29.04.2022  Düsseldorf

Henkel veröffentlicht Umsatzentwicklung im ersten Quartal auf Basis vorläufiger Zahlen

Henkel erzielt deutliches organisches Umsatzwachstum im ersten Quartal und aktualisiert die Jahresprognose für 2022

  • Konzernumsatz legt organisch um +7,1 Prozent auf rund 5,3 Mrd. Euro zu
    • Adhesive Technologies: zweistelliges organisches Wachstum von +10,7 Prozent
    • Beauty Care: leichter organischer Rückgang von -1,2 Prozent
    • Laundry & Home Care: sehr starkes organisches Wachstum von +4,9 Prozent
  • Prognose für 2022 aktualisiert – außerordentlich stark steigende Kosten für direkte Materialien & Logistik und signifikante Auswirkungen aus der Aufgabe der Geschäftsaktivitäten in Russland sowie in Belarus erwartet
    • Organisches Umsatzwachstum: +3,5 bis +5,5 Prozent
    • Bereinigte Umsatzrendite (EBIT-Marge)*: zwischen 9,0 und 11,0 Prozent
    • Bereinigtes Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS)* bei konstanten Wechselkursen: Rückgang in der Bandbreite von -35 bis -15 Prozent

Henkel hat im ersten Quartal auf Basis vorläufiger Zahlen einen Gesamtumsatz von rund 5,3 Milliarden Euro erzielt. Das entspricht einem deutlichen organischen Umsatzwachstum von +7,1 Prozent gegenüber der durchschnittlichen Markterwartung von +4,3 Prozent. Der Zuwachs war vor allem durch eine sehr starke Preisentwicklung getrieben bei gleichzeitig leicht rückläufigem Volumen.

Das Umsatzwachstum war vor allem durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologies getragen, der nach den vorläufigen Zahlen im ersten Quartal ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum von +10,7 Prozent erreicht hat. Hier konnten über alle Geschäftsfelder hinweg Zuwächse erzielt werden. 

Der Unternehmensbereich Beauty Care verzeichnete auf Basis vorläufiger Zahlen eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung von -1,2 Prozent. Dabei erzielte das Friseurgeschäft ein zweistelliges organisches Umsatzwachstum. Das Konsumentengeschäft lag insbesondere aufgrund der Umsetzung der für 2022 angekündigten Portfoliomaßnahmen wie erwartet unter dem Niveau des Vorjahres.

Der Unternehmensbereich Laundry & Home Care erzielte nach den vorläufigen Zahlen eine sehr starke organische Umsatzsteigerung von +4,9 Prozent, die durch ein deutliches Wachstum im Geschäftsfeld Waschmittel getragen wurde. Das Geschäftsfeld Reinigungsmittel verzeichnete dagegen im ersten Quartal eine leicht rückläufige organische Umsatzentwicklung.

„Ungeachtet der insgesamt sehr guten Umsatzentwicklung von Henkel im ersten Quartal hat sich das gesamtwirtschaftliche Umfeld seit Anfang des Jahres weiter dramatisch verschlechtert. Die Auswirkungen der globalen COVID-Krise mit einer außerordentlich angespannten Situation an den Rohstoffmärkten und in den globalen Lieferketten haben sich durch den Krieg in der Ukraine deutlich verschärft. So haben sich die Preise für Materialien und Logistik noch einmal signifikant erhöht. Zudem haben wir uns vor dem Hintergrund der Entwicklungen des Krieges in der Ukraine Mitte April dazu entschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Russland aufzugeben. Darüber hinaus haben wir beschlossen, unsere Geschäftsaktivitäten in Belarus einzustellen. Hiervon betroffen sind ein Jahresumsatz von insgesamt rund 1 Milliarde Euro und mehr als 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, sagte Carsten Knobel, Vorsitzender des Vorstandes von Henkel. 

„Vor dem Hintergrund dieser Entwicklungen erwarten wir nun für den weiteren Jahresverlauf eine deutlich höhere Belastung unserer Ergebnisgrößen als noch zum Anfang des Jahres. Daher haben wir unsere Jahresprognose entsprechend aktualisiert“, erläuterte Carsten Knobel weiter. Bei den Materialpreisen geht Henkel im Gesamtjahr nun von einem Anstieg im mittleren Zwanzig-Prozent-Bereich gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2021 aus. Zuvor war mit einem Anstieg im niedrigen Zehn-Prozent-Bereich gerechnet worden. „Das sind zusätzliche Belastungen für das Gesamtjahr in Höhe von rund zwei Milliarden Euro. Doppelt so viel wie wir noch Ende Januar angenommen hatten. Solche Dimensionen haben wir noch nicht erlebt. Diesen Entwicklungen begegnen wir mit gezielten Gegenmaßnahmen, insbesondere weiteren Preiserhöhungen und Effizienzsteigerungen.“

Henkel erwartet nun auf Konzernebene im Geschäftsjahr 2022 ein organisches Umsatzwachstum von +3,5 bis +5,5 Prozent (vorher: +2,0 bis +4,0 Prozent). Die insgesamt höhere Umsatzerwartung ist getragen durch den Unternehmensbereich Adhesive Technologies. Hier geht Henkel nun von einem organischen Umsatzwachstum in der Bandbreite von +8,0 bis +10,0 Prozent aus (vorher: +5,0 bis +7,0 Prozent), vor allem begründet durch die Weitergabe gestiegener Rohstoff- und Logistikkosten in Form höherer Preise. Für die Unternehmensbereiche Beauty Care und Laundry & Home Care bleiben die Erwartungen für das organische Umsatzwachstum unverändert. Für Beauty Care wird eine organische Umsatzentwicklung von -5,0 bis -3,0 Prozent erwartet. Dabei ist der Rückgang wie angekündigt im Wesentlichen bedingt durch bereits entschiedene und in Umsetzung befindliche Maßnahmen zur Verbesserung des Portfolios, einschließlich der Einstellung von Aktivitäten, die nicht zum künftigen Kerngeschäft gehören werden. Für Laundry & Home Care geht Henkel weiterhin von einem organischen Umsatzwachstum in der Bandbreite von +2,0 bis +4,0 Prozent aus. Vor dem Hintergrund der Entscheidung, die Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus nicht fortzuführen, werden diese Länder ab dem zweiten Quartal aus dem organischen Umsatzwachstum von Henkel exkludiert.

Neben den Auswirkungen aus der Aufgabe von Geschäftsaktivitäten in Russland und Belarus belasten drastisch steigende Preise für direkte Materialien und Logistik, die in diesem Geschäftsjahr nicht vollständig kompensiert werden können, die Ergebnisentwicklung stärker als bislang erwartet. 

Für den Henkel-Konzern wird nun von einer geringeren bereinigten Umsatzrendite (EBIT-Marge) in der Bandbreite von 9,0 bis 11,0 Prozent (vorher: 11,5 bis 13,5 Prozent) ausgegangen. Für den Unternehmensbereich Adhesive Technologies erwartet Henkel eine bereinigte Umsatzrendite in der Bandbreite von 13,0 bis 15,0 Prozent (vorher: 15,0 bis 17,0 Prozent), für Beauty Care in der Bandbreite von 5,0 bis 7,0 Prozent (vorher: 7,5 bis 10,0 Prozent) und für Laundry & Home Care in einer Bandbreite von 7,0 bis 9,0 Prozent (vorher: 10,5 bis 13,0 Prozent). 

Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) bei konstanten Wechselkursen erwartet Henkel nun einen Rückgang in der Bandbreite von -35 bis -15 Prozent (vorher: -15 bis +5 Prozent).

Diese neue Prognose beruht auf der Annahme, dass sich die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine nicht wesentlich verschärfen werden und es nicht aufgrund der COVID-19-Pandemie zu neuen weitreichenden Geschäfts- und Produktionsschließungen in Industrie und Handel kommen wird. 

„Trotz der außergewöhnlich schwierigen Rahmenbedingungen verfolgen wir eine klare Strategie für ganzheitliches Wachstum. Mit unserem Adhesive Technologies-Geschäft sind wir weltweit führend und bieten innovative Lösungen in vielen wichtigen Industrien – mit einem klaren Fokus auf Zukunftstrends wie Mobilität, Vernetzung und Nachhaltigkeit. Und durch den Zusammenschluss der Konsumentengeschäfte Laundry & Home Care und Beauty Care zu Henkel Consumer Brands schaffen wir eine Multi-Kategorie-Plattform mit rund 10 Mrd. Euro Umsatz. Unser künftiges Consumer Brands-Geschäft soll bis spätestens Anfang 2023 etabliert sein und bietet ein breiteres Fundament, um unser Portfolio noch konsequenter zu optimieren und auf ein höheres Wachstums- und Margenprofil zu entwickeln“, sagte Carsten Knobel.

Henkel wird am 5. Mai 2022 die Mitteilung über das erste Quartal 2022 veröffentlichen und wie angekündigt weitergehende Informationen zum Integrationsprozess der beiden Unternehmensbereiche sowie zu den geplanten Portfoliomaßnahmen, einschließlich zu den erwartenden Synergien und Restrukturierungsaufwendungen, bekannt geben.


* Bereinigt um einmalige Aufwendungen und Erträge sowie Restrukturierungsaufwendungen.


Dieses Dokument enthält Aussagen, die sich auf unseren künftigen Geschäftsverlauf und künftige finanzielle Leistungen sowie auf künftige Henkel betreffende Vorgänge oder Entwicklungen beziehen und zukunftsgerichtete Aussagen darstellen können. Mit der Verwendung von Worten wie erwarten, beabsichtigen, planen, vorhersehen, davon ausgehen, glauben, schätzen und ähnlichen Formulierungen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. Solche Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung der Henkel AG & Co. KGaA. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der Henkel AG & Co. KGaA und ihren Verbundenen Unternehmen tatsächlich erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher (sowohl negativ als auch positiv) wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs von Henkel und können nicht präzise vorausgeschätzt werden, zum Beispiel das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt Henkel hierzu eine gesonderte Verpflichtung. 

Dieses Dokument enthält – in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte – ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Henkel sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Dieses Dokument wurde nur zu Informationszwecken erstellt und stellt somit weder eine Anlageberatung noch ein Angebot zum Verkauf oder eine Aufforderung zum Kauf von Wertpapieren irgendwelcher Art dar. 
 

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