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16.04.2026 Düsseldorf
Die Nachhaltigkeit von Verpackungen wird häufig über das Basismaterial definiert. In der Praxis entscheidet jedoch oft das Zusammenspiel aller Komponenten darüber, ob eine Verpackung ihre Funktion erfüllt und am Ende ihres Lebenszyklus tatsächlich in den Kreislauf zurückfindet. Klebstoffe und funktionale Beschichtungen sind dabei meist nur ein kleiner Anteil am Gesamtgewicht – ihr Einfluss auf Recyclingfähigkeit, Produktschutz und Ressourceneinsatz ist jedoch überproportional. Unter dem Leitmotiv „Enabling Circularity. Reducing Footprint. With Adhesives & Coatings.” präsentiert Henkel Adhesive Technologies vom 7. bis 13. Mai auf der Interpack 2026, wie die Optimierung dieser Aspekte zu einer nachhaltigeren Verpackungsindustrie beitragen können.
Der Transformationsdruck in der Verpackungsindustrie steigt – getrieben durch Erwartungen von Marken und Handel, neue Design-for-Recycling-Anforderungen und die Notwendigkeit, Materialeinsatz und Emissionen messbar zu reduzieren. Gleichzeitig bleiben die Anforderungen an Produktschutz, Lebensmittelsicherheit, Prozessstabilität und Effizienz hoch. Für Verpackungsentwickler bedeutet das: Nachhaltigkeit ist kein einzelnes Feature, sondern eine Systemaufgabe, die früh in der Designphase entschieden wird. „Das Zusammenspiel von Verpackungsaufbau, Material, Verarbeitung und Verwertung am Lebensende ist entscheidend. Genau deshalb betrachten wir diese Faktoren gemeinsam und setzen auf Technologien, die die Funktionalität sichern und gleichzeitig Recyclingfähigkeit und Ressourceneffizienz verbessern“, sagt Martin Hilgenstock, Senior Sustainability Manager Packaging Adhesives bei Henkel. „Dabei verfolgen wir verschiedene Ansätze, um unseren Kunden recyclingkompatible, Verpackungssysteme zu ermöglichen und den CO₂-Fußabdruck entlang der gesamten Wertschöpfungskette messbar zu reduzieren.“
Ein wichtiger Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie von Henkel sind Klebstoffe und Beschichtungen, die auf Recyclingkompatibilität ausgelegt sind. Im Henkel Packaging Recyclab in Düsseldorf werden Formulierungen und Verpackungsdesigns nach anerkannten Protokollen wie Cepi/4evergreen und der CHI-Methodik getestet. Die Ergebnisse nutzt Henkel sowohl zur Weiterentwicklung eigener Lösungen als auch, um Kunden bei der Entwicklung recyclingkompatibler Verpackungskonzepte zu unterstützen.
Ergänzt wird diese Test- und Beratungskompetenz durch die Zusammenarbeit mit dem Institut cyclos-HTP (CHI). Das in Aachen ansässige Forschungs- und Beratungsinstitut ist auf die Testierung und Zertifizierung der Recyclingfähigkeit von Verpackungen und Produkten spezialisiert und arbeitet dafür mit einem anerkannten Prüfstandard. Besucherinnen und Besucher der Interpack können sich am Henkel-Stand dazu informieren, wie Recyclingfähigkeit nachvollziehbar bewertet und gezielt verbessert werden kann. Vertreter des Instituts cyclos-HTP werden am 11. und 12. Mai vor Ort sein, um Fragen zu beantworten.
Auch die Materialeffizienz spielt eine entscheidende Rolle bei der Nachhaltigkeit. Auf der Interpack zeigt Henkel funktionale Beschichtungen, die Verpackungsdesigns vereinfachen. Indem sie zusätzliche Schichten und Komponenten ersetzen, ermöglichen sie Monomaterial-Konzepte und sind ein zentraler Hebel für den Produktschutz: Barriere-, Heat-Seal- und Cold-Seal-Beschichtungen für flexible und papierbasierte Verpackungen können Schutz und Prozessfähigkeit verbessern, Haltbarkeit verlängern und so Produktverluste sowie Ressourcenverbrauch und Emissionen entlang der Lieferkette reduzieren.
Nicht zuletzt setzt sich Henkel für die Reduktion von CO₂-Emissionen ein – sowohl auf Produktebene als auch in der Verarbeitung. Durch die enge Zusammenarbeit mit Lieferanten bei der Entwicklung neuer Rohstoffformulierungen, bei denen fossile Rohstoffe durch erneuerbare Alternativen ersetzt werden, sowie durch die Integration energieeffizienterer Technologien kann der ökologische Fußabdruck ausgewählter Klebstoffe bereits in der Herstellungsphase gezielt gesenkt werden. In der Anwendung tragen zudem lösemittelfreie Technologien zur CO₂-Reduktion bei, da der energieintensive Trocknungsschritt lösemittelhaltiger Systeme entfällt.
Wie sich diese umfangreiche Nachhaltigkeitsstrategie in konkrete Anwendungen übersetzt, können Besucherinnen und Besucher der Interpack in Düsseldorf direkt am Stand D45 in Halle 10 erleben.