Nachhaltig­keit & Verant­wortungWie Henkel Ambitionen in wirksames Handeln
für Mensch und Planet verwandelt

A woman walking in front of a wall covered in green plants.

Jede Entscheidung, die wir treffen, wird von zentralen Fragen geleitet, wie zum Beispiel: Wie bringen wir nachhaltige Geschäftspraktiken mit unternehmerischem Erfolg in Einklang? Welche Fortschritte erzielen wir beim Klimaschutz? Wie bauen wir eine Kreislaufwirtschaft auf, die Ressourcen schont und Materialien so lange wie möglich im Kreislauf hält? Und wie leisten wir als Unternehmen einen messbaren Beitrag zur Gesellschaft?

Diese Fragen sind eng miteinander verknüpft. Gemeinsam geben sie unsere Richtung vor und bestimmen, wie wir handeln – in unserer täglichen Arbeit ebenso wie in unserer langfristigen Strategie. Sie spiegeln unseren Anspruch wider, unser Unternehmen nachhaltig und auf die Zukunft ausgerichtet weiterzuentwickeln.

Unsere Nachhaltigkeitsstrategie baut direkt auf diesem Fundament auf und ist fest in unserem Unternehmenszweck verankert: „Pioneers at heart for the good of generations“. Wir wollen Lösungen entwickeln, die langfristigen Mehrwert für Menschen, Industrien und unseren Planeten schaffen – getragen von Innovation, Weitblick und wissenschaftlicher Expertise.
 

Auf dem Weg zur Netto-Null

Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst keine fernen Zukunftsszenarien mehr – sie prägen bereits unseren Alltag mit rekordverdächtigen Hitzewellen, immer häufiger auftretenden Extremwetterereignissen wie Wirbelstürmen und Überschwemmungen sowie dem sichtbaren Rückgang von Eisflächen. Im Jahr 2015 hat sich die Weltgemeinschaft im Pariser Abkommen dazu verpflichtet, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Jenseits dieser Schwelle könnten ganze Regionen unseres Planeten schwer oder sogar unmöglich bewohnbar werden. Jetzt zu handeln ist entscheidend, wenn wir einen lebenswerten Planeten für kommende Generationen erhalten wollen.

Das Erreichen von Net-Zero (Netto-Null) Emissionen weltweit bis 2050 ist eine gemeinsame Aufgabe. Eine Mission, die Entschlossenheit, Zusammenarbeit und Innovation erfordert. Deshalb entwickelt Henkel seine zukunftsorientierten Nachhaltigkeitsansätze konsequent weiter. Mit unserem Climate Transition Plan haben wir einen klaren Fahrplan geschaffen, der aufzeigt, wie wir die Emissionen entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette reduzieren wollen – Schritt für Schritt und mit langfristiger Perspektive.

Porträtfoto von Dirk Ullrich, Klima- und Naturexperte bei Henkel

Bei Net-Zero geht es darum, dass Handlungen, die wir als Menschen und Unternehmen ausführen, keine Auswirkungen auf das Klima haben. Die grund­legende Idee dahinter ist, weniger Emissionen zu verursachen und die Emissionen, die dann noch verbleiben zu kompensieren. Dafür müssen Emissions­­strategien verändert werden.

Wir transformieren die Art und Weise, wie wir produzieren, Neues entwickeln und entlang der Lieferkette beschaffen. So machen wir unsere Prozesse, Produkte und Lieferketten Schritt für Schritt nachhaltiger. Das bedeutet beispielsweise, die Energieeffizienz zu steigern, auf erneuerbare Energien umzusteigen, nachhaltigere Materialien einzusetzen und überall dort, wo es möglich ist, die Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Gleichzeitig arbeiten wir eng mit Partnern zusammen, um Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu reduzieren. Und wir investieren in Lösungen, die Treibhausgase langfristig aus der Atmosphäre entfernen.

Ein zentraler Bestandteil unserer Nachhaltigkeitsstrategie ist unsere Net-Zero-Roadmap: Bis 2045 wollen wir unsere Treibhausgasemissionen um 90 Prozent reduzieren. Dieses Ziel wurde von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert – einer Organisation, die Unternehmen dabei unterstützt, bestätigte und wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionspfade zu definieren. Auf Basis dieser Validierung haben wir Zwischenziele festgelegt, mit denen wir unseren Fortschritt messen und beschleunigen.

Um diese Meilensteine zu erreichen, brauchen wir ein genaues Verständnis darüber, wo Emissionen entstehen – denn Ziele entfalten nur dann Wirkung, wenn sie messbar sind. Deshalb erfassen wir unsere Emissionen entlang der sogenannten Scopes 1, 2 und 3. Diese Erkenntnisse leiten die konkreten Schritte, mit denen wir Emissionen senken und unseren Beitrag dazu leisten, die globale Erwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. So gestalten wir eine verantwortungsvollere und zukunftsfähige Wirtschaft mit.

Nachhaltigkeit entlang der gesamten Lieferkette vorantreiben – gemeinsam mit unseren Partnern

A farmer in Honduras uses a long harvesting pole to cut fruit bunches from oil palm trees in a plantation.

Eine zentrale Herausforderung für Kleinbäuerinnen und ‑bauern ist es, die zunehmend komplexen Nachhaltigkeits und Compliance Anforderungen zu erfüllen: von detaillierter Flächenkartierung bis hin zu umfangreicher Dokumentation, die häufig ihre verfügbaren Ressourcen übersteigen.

Eine nachhaltige Lieferkette entsteht nicht durch das Handeln eines einzelnen Unternehmens – sie erfordert gemeinsames Engagement und kollektives Handeln. Als Gründungsmitglied der Initiative Together for Sustainability (TfS) setzen wir gemeinsam mit anderen Unternehmen der chemischen Industrie auf branchenweite ESG-Standards und systematische Lieferantenbewertungen, um Nachhaltigkeit ganzheitlich entlang der gesamten Lieferkette zu verankern und verantwortungsvolle Beschaffung weltweit voranzutreiben.

Auch deshalb arbeiten wir seit mehr als einem Jahrzehnt mit Solidaridad zusammen, um Kleinbäuerinnen und bauern im Palm- und Palmkernölanbau in Ländern wie Honduras, Kolumbien und Indonesien zu unterstützen. Gemeinsam helfen wir lokalen Gemeinschaften, ihre Erträge zu steigern, stabile Lebensgrundlagen zu sichern und zugleich Natur und Biodiversität zu schützen.

 

Produkte und Verpackungen neu gedacht für die Kreislaufwirtschaft 

Kunststoff ist aus unserem modernen Leben kaum wegzudenken – er ist leicht, langlebig und äußerst vielseitig und schützt Produkte ebenso wie er einen komfortablen Alltag ermöglicht. Seine Vorteile liegen klar auf der Hand, ebenso wie die Verantwortung, die mit seinem Einsatz einhergeht.

Warum wird Kunststoff so häufig als Verpackungs­material eingesetzt? 

Er bietet zuverlässigen Schutz für Produkte beim Transport und im Gebrauch.

 

Er ermöglicht eine präzise Formgebung und stabile Füllmengen.

 

Sein geringes Gewicht trägt dazu bei, Emissionen in der Logistik zu reduzieren.

Nachhaltigkeit entsteht, wenn Kunststoff im Kreislauf bleibt – wieder und wieder. Genau das ist die Idee einer Kreislaufwirtschaft. 

Bei Henkel verfolgen wir einen Design for Recycling-Ansatz, der darauf abzielt, Abfall von Anfang an zu minimieren. Dieser Ansatz steht im Einklang mit den Zielen der Europäischen Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR), die recyclingfähige Materialien und intelligenteres Verpackungsdesign fordert. Um die Kreislaufwirtschaft voranzubringen, erhöhen wir kontinuierlich den Anteil von recyceltem Kunststoff – sogenanntem Rezyklat – in unseren Verpackungen. Und dort, wo die heutigen Technologien an ihre Grenzen stoßen, erschließen wir neue Wege, etwa durch den Massenbilanzansatz für Kunststoffverpackungen.

Unsere Recyclinglabore in den Inspiration Centern in Düsseldorf und Shanghai spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung nachhaltigerer Verpackungen. Gemeinsam mit Kunden und Partnern entwickeln wir Lösungen, die nicht nur besser recycelbar sind, sondern auch den hohen Leistungsanforderungen moderner Verpackungen gerecht werden.

Und während unsere Klebstofftechnologien dafür ausgelegt sind, Komponenten und Materialien zuverlässig zu verbinden, Langlebigkeit zu gewährleisten und Produktfunktionen zu ermöglichen, entwickeln wir zugleich fortschrittliche Lösungen – darunter biobasierte Klebstoffe. Diese bieten während der Nutzung die gewohnte Leistungsfähigkeit und ermöglichen zugleich ein kontrolliertes Lösen bei Recycling- und Reparaturprozessen. So können Materialien wieder in den Kreislauf zurückgeführt und effizientere zirkuläre Systeme unterstützt werden.

Unser Beitrag für lebenswerte Gemeinschaften 

Unsere Verantwortung gegenüber der Gesellschaft ist fest in dem Zweck und den Werten unseres Unternehmens verankert. Wir setzen uns für vielfältige, starke Gemeinschaften ein und engagieren uns in sozialen Initiativen, um unsere Rolle als Teil der Gesellschaft aktiv wahrzunehmen. Dabei konzentrieren wir uns auf die Schaffung gleicher Chancen, die Förderung von Vielfalt und Inklusion sowie auf den Respekt der Menschenrechte, gesellschaftlichen Fortschritt, den Zugang zu Bildung und humanitäre Unterstützung. So möchten wir dazu beitragen, dass Menschen bessere Lebensbedingungen schaffen können.

Unser Beitrag geht dabei über Produkt- und Geldspenden hinaus: Henkel-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter weltweit bringen ihre Zeit, ihre Kompetenzen und ihre Leidenschaft für Projekte ein, die ihnen am Herzen liegen. Durch bezahlte Freistellung für ehrenamtliches Engagement können Kolleginnen und Kollegen dort unterstützen, wo Hilfe am dringendsten benötigt wird.

Seit mehr als 25 Jahren ermöglicht unsere Corporate-Citizenship-Initiative „Miteinander im Team“ (MIT) Mitarbeitenden und Pensionärinnen und Pensionären, sinnstiftende soziale Projekte umzusetzen. Unsere Teams bewirken nicht nur nachhaltig positive Veränderungen vor Ort, sondern sammeln zugleich wertvolle persönliche Erfahrungen. Jede und jeder bei Henkel kann sich entsprechend der eigenen Interessen und Fähigkeiten einbringen. Gleichzeitig profitieren die Projekte und NGOs von der Vielfalt und dem Umfang der Unterstützung durch unsere freiwilligen Helferinnen und Helfer.

Drei Möglichkeiten für ehrenamtliches Engagement
bei Henkel

 

Individuelles Engagement

Unterstützung persönlicher Herzensprojekte

Viele Kolleginnen und Kollegen engagieren sich privat für Anliegen, die ihnen besonders am Herzen liegen. Ein Beispiel ist die Henkel-Mitarbeiterin Gabi Haak, die 2017 „Peace’s Hope“ gegründet hat, um „Sonrise Ministries“ zu unterstützen – eine Initiative, die drei Waisenhäuser in Uganda betreibt und die umliegenden Gemeinden fördert.

 

Engagement
im Team

Gemeinsam Gutes bewirken

Durch teambasiertes Engagement können Mitarbeitende Projekte beantragen, die sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen umsetzen möchten – sei es zur Unterstützung sozialer Initiativen oder zum Einsatz für die Umwelt. Sie engagieren sich dort, wo Hilfe gebraucht wird: etwa beim Bau von Häusern für Menschen in Not oder bei der Unterstützung von Athletinnen und Athleten bei den Special Olympics.

 

Kompetenzbasiertes Engagement

Expertise teilen, Wirkung entfalten 

Über unser Programm Volunteers at Heart bringen Mitarbeitende weltweit ihre beruflichen Kompetenzen in Non-Profit-Organisationen ein. Während ihres Einsatzes erhalten die Freiwilligen weiterhin ihr volles Gehalt, während die Fritz-Henkel-Stiftung die Reisekosten übernimmt.

Zugang zu Bildung fördern

Two children conducting a science experiment in a lab setting.

Seit 2011 haben weltweit mehr als 130.000 Kinder mit den praxisorientierten Experimenten in der Forscherwelt Wissenschaft hautnah erlebt.

Bildung ist einer der stärksten Hebel für Chancengleichheit und langfristigen gesellschaftlichen Fortschritt. Bei Henkel fördern wir Bildungswege über Generationen hinweg. Mit Shaping Futures, der globalen Bildungsinitiative von Schwarzkopf Professional, unterstützen unsere Mitarbeitenden junge Menschen aus benachteiligten Verhältnissen dabei, eine selbstbestimmte Zukunft aufzubauen – darunter auch, Geflüchteten neue Möglichkeiten für einen Einstieg in den Friseurberuf zu eröffnen.

Seit 2022 zeichnet der Martha Schwarzkopf Award herausragende Wissenschaftlerinnen in der Haarforschung und verwandten Fachgebieten aus. Damit stärkt er die Sichtbarkeit von Frauen in der Wissenschaft und fördert den Austausch sowie den Ausbau von Netzwerken über MINT-Disziplinen hinweg.

Unsere globale Bildungsinitiative Forscherwelt begeistert Kinder weltweit dafür, wissenschaftliche Themen durch praktische Experimente zu entdecken. In Deutschland erhielt die Initiative für ihre Zusammenarbeit mit der Karl Tietenberg Schule für sehbehinderte und blinde Kinder den zweiten Platz bei den LeLa Awards.

In Südafrika unterstützte Henkel zudem den Bau eines Lernzentrums in Tamaho. So wurde Raum für frühkindliche Bildung und Entwicklung geschaffen und Lernangebote näher zu den Kindern gebracht, die sie am dringendsten benötigen.