstrategie „Energie & Klima“ als eines von sechs Fokusfeldern definiert und mit einem klaren Effizienzziel hinterlegt: weitere Reduktion des Energieverbrauchs pro Produktionseinheit um 15 Prozent bis 2015.

Kohlendioxid

Gasförmiges Verbrennungsprodukt aller kohlenstoffhaltigen Stoffe mit der Summenformel CO2. Durch die Nutzung fossiler Rohstoffe wie Kohle und Erdöl insbesondere zur Energie-Gewinnung und für den Kraftfahrzeug-Verkehr werden erhebliche Mengen an Kohlendioxid freigesetzt. Henkel ist kontinuierlich bestrebt, den Ausstoß von Kohlendioxid sowohl bei der Produktion als auch bei der Anwendung der Produkte kontinuierlich zu reduzieren.

Lebenszyklusanalysen

Ganzheitliche und strategieorientierte Produktpolitik, die den gesamten Lebenszyklus eines Produkts berücksichtigt: Entwicklung, Herstellung, Vertrieb, Anwendung, Wiederverwertung und Recycling. Henkel untersucht anhand von Lebenszyklusanalysen, wo in den verschiedenen Produktkategorien die größten Umweltauswirkungen anfallen. Auf der Basis der Ergebnisse werden Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, die zu einem insgesamt verbesserten Nachhaltigkeitsprofil der Produkte führen sollen.

Lösemittel

Substanzen, in denen andere Stoffe bis zu hoher Konzentration gelöst werden können. Hierunter werden vielfach nur die organischen Lösemittel verstanden, obwohl auch Wasser sehr häufig als Lösemittel verwendet wird. Lösemittel werden aufgrund möglicher negativer Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt oft kontrovers diskutiert. Henkel arbeitet daher seit langem daran, Lösemittel in den Rezepturen der Produkte zu ersetzen. Henkels Vision ist es, bis 2030 in allen Kontakt- und Montageklebern für Konsumenten komplett auf Lösemittel zu verzichten.

Materialität

Die für die Geschäftstätigkeit relevanten Themen im Bereich der Nachhaltigkeit. Zur Bestimmung der Materialität wird eine so genannte Materialitätsanalyse durchgeführt. Henkel steht dabei im kontinuierlichen Dialog mit der Fachöffentlichkeit, internationalen Rating-Agenturen und Analysten sowie der Wissenschaft.

Nachhaltigkeit

Henkel definiert Nachhaltigkeit gemäß der Vision 2050 des WBCSD: „Die Menschheit lebt gut, im Einklang mit den begrenzten Ressourcen der Erde“.

Nachhaltigkeitsstrategie 2030

Gemeinsam mit allen Unternehmensbereichen und externen Experten erarbeitete Unternehmensstrategie für die Nachhaltigkeitsaktivitäten von Henkel. Die Strategie adressiert eine der größten Herausforderungen der Zukunft: die notwendige Entkopplung von Wachstum und Ressourcenverbrauch. Im Mittelpunkt steht, mit weniger Ressourcen mehr zu erreichen und die Effizienz bis 2030 zu verdreifachen (siehe Faktor 3).

Nachhaltigkeitsziele

Konzernweit definierte Ziele im Hinblick auf Nachhaltigkeit. Henkel hat einen langfristigen Anspruch für das Jahr 2030 formuliert: Das Verhältnis zwischen dem Wert, der geschaffen wird, und dem ökologischen Fußabdruck soll um den Faktor 3 verbessert werden. Um dieses 20-Jahres-Ziel erreichen zu können, hat sich Henkel konkrete Zwischenziele für die nächsten fünf Jahre gesetzt. Dabei konzentriert sich das Unternehmen auf sechs Fokusfelder: Drei beziehen sich auf den Wert, der geschaffen wird und drei auf den ökologischen Fußabdruck. Insgesamt will Henkel das Verhältnis dieser beiden Dimensionen in den nächsten fünf Jahren um 30 Prozent verbessern (5 bis 6 Prozent pro Jahr).

Product Carbon Footprint (PCF)

Um die Bedeutung einzelner Produkte für den Klimaschutz zu messen, wird weltweit mit der Erhebung von sogenannten Kohlendioxid-Fußabdrücken von Produkten (englisch: Product Carbon Footprints) experimentiert. Im Gegensatz zu einer vollständigen Lebenszyklusanalyse werden hier nur die klimarelevanten Treibhausgasemissionen erfasst, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette des Produkts anfallen – also vom Bezug der Rohstoffe über Herstellung, Nutzung und Entsorgung. Allerdings gibt es noch keine standardisierte Methode, um den Kohlendioxid-Fußabdruck eines Produkts zu bestimmen. Als Projektpartner im „Product Carbon Footprint Projekt Deutschland“ haben wir die CO2-Bilanz verschiedener Henkel Produkte berechnet. Erfahrungen aus diesem Projekt haben wir auch in den DIN Arbeitskreis zur Entwicklung eines internationalen ISO Standards (ISO 14067) eingebracht.

Responsible Care® Verantwortliches Handeln

Eine weltweite Initiative der chemischen Industrie zur ständigen Verbesserung von Sicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz, unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben. Die chemische Industrie in mehr als 45 Ländern hat sich der Initiative angeschlossen. Henkel bekennt sich seit 1994 zu Responsible Care und ist in vielen Ländern aktives Responsible Care Mitglied.

Responsible Supply Chain Process

Fünfstufiger Prozess zur Verbesserung der Nachhaltigkeit in Henkels Lieferkette. Im Fokus stehen zwei wesentliche Herausforderungen: zum einen die Einhaltung der unternehmensweit definierten Nachhaltigkeitsstandards durch alle Lieferanten, zum anderen die gezielte Zusammenarbeit mit strategischen Lieferanten. Die fünf Stufen lauten Risikobewertung, Selbstbewertung, Analyse, Audit und Entwicklung.

Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO)

Auf Initiative des World Wide Fund For Nature (WWF) und interessierter Vertreter der Wirtschaft gegründete Organisation, die das Ziel hat, geeignete Wege für die nachhaltige Gewinnung von Palmöl zu finden und dem „Raubbau“ an Regenwäldern und der Vernichtung von Feuchtgebieten, insbesondere in Indonesien, entgegenzuwirken. Dabei handelte es sich zunächst um eine informelle Kooperation zwischen einzelnen Unternehmen, Wirtschaftsverbänden und dem WWF im Jahr 2002. Im August 2003 wurde der RSPO offiziell in Kuala Lumpur, Malaysia, gegründet. An diesem Treffen nahmen 200 Teilnehmer aus 16 Ländern teil – darunter auch Henkel. Sitz der Initiative ist Zürich, das Sekretariat befindet sich in Kuala Lumpur.

Der RSPO verfolgt das Ziel, die nachhaltige Herstellung von Palmöl zu fördern und den Raubbau an Regenwäldern zu verhindern. Beim 5. Runden Tisch (RT5) wurde der Ausbau eines Zertifizierungs- und Vermarktungsmodells für Palmöl aus nachhaltigem Anbau verabschiedet. Dabei war es ein zentrales Anliegen, dass das Zertifizierungsmodell flexibel ist und die unterschiedlichen Bedingungen berücksichtigt, unter denen Palmöl gewonnen, weiter verarbeitet und gehandelt wird. Nach deren Verabschiedung ist Henkel im April 2008 offiziell dem RSPO beigetreten. Henkel plant, die vollständige Ausrichtung des Produktportfolios auf nachhaltiges Palm- bzw. Palmkernöl bis 2015 abzuschließen.

SHE

Abkürzung für den englischen Sammelbegriff „Safety, Health, Environment“ – auf Deutsch: Sicherheit, Gesundheit, Umwelt. Das Kürzel SHE hat sich in den letzten Jahren als Sammelbegriff für den in Richtung Sicherheit und Gesundheitsschutz erweiterten Umweltschutzgedanken eingebürgert. Im Sprachgebrauch einiger Länder wird die Reihenfolge der Begriffe vertauscht. Dort werden die Abkürzungen "HSE" und "EHS" verwendet. Bei Henkel wurden bereits 1997 konzernweit verbindliche SHE Standards eingeführt.

Sozialstandards

Standards bei der Ausgestaltung von Arbeitsverträgen und für Arbeitnehmerrechte. Henkels 2006 eingeführte und 2010 aktualisierte Sozialstandards orientieren sich an den Vorgaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), dem Global Compact, den OECD-Richtlinien für multinationale Unternehmen sowie dem Social Accountability Standard (SA 8000).

Stakeholders

Anspruchsgruppen, deren Interessen mit denen des Unternehmens verbunden sind und mit denen Henkel einen kontinuierlichen Dialog pflegt. Sie umfassen neben Anteilseignern und Mitarbeitern auch Kunden, Lieferanten, Gläubiger, Anwohner, Behörden, Medienvertreter sowie Umwelt- und Verbraucherorganisationen.

Strategische Prinzipien

Drei Prinzipien, um die unternehmensweiten Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und Nachhaltigkeit in den Geschäftsprozessen voranzutreiben. Henkel hat seine Produkte, Partner und Mitarbeiter als strategische Prinzipien definiert.

Sustainability Council

Zentrales Entscheidungsgremium, das die globalen Nachhaltigkeitsaktivitäten von Henkel steuert und deren Umsetzung überwacht. Der Council koordiniert die globalen Aktivitäten in den operativen Unternehmensbereichen, den Konzern-Funktionen sowie den regionalen und nationalen Gesellschaften.

Sustainability Master

2011 entwickeltes Bewertungsmodell, das die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Kriterien der Henkel Produkte entlang der gesamten Wertschöpfungskette analysiert. Herzstück ist eine Matrix, in die pro Produktkategorie die sogenannten Hotspots (Felder, in denen standardmäßig die größten Umweltauswirkungen auftreten) übertragen werden. So kann die Nachhaltigkeitsbilanz zweier Produkte oder Prozesse verglichen und Verbesserungen sowie Verschlechterungen können transparent dargestellt werden.

Sustainable consumption

Nutzung von Gütern und Dienstleistungen, die die Bedürfnisse der Konsumenten befriedigt und gleichzeitig die Umwelt und Ressourcen schont. Henkel versteht Nachhaltigkeit als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und entwickelt Produkte, die den  Konsumenten ermöglichen, Ressourcen wie Energie und Wasser effizient einzusetzen. Gleichzeitig versucht Henkel durch vielfältige Informationen Einfluss auf ein verantwortungsvolles Verhalten während der Produktanwendung zu nehmen.

Sustainable Development (Nachhaltige Entwicklung)

1987 von der UN-Kommission für Umwelt und Entwicklung entwickeltes und 1992 auf der Rio -Konferenz für Umwelt und Entwicklung verabschiedetes Leitbild für eine langfristig zukunftsfähige Gesellschaft. Es verlangt ökonomische, ökologische und soziale Ziele derart in Einklang zu bringen, dass die heute auf der Erde lebenden Menschen ihre Bedürfnisse befriedigen können ohne die Entwicklungsoptionen zukünftiger Generationen unangemessen zu beeinträchtigen. Henkel bekennt sich seit 1991 zum Leitbild der Nachhaltigen Entwicklung (Unterzeichnung der Business Charter for Sustainable Development der internationalen Handelskammer).

Wertschöpfungskette

Gesamtheit aller Stufen der Produktion und Verbreitung eines Produktes von der Rohstoffgewinnung bis zur Entsorgung. Für Henkel bedeutet nachhaltiges Wirtschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette verantwortlich zu handeln. Daher analysieren und bewerten Fachleute den gesamten Lebensweg der Produkte.

Wertschöpfungsrechnung

Erläuterung des innerhalb einer Periode geschaffenen betrieblichen Wertzuwachses sowie dessen Verteilung. Die Wertschöpfungsrechnung von Henkel zeigt, dass große Teile des erwirtschafteten Umsatzes zurück in die globale Volkswirtschaft fließen. Der größte Teil geht dabei an die Mitarbeiter in Form von Gehältern und Vorsorgeleistungen.

World Business Council for Sustainable Development (WBCSD)

Eine von Unternehmensvorständen geführte weltweite Organisation, die sich für nachhaltige Entwicklung einsetzt. Der WBCSD bietet Unternehmen eine Plattform um Erfahrungen auszutauschen und Unternehmenspositionen in Zusammenarbeit mit Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und internationalen Organisationen vertreten können. Henkel gehört zu den Gründungsmitgliedern des WBCSD.