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19.08.2026 Düsseldorf
Henkel Adhesive Technologies präsentiert mit Technomelt AS 4004 erstmals eine Schmelzklebstofflösung für die Transportsicherung von Ton- und Betondachziegeln. Diese werden in großen Mengen gestapelt und auf Paletten transportiert. Dabei können Mikrokratzer und Absplitterungen entstehen, die die Schutzwirkung der Oberflächenbeschichtung dauerhaft beeinträchtigen. Da Ziegelhersteller zum Teil mehrere Jahrzehnte Garantie bieten, stellt das ein handfestes Haftungsproblem dar. Am Ende tragen sie die Kosten für Ersatzlieferungen und Reklamationen, unabhängig davon, ob der Schaden im eigenen Werk oder auf dem Transportweg entstanden ist.
Als Trennmaterial zwischen den Palettenlagen verwenden viele Hersteller Holzlatten, Papier oder PVC-Folien. Jede dieser Lösungen hat strukturelle Grenzen: Holzlatten reduzieren den Kantendruck zwischen den Ziegellagen, bieten aber keinen flächigen Oberflächenschutz. Papier und PVC-Folien müssen Lage für Lage manuell eingesetzt werden. Seit mehr als 15 Jahren bietet Henkel Schmelzklebstoff-Spacer auf Polyamid-Basis an. Diese wurden jedoch ursprünglich für andere Industriebereiche entwickelt und erfordern hohe Verarbeitungstemperaturen sowie regelmäßige Wartung.
Technomelt AS 4004 wurde speziell für die Dachziegelindustrie entwickelt und adressiert damit die Limitierungen der bisherigen Lösungen. Die Polypropylen-Basis ermöglicht niedrigere Verarbeitungstemperaturen, was den Energiebedarf senkt und die Lebensdauer der Applikationsköpfe verlängert. So lassen sich die Wartungskosten gegenüber der Vorgängertechnologie stark reduzieren. Der Klebstoff sorgt für eine geringe Staubentwicklung auf der Produktionslinie und zeichnet sich durch eine hohe Temperaturstabilität aus. Das ist wichtig, da sich Paletten unter Stretchfolie im Sommer erheblich aufheizen. Technomelt AS 4004 ist so konzipiert, dass er noch 30 °C über der maximal zu erwartenden Transporttemperatur formstabil bleibt. Anschließend lässt er sich rückstandsfrei von lackierten Oberflächen abschälen. Nicht zuletzt ist die Applikation schneller und reproduzierbarer als manuelle Trennverfahren. „Der Schmelzklebstoff lässt sich vollautomatisiert auftragen“, sagt Szabolcs Ottlik, Business Development Manager bei Henkel. „In unseren Tests haben wir einen Durchsatz von bis zu 140 Ziegeln pro Minute erreicht."
Ziegeltyp, Anlagentechnik und Verpackungsbedingungen variieren von Hersteller zu Hersteller erheblich. Henkel trägt dem mit einem ganzen Portfolio an Schmelzklebstoffen Rechnung, das verschiedene Technologiebasen, Verarbeitungstemperaturen und Applikationsverfahren umfasst. So finden Ziegelhersteller neben Technomelt AS 4004 weitere leistungsstarke Lösungen, die sich für die Bead- und die Spray-Applikation, für lackierte Oberflächen ebenso wie für unbehandelte Ziegelrückseiten eignen.
Mit seinen Klebstofftechnologien deckt Henkel mehrere Prozessstufen im Dachbau ab. Dazu zählen die Verklebung von Dampfsperren und Unterspannbahnen, die Abdichtung von Dachkomponenten aus Holz, Metall und Kunststoff sowie Systemlösungen für Dämmplatten und Verbundelemente im Flachdachbereich. „Es gibt keinen Klebstoff, der im Dachbau alles kann. Unser Anspruch ist deshalb ein anderer: für jede Prozessstufe das Produkt entwickeln, das dort wirklich funktioniert“, sagt Szabolcs Ottlik. „Unser neuer Spacer Technomelt AS 4004 steht exemplarisch für diesen Ansatz, mit dem wir unser Dachbau-Portfolio immer weiter ausbauen."