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Es riecht nach Waschmittel, während an den Experimentiertischen Kinder in weißen Kitteln stehen, sich über Stofflappen beugen und diskutieren, welche Flecken die Tenside am besten auswaschen – als seien sie schon längst Teil der großen Forschungswelt. Genau das ist die Idee: In der Forscherwelt von Henkel in Düsseldorf experimentieren Grundschulkinder wie kleine Wissenschaftler:innen. Die Inhalte, die die Bildungsinitiative behandelt, kommen aus der eigenen Henkel-Forschung und werden mit Fachdidaktiker:innen altersgerecht aufbereitet. So können bereits Acht- bis Zehnjährige die Naturwissenschaften für sich entdecken und erfahren, wie viel davon im Alltag steckt – zum Beispiel in den Klebstoffen, mit denen sie basteln, in den Waschmitteln, die ihre Kleidung wieder strahlen lassen oder in den Haarpflegeprodukten, die bei ihnen zuhause in der Dusche stehen. Hier entdecken die Kinder nicht nur, wie Experimente funktionieren. Sie erleben, wie Wissenschaft sich anfühlt.
Die Forscherwelt selbst ist kein klassisches Labor, sondern eine kreative Lernlandschaft: Von der Decke schweben große blaue Tropfenformen, zwischen den Experimentierstationen windet sich ein gelber „Sonnenwurm“ aus Sitzhockern. In der Mitte erhebt sich ein kleiner Hügel, der „Berg des Wissens“, auf dem Ergebnisse diskutiert werden. Es ist eine eigens für Kinder gebaute Welt, in der sie experimentieren, entdecken, diskutieren – und für ein paar Stunden so arbeiten wie die Wissenschaftler:innen von morgen.
Die Kurse sind ziemlich intensiv. Die Kinder nehmen neues Wissen auf, setzen es in Experimenten um und lernen: Ich kann das. Ich kann ein Problem selbstständig lösen. Und wenn sie das einmal erfahren haben, trauen sie sich auch ganz andere Herausforderungen zu.
Dr. Ute Krupp, Head of Education Relations bei Henkel
„Ich werde niemals vergessen, wie sich hier die Tür öffnete und die ersten 24 Kinder hereinkamen“, sagt Dr. Ute Krupp, Leiterin der Forscherwelt bei Henkel. „Das war pure Freude.“ Als Head of Education Relations sind naturwissenschaftlichen Bildungsthemen Kern ihrer Arbeit bei Henkel. Die Forscherwelt ist ihr wichtigstes Projekt – und zugleich eine ihrer Leidenschaften. „Anfangs war es nur als Kursangebot für die Kinder unserer Mitarbeitenden gedacht“, erinnert sie sich. „Im April 2011 haben wir die erste Gruppe begrüßt – und in dem Moment wurde aus vielen Monaten Vorbereitung endlich Wirklichkeit.“ Was vor 15 Jahren startete, ist mittlerweile zu einem zentralen Bestandteil des globalen Engagements von Henkel für Bildung, Inklusion und Nachhaltigkeit geworden. Bis heute hat die Forscherwelt weltweit mehr als 130.000 Kinder in über 20 Ländern im Präsenzunterricht oder digital auf spielerische Weise an die Naturwissenschaften herangeführt. „Unter dem Motto ‚Kleine forschen wie die Großen‘ möchten wir bei Kindern schon früh ihre Neugier für Naturwissenschaften wecken“, sagt Ute. „Wir möchten ihnen einen authentischen Einblick geben, wie sie als Forscher oder als Forscherin ein wissenschaftliches Problem angehen und durch Experimentieren Antworten finden. Dadurch, dass sie es erleben und selbst tun, merken sie, was zum Forschen dazu gehört und wie es funktioniert.“
NEUGIER ENTFACHEN.
AUS LERNEN WIRD LEIDENSCHAFT.
In der Forscherwelt lernen die Kinder Fragen zu stellen, zu beobachten, Hypothesen zu entwickeln, zu testen, zu analysieren und am Ende ihre Ergebnisse zu präsentieren. Hier wird Wissenschaft zu einer greifbaren Erfahrung – etwas, das man anfassen, ausprobieren, hinterfragen kann. Und nebenbei wachsen zentrale Kompetenzen wie kritisches Denken, Teamarbeit, Lösungsorientierung – Fähigkeiten, die weit über die Experimentierstationen hinausreichen.
Die Inhalte der Kurse sind nah an der Lebenswelt der Kinder und orientieren sich viel an Bereichen, die Henkel selbst prägen: Kleben, Waschen & Reinigen und Haarpflege. Die jungen Forschenden lernen beispielsweise, wie Klebstoffe entstehen, wie Waschmittel wirken, wie Düfte entwickelt, Verpackungen gestaltet und Rohstoffe nachhaltig eingesetzt werden. Die Experimente machen naturwissenschaftliche Methoden anhand von Alltagsbeispielen verständlich.
Das Ziel: Neugier und Entdeckergeist sollen früh wachsen dürfen, damit Kinder ihre Welt besser verstehen und lernen, dass sie sie aktiv mitgestalten können. „Forschen bedeutet letzten Endes, kreativ zu sein, Geduld und Ausdauer zu haben, und vor allem: mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten,“ beschreibt Ute.
Die Kinder, sagt Ute, lernen dabei fürs Leben: „Die Kurse sind ziemlich intensiv. Die Kinder nehmen neues Wissen auf, setzen es in Experimenten um und lernen: Ich kann das. Ich kann ein Problem selbstständig lösen.“ Für viele ist das ein Moment, in dem aus Unsicherheit Neugier wird und aus Neugier Mut. „Und wenn sie das einmal erfahren haben, trauen sie sich auch ganz andere Herausforderungen zu.“
Ein besonderer Fokus liegt auf dem Thema Nachhaltigkeit: Die Kinder erkunden, warum Ressourcen begrenzt sind, wie Energie effizient genutzt werden kann, was Recycling bedeutet und wie erneuerbare Rohstoffe unser Leben verändern. So lernen Kinder nicht nur naturwissenschaftliche Grundlagen, sondern entwickeln gleichzeitig ein Bewusstsein für ökologische Zusammenhänge, das sie mit nach Hause nehmen: in ihre Familien, in ihre Klassenzimmer, in ihren Alltag.
Die Schülerinnen und Schüler erleben dabei, dass Experimente nicht immer gleich verlaufen – und dass das völlig in Ordnung ist. Unterschiedliche Ergebnisse zu entdecken gehört zum Lernprozess.
Daria Kuźnik, Corporate Communications Managerin bei Henkel in Polen
Seit 2014 entfacht die Forscherwelt Begeisterung für die Naturwissenschaften auch rund um die Welt – ob in Nord‑ und Südamerika, Europa, Afrika oder Asien. An Standorten wie Stamford (USA), Istanbul (Türkei), Dubai (VAE) und Pune (Indien) arbeiten Henkel‑Teams, Bildungsinstitutionen, Lehrkräfte und lokale Partner zusammen, um Kinder regelmäßig Einblicke in die Welt der Wissenschaft zu geben. Dieses Grundprinzip ist überall gleich, doch jedes Land formt seine eigene Version davon.
In Polen beispielsweise finden die Kurse vorwiegend in Schulen statt, die von Henkel-Mitarbeiter:innen vorgeschlagen werden. Seit 2016 hat die Forscherwelt dort mehr als 12.000 Kinder erreicht. Daria Kuźnik, Corporate Communications Manager bei Henkel in Polen, erklärt: „Viele Schulen haben hier kaum Zeit für praktische Experimente. Wir kommen zu ihnen, um das Interesse der Kinder an Wissenschaft zu wecken: indem wir Fragen stellen, Ideen testen und sie eigene Hypothesen entwickeln lassen. Die Schülerinnen und Schüler erleben dabei, dass Experimente nicht immer gleich verlaufen – und dass das völlig in Ordnung ist. Unterschiedliche Ergebnisse zu entdecken gehört zum Lernprozess.“ Am meisten berühren sie die kleinen Momente danach, wenn Kinder einfach zu ihr kommen, um Danke zu sagen: „Für sie ist es mehr als nur eine normale Unterrichtsstunde – es könnte sogar der Beginn einer neuen Leidenschaft sein.“
In Nordamerika wird die Forscherwelt in einem dafür eigenen Klassenraum zum Leben erweckt – gemeinsam mit ihrem Partner, der NGO Mill River Park Collaborative in Stamford, Connecticut. Kristia Janowski, Direktorin für Bildung und Nachhaltigkeit bei der NGO, gestaltet dort die Initiative: „Wir sind heute viel von Bildschirmen umgeben. Mir ist es wichtig, dem etwas entgegenzusetzen und Kindern zu zeigen, wie viel Spannendes die echte Welt bereithält. Wenn wir in ihnen Begeisterung auslösen, kann das ein Funke sein, der sie ihr Leben lang begleitet und vieles möglich macht.“ Lee Anne Fernandez, Senior Manager People & Culture Communications bei Henkel in Nordamerika, betreut das Projekt seit dem Start im Jahr 2021 und erinnert sich, wie klein alles begann: „Ich dachte, wir erreichen vielleicht ein paar Hundert Kinder. Jetzt haben bereits über 10.000 Kinder teilgenommen und es werden jeden Tag mehr. Manche Kinder entdecken bei uns zum ersten Mal, dass wissenschaftliches Arbeiten Spaß machen kann. Es erfüllt mich mit Freude zu sehen, wie wir die nächsten Generationen dazu inspirieren, eine bessere Zukunft zu gestalten.“
DIE FORSCHERWELT RUND UM DIE WELT
In Italien verwandelt sich einmal im Jahr für vier Wochen ein Konferenzraum am Standort in Mailand zur Forscherwelt. Schüler:innen aus der Umgebung kommen und nehmen an den Kursen teil. „Außerdem führen wir weitere Kurse in einigen Schulen der Region durch“, erzählt Francesca Birondi aus der Henkel-Kommunikationsabteilung in Italien, die die lokale Forscherwelt koordiniert. „Letztes Jahr sind wir sogar nach Rom gefahren, um dort eine Schule zu unterstützen. Und zu unserem zehnjährigen Jubiläum in diesem Jahr planen wir auch erstmals Kurse für ältere Schülerinnen und Schüler anzubieten.“ Mit den unterschiedlichen Angeboten hat Henkel Italien bereits über 18.000 Kinder erreicht, sagt Silvia Mattavelli, die das Projekt für Henkel mitentwickelt und umsetzt: „Unsere Initiative ist nicht nur ein Bildungs- und Ausbildungsprogramm – sie ist eine echte soziale Chance. Viele Schulen haben schlicht nicht die Mittel oder Ressourcen, um naturwissenschaftliche Experimente durchzuführen.“
In Indien öffnen sich an drei Tagen pro Woche die Türen zur Forscherwelt. Hier finden die Kurse in einem eigens dafür eingerichteten Labor statt. Der Unterricht wird ehrenamtlich von Wissenschaftler:innen aus dem nahegelegenen Henkel-Werk geleitet: „Unser Labor ist zu einem Zentrum des Lernens geworden – für Schüler:innen aus 40 nahegelegenen Schulen“, erzählt Dr. Prasad Khandagale von Henkel, der vor Ort das ehrenamtliche Henkel-Lehrpersonal schult und die Forscherwelt mitgestaltet. Das Programm richtet sich auch bewusst an Schüler:innen aus benachteiligten Verhältnissen und gewährleistet ihnen den Zugang zu hochwertigen MINT-Kursen. „Wenn ihre Experimente gelingen, erfüllt Gelächter und Begeisterung den Raum“, beschreibt Dr. Prasad. „Zu sehen, wie ihr Selbstvertrauen wächst und ihr stolzes Lächeln, wenn sie ihre Zertifikate erhalten, das berührt mich und inspiriert mich immer wieder.“
Manche Kinder entdecken bei uns zum ersten Mal, dass wissenschaftliches Arbeiten Spaß machen kann. Es erfüllt mich mit Freude zu sehen, wie wir die nächsten Generationen dazu inspirieren, eine bessere Zukunft zu gestalten.
Lee Anne Fernandez, Senior Managerin People & Culture Communications bei Henkel in Nordamerika
Dass die Forscherwelt nicht nur für die teilnehmenden Kinder, sondern auch für die beteiligten Henkel-Mitarbeiter:innen ein ganz besonderes Bildungsangebot ist, zeigt sich auch am umfassenden Engagement des Teams. Alles, was hier entsteht, wird mit viel eigener Kreativität und Leidenschaft vorangetrieben: „Zusammen mit dem didaktischen Expertenteam von Prof. Katrin Sommer von der Ruhr-Universität Bochum organisieren und gestalten wir alles selbst“, erzählt Ute. „Von der ersten Idee für ein Experiment bis zu dem Moment, in dem die Kinder die Forscherwelt wieder verlassen – da steckt unglaublich viel Herzblut drin.“ Projekte aus eigener Kraft voranzubringen, entspricht bei Henkel einer langen Tradition. „Uns gibt das viel Freiheit, kreativ zu werden und Neues auszuprobieren“, sagt Ute.
Doch die Arbeit hört nicht in den Räumlichkeiten der Forscherwelt auf. Neben den Kursen selbst fördert die Forscherwelt auch Lehrkräfte durch Fortbildungsprogramme und stellt unterrichtsbegleitende Materialien online zur Verfügung. So wird langfristiges, nachhaltiges Lernen unterstützt und der naturwissenschaftliche Unterricht auch außerhalb der Forscherwelt gestärkt. Auch nach 15 Jahren ist Ute, die die meisten Kurse persönlich leitet, immer noch fasziniert davon, welche Wirkung das Experimentieren auf Kinder haben kann. „Wenn ich sehe, wie eine Klasse von vermutlich wilden Kindern auf einmal konzentriert miteinander redet, sorgfältig mit dem Material arbeitet und gemeinsam die Aufgaben löst, dann geht mir das Herz auf. Man kann regelrecht beobachten, wie Lernen entsteht: Wenn Erkenntnisse auftauchen und Zusammenhänge klar werden, greifen die Räder im Kopf ineinander. Mit Haut und Haar sind die Kinder dann dabei. Das ist ein unglaublich schönes und erfüllendes Erlebnis.“
SOZIALES ENGAGEMENT
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