Entdecken Sie die Marken und Technologien unserer Unternehmensbereiche Henkel Adhesive Technologies und Henkel Consumer Brands.
Der Duft frisch gewaschener Wäsche – zu Beginn des 20. Jahrhundert war das noch das Ergebnis stundenlanger, mühsamer Arbeit. Die Wäsche musste gerieben, geschwenkt und gewalkt werden, bis sie sauber war. Als 1907 Persil auf den Markt kam, veränderte es das Waschen grundlegend. Eine kleine Revolution im Haushalt: Als erstes selbsttätiges Waschmittel ersparte es die zeitintensive körperliche Arbeit. Was damals in den Haushalten ankam, war mehr als eine neue Formel: Es war ein Stück Zukunft. Ein Mittel, das für Entlastung stand, für Fortschritt im Alltag und für das Versprechen, dass Innovation direkt im Leben der Menschen spürbar wird.
Langlebige Marken erfinden die Zukunft – und schaffen gleichzeitig Verlässlichkeit im Hier und Jetzt. Dieses Versprechen begleitet Persil seit der Markteinführung. Denn eine Marke bleibt nur lebendig, wenn sie sich immer wieder neu erfindet. 1959 erschien mit Persil 59 das erste vollsynthetische Waschmittel der Marke – und das Waschmittel erhielt erstmals einen ganzen eigenen Duft, der mit den Jahrzehnten immer weiterentwickelt wurde. 1968 folgten Enzyme, die Flecken gewissermaßen biologisch zerlegten. Und 1986 brachte Persil eines der ersten phosphatfreien Waschmittel auf den Markt – ein Signal, dass Innovation auch Verantwortung bedeuten kann.
TIEFENREIN NEU ERLEBEN.
AUS WASCHEN WIRD WOHLFÜHLEN.
Waschen effizienter gestalten – das ist das Ziel von Persil seit fast 120 Jahren. Um den sich wandelnden Bedürfnissen der Verbraucher:innen gerecht zu werden, treffen so bei Persil Tradition und modernste Forschung aufeinander. Genau diese Verbindung zeigt sich auch in der Kommunikation: „Wir haben vor Kurzem unsere ikonische Werbefigur, die Weiße Dame aus dem Jahr 1922, in unserer ersten KI-generierten Werbung wiederbelebt“, erzählt Jan Kruse, Global Category Director Laundry bei Henkel. „Neu – und doch voller Geschichte.“ Damit Innovationen erfolgreich entstehen und umgesetzt werden können, braucht es auch eine Umgebung, die dafür die richtige Grundlage bietet. „Die Bedürfnisse unserer Kund:innen verstehen, Trends mitzugestalten und Lösungen zu entwickeln, die den Alltag leichter machen, ist seit jeher unsere Motivation“, sagt Jan. „Neues auszuprobieren und Wandel aktiv voranzutreiben, ist dabei tief in unserer Unternehmenskultur verankert. Das hat einen riesigen Einfluss auf den langfristigen Erfolg von Persil – und auch von Henkel.“
Tiefenreine Wäsche ist mehr als ein Ergebnis – sie schafft ein Gefühl von Frische, Leichtigkeit und neuer Energie. Ein Gefühl, das Menschen dabei unterstützt, positiv in den Tag zu starten und bereit zu sein für alles, was kommt.
Jan Kruse, Global Category Director Laundry bei Henkel
Auch nach den vielen großen Innovationssprüngen in der Geschichte von Persil gelingt es der Marke, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln – eine Fähigkeit, die sie bis heute stark macht, sagt Jan. „Unsere Stabilität und Stärke bauen auf Jahrzehnten von Innovationskraft auf. Persil hat es immer wieder geschafft, sich zu erneuern. Der Werbespruch ‚Persil bleibt Persil – weil Persil nicht Persil bleibt‘ gilt bis heute: Persil steht für Fortschritt.“ Dieses Prinzip prägt auch die aktuelle Transformation: Mit der neuen Markenkommunikation startet Persil in eine neue Ära – es geht nicht mehr nur um das reine Produktergebnis, sondern auch darum, wie es Konsument:innen darin bestärkt, selbstbewusst ihren Tag anzugehen. Gleichzeitig arbeiten die Teams an den Waschmitteln der Zukunft: Produkten, die konsequent weiterentwickelt wurden und Verbraucher:innen künftig durch neue Innovationen und fortschrittliche Technologien noch besser unterstützen sollen – sowohl durch starke Waschleistung als auch durch das Gefühl, das tiefenreine und frische Kleidung auslöst.
Ein wichtiger Innovationstreiber heute ist besonders das Thema Nachhaltigkeit – das beginnt bereits bei der Verpackung. „Es ist uns als Unternehmen wichtig, zukunftsweisende und nachhaltigere Produkte zu entwickeln“, sagt Carsten Bertram, Head of Packaging Sustainability für Consumer Brands bei Henkel. „Natürlich hören wir genau hin, was Handel und Konsument:innen sich wünschen. Aber genauso stark ist der eigene Anspruch unserer Teams, aktiv zum Thema Nachhaltigkeit beizutragen.“ Daher sind auch die typischen, halb-durchsichtigen Flaschen nach und nach aus den Regalen verschwunden – eine der sichtbarsten Veränderungen. „Wir haben von Polypropylen auf Polyethylen hoher Dichte (HDPE) umgestellt. Dieses Material enthält einen höheren Anteil an recyceltem Kunststoff und lässt sich in der Praxis deutlich häufiger recyceln.“ Für Henkel war das ein bewusster Schritt, sagt Carsten: „Über Jahre gehörte es zur Markenidentität, dass man die farbige Flüssigkeit durch die Verpackung sehen konnte. Um unsere Produkte nachhaltiger zu gestalten, haben wir diesen vertrauten Markenauftritt verändert. Das war mutig – aber richtig.“
Es ist uns als Unternehmen wichtig, zukunftsweisende und nachhaltigere Produkte zu entwickeln. Natürlich hören wir genau hin, was Handel und Konsument:innen sich wünschen. Aber genauso stark ist der eigene Anspruch unserer Teams, aktiv zum Thema Nachhaltigkeit beizutragen.
Carsten Bertram, Head of Packaging Sustainability für Consumer Brands bei Henkel
Auch mit weiteren, weniger offensichtlicheren Veränderungen arbeitet das Team hinter der Marke daran, Persil stetig nachhaltiger zu machen – manchmal sind es nur kleine technische Änderungen, kaum sichtbar für die Verbraucher:innen. So sorgt beispielsweise ein zusätzlicher Dichtring für mehr Stabilität und Transportschutz: Sollte eine Flasche herunterfallen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie ausläuft, viel geringer und das Produkt kann weiterverwendet werden. Ebenso wurde das Etikettenmaterial von Papier auf Kunststoffetiketten umgestellt. „Jetzt bestehen Flaschen und Etiketten aus dem gleichen Kunststofftyp und sind damit deutlich recyclingfreundlicher“, sagt Carsten. „Papieretiketten bereiten – je nach Recylinganlage – manchmal Probleme. Und falls mal eine Flasche falsch etikettiert wurde, kann man ein Kunststoffetikett sauber abziehen, ein Papieretikett nicht.“
Auch für das Produkt selbst werden kontinuierlich nachhaltigere Lösungen entwickelt. „Über die Jahrzehnte haben wir Tenside und Bleichmittel Schritt für Schritt durch hochwirksame Enzyme ergänzt, die gezielt bestimmte Flecken angehen. Protease war eines der ersten Enzyme, um proteinbasierte Verschmutzungen zu lösen – heute arbeiten in Persil neun unterschiedliche Enzyme zusammen und das Produkt ist komplett phosphatfrei“, erklärt Antje Gebert, Head of R&D Future of Liquids bei Henkel. Viele dieser Verbesserungen passieren leise im Hintergrund: „So haben wir beispielsweise Emissionen im Transport durch kompaktere Formate und optimiertere Logistik reduziert. Oder Tenside, die einen großen Anteil des Waschmittels ausmachen, haben wir in Zusammenarbeit mit BASF nach und nach durch das Biomassenbilanz-Verfahren ersetzt, bei dem wir zunehmend nachwachsende Rohstoffe in bestehenden Produktionsprozessen einsetzen, um den CO₂-Fußabdruck zu verringern.“
Eine Zeitreise durch die Geschichte von Persil
Revolution in der Waschküche
Die Markteinführung von Persil als eines der ersten selbsttätigen Waschmittel revolutioniert das Wäschewaschen und macht Henkel zum Waschmittel-Marktführer in Deutschland.
Die Geburt einer Werbeikone
Mit der Weißen Dame wird 1922 vom Berliner Künstler Kurt Heiligenstaedt die bis heute berühmteste Werbefigur von Henkel geschaffen. Sie bleibt bis in die 1960er Jahre die zentrale Werbefigur von Persil – zu sehen in Zeitschriften, auf Blechschildern, Plakaten, Hausgiebeln und Straßenuhren.
Erster Werbespot im Deutschen Fernsehen
Im November 1956 wird im Bayerischen Rundfunk der erste deutsche TV-Reklamespot mit bekannten Kömodienstars ausgestrahlt. In der Hauptrolle: Persil.
Fortschritt für die Umwelt
Schon seit den 1950er und 1960er Jahren forscht Henkel an biologisch abbaubaren Tensiden und Austauschstoffen für Phosphate, um die Umwelt weniger zu belasten. 1986 kam dann das erste phosphatfreie Waschmittel auf den Markt.
Perlen statt Pulver
Nach fünf Jahren intensiver Forschung bringt eine vollständig neue Produktionstechnik einen weiteren Durchbruch – und eine neue Waschmittelgeneration: Die Persil Megaperls verfügen nicht nur über eine bessere Waschleistung, sondern können gleichzeitig deutlich geringer dosiert werden. In ganz Europa wird die Technologie zum Patent angemeldet.
Meilenstein in der Forschung und Entwicklung
Mit den Persil Mega-Caps ist es erstmals möglich, flüssiges Waschmittel vordosiert direkt in die Trommel zu geben.
Die nächste Generation von Reinheit
Durch die neue Tiefenrein-Technologie gelingt es, selbst wochenalte und besonders hartnäckige Flecken zuverlässig zu entfernen. Seit 2025 sorgt eine Weiterentwicklung der Technologie mit einem neuen innovativen Enzym dafür, dass die haftende Bio‑Schmutzschicht sogar noch effektiver gelöst wird. So werden selbst tiefsitzende Rückstände aus den Fasern freigesetzt – und die Wäsche erhält bis zu fünfmal mehr Leuchtkraft.
Erster KI-generierter Werbespot
Im ersten KI-generierten Werbespot von Persil erweckt die Marke die Weiße Dame wieder zum Leben – und zeigt, wie Persil Tradition und Innovation nahtlos verbindet.
Eine neue Ära der
Markenkommunikation
Die neue Kampagne markiert den Beginn eines neuen Kapitels in der Markenkommunikation von Persil. Sie zeigt, was die Marke antreibt: den Alltag der Menschen nicht nur zu erleichtern, sondern ihnen auch das Gefühl zu geben, sich frisch und wohl in ihrer Kleidung zu fühlen – und damit bereit und zuversichtlich in das zu gehen, was der Tag für sie bereithält.
Jan und sein Team haben stets die langfristige Perspektive im Blick. Sie arbeiten eng zusammen mit dem Research-and-Development-Team von Antje. Gemeinsam entwickeln sie als „Future of Laundry“-Team das Waschmittel der Zukunft. „Wir beschäftigen uns mit Fragen wie: Welche neuen Textilien kommen auf den Markt, welche Fleckenarten werden relevanter, wie verändern sich Wasserverbrauch, Waschmaschinen, Rohstoffe oder Regularien?“, erklärt Antje.
Der Ausgangspunkt für alle Weiterentwicklungen ist für Jan und sein Team immer: Was brauchen die Konsument:innen? Persil ist in über 50 Ländern vertreten. Und jede Region hat unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse. „Nordamerikanische Waschmaschinen sind beispielsweise riesig und verbrauchen meist mehr Wasser“, sagt Jan. „Dort kommt auch fast alles in den Trockner, während in anderen Regionen aufgrund des Klimas viel draußen getrocknet wird. Auf all das muss das Waschmittel abgestimmt werden.“ Um diese Bedürfnisse zu verstehen, setzt Persil auf kontinuierliche Verbraucherforschung: nicht nur durch Trendauswertungen, sondern auch im ganz direkten Austausch. Besonders wichtig sind dabei sogenannte „Blind Consumer Use Tests". Dabei testen Verbraucher:innen bei externen Instituten oder in den henkeleigenen Konsumentenforschungszentren „Bright Ideas“ Waschmittel, ohne zu wissen, welche Marke sie bewerten. „Genauso wichtig wie die Bewertung ist unser Blick darauf, wie sie mit dem Waschmittel umgehen. Wir beobachten, wie sie es dosieren, wie sie das Produkt greifen, wie sie mit den verschiedenen Darreichungsformen umgehen. Manchmal geht es dabei nur um Nuancen – aber das sind für uns wichtige Ansätze für Weiterentwicklungen und Innovationen,“ erklärt Antje.
Waschen ist eine Alltagsaufgabe, aber dahinter steckt so viel Wissenschaft – und genau das macht es für mich so spannend. Dass ich mit wissenschaftlichen Ansätzen daran arbeiten kann, wie ich solche Alltagsprobleme löse.
Antje Gebert, Head of R&D Future of Liquids bei Henkel
Antje beschreibt dabei ihre Arbeit so: „Wir übersetzen das jeweilige Problem, das ein Konsument oder eine Konsumentin lösen möchte, in eine chemische Aufgabe und spalten diese weiter auf in kleine Unteraufgaben, die wir dann der Reihe nach lösen. Ich bin ja selbst auch Verbraucherin und kenne mitunter die gleichen Herausforderungen – zum Beispiel: Wie bekomme ich Deoflecken unter den Armen weg? Auf solche Alltagsprobleme versuchen wir Lösungen zu finden. Oder: Wie verhindere ich, dass meine Textilien mit der Zeit grau werden? Das testen wir gerade mit neuen Technologien. Bestimmte Rohstoffe wie zum Beispiel Enzyme können den Schmutzfilm aufweichen und damit dazu beitragen, dass wir ihn auch schon bei niedrigeren Temperaturen abwaschen können.“ Die promovierte Chemikerin erklärt: „Waschen ist eine Alltagsaufgabe, aber dahinter steckt so viel Wissenschaft – und genau das macht es für mich so spannend. Dass ich mit wissenschaftlichen Ansätzen daran arbeiten kann, wie ich solche Alltagsprobleme löse.“
Für Jan ist klar: Innovationen sind für Persil niemals Selbstzweck. „Am Ende muss immer das beste Produkt entstehen. Und das gelingt, wenn wir langfristig und verbraucherorientiert arbeiten. Denn tiefenreine Wäsche ist mehr als ein Ergebnis – sie schafft ein Gefühl von Frische, Leichtigkeit und neuer Energie. Ein Gefühl, das Menschen dabei unterstützt, positiv in den Tag zu starten und bereit zu sein für alles, was kommt.“
INNOVATION
WANDEL VERSTEHEN, ZUKUNFT GESTALTEN
Jede Innovation beginnt mit einer außergewöhnlichen Idee. Doch eine Idee ist nur der erste Schritt. Für einen Innovationssprung braucht es mehr. Es braucht eine Idee, die begeistert – den Markt, die Konsument:innen oder unsere Kunden. Der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum und Wohlstand sind innovative Produkte und Technologien, die dabei helfen, Herausforderungen zu bewältigen, Veränderungen herbeizuführen und Visionen zu erreichen.
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Unsere globale F&E-Infrastruktur unterstützt die enge Zusammenarbeit mit unseren Kunden:innen und Verbraucher:innen. Sie ist die Basis um Innovationen zu fördern, technologische Fortschritte voranzutreiben und die Zukunft relevanter Branchen zu gestalten. Unsere Innovationszentren dienen als Knotenpunkte für Spitzenforschung und bündeln vielfältiges Fachwissen, um komplexe Herausforderungen zu bewältigen. Die Zusammenarbeit zwischen globalen F&E-Zentren und lokalen Institutionen ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, um innovative maßgeschneiderte Lösungen und zielgerichtete Produkte für unsere Kunden und Verbraucher zu entwickeln.
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