x

Bitte akzeptieren Sie unsere Cookies, um die Webseite optimal nutzen zu können.
Einige Funktionen können nur mit Cookies korrekt ausgeführt werden.
Um mehr über den Einsatz von Cookies auf unserer Webseite zu erfahren, lesen Sie unsere Cookie Informationsseite.

Meine Sammlung

Nachhaltige Produktion von Palm- und Palmkernöl

Unser Verständnis von nachhaltigem und gesellschaftlich verantwortlichem Wirtschaften umfasst die gesamte Wertschöpfungskette. Dazu zählen auch eine nachhaltige Rohstoffproduktion und der Schutz der natürlichen Ressourcen. Beim Einsatz nachwachsender Rohstoffe wie zum Beispiel Palm- und Palmkernöl betrachten wir nicht nur die wirtschaftlichen, sondern auch die ökologischen und sozialen Auswirkungen.

  • Palm- und Palmkernöl
  • Unser Einsatz von Palm- und Palmkernöl
  • Unsere Ziele
  • Kontinuierlicher Dialog
  • Warum wir Palm- und Palmkernöl nach dem Massenbilanz-Verfahren einsetzen
  • Warum wir lokale Initiativen unterstützen

Sowohl Palm- als auch Palmkernöl wird aus der Frucht der Ölpalme gewonnen. Das Palmöl wird aus dem Fruchtfleisch hergestellt. Es macht 90 Prozent des Ertrags der Plantagen aus und ist ein wichtiger Rohstoff für die Lebensmittelindustrie.

Die übrigen 10 Prozent des Ertrags entfallen auf das Palmkernöl, das aus den Kernen der Palmfrucht gewonnen wird. Palmkernöl ist ein wichtiger Rohstoff für Tenside, eine waschaktive Substanz in Wasch- und Reinigungsmitteln sowie Kosmetikprodukten. 

Henkel nutzt weniger als 0,2 Prozent des weltweit produzierten Palm- und Palmkernöls. Dabei handelt es sich überwiegend um Palmkernöl, das bei unseren Lieferanten für die Herstellung von Tensiden verwendet wird.

Obwohl wir am Ende einer langen Lieferkette stehen, streben wir an sicherzustellen, dass – wann immer Palm- und Palmkernöl in unseren Produkten eingesetzt wird – dieses Öl einer nachhaltigen Bewirtschaftung entstammt. Aus diesem Grund unterstützt Henkel aktiv den Aufbau von nachhaltigen Lieferketten für Palm- und Palmkernöl.

Wir haben uns dem Ziel der „Null Netto-Entwaldung bis 2020“ verpflichtet. Das bedeutet, dass das von uns genutzte Palm- und Palmkernöl nicht zur Entwaldung von Primär- oder Sekundärregenwald mit bedeutendem ökologischem Wert beitragen sollte. Dazu gehören auch Torfböden und andere Flächen mit hohem Kohlenstoffgehalt („High Carbon Stocks“).

Wir wollen physische Fortschritte in der Lieferkette für Palm- und Palmkernöl vorantreiben, um der Entwaldung entgegenzuwirken. Dabei sind wir zu dem Schluss gekommen, dass der Kauf von „Book & Claim“-Zertifikaten allein nicht ausreichen wird, um eine Entwaldung zu vermeiden.

Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir an einer vollständigen Rückverfolgbarkeit des in den Inhaltsstoffen (z. B. Tenside) für unsere Produkte eingesetzten Palm- und Palmkernöls bis zum Jahr 2020. Wir wollen erreichen, dass alle von uns bezogenen Palm- und Palmkernöle einer nachhaltigen Bewirtschaftung entstammen.

Letztlich ist es unser Ziel, die Verfügbarkeit von nachhaltigem Öl am Markt um die Menge zu erhöhen, die dem Henkel-Bedarf im Jahr 2020 entspricht.

Was wir zur Erreichung dieser Ziele tun: 

  • Umstellung auf Palm- und Palmkernöl nach dem Massenbilanzverfahren: Der weit überwiegende Anteil an Palm- und Palmkernöl in unseren Produkten wird indirekt über die auf diesen Ölen basierenden Inhaltsstoffe (z. B. Tenside) verbraucht. Wir arbeiten mit unseren Lieferanten daran, dass im Jahr 2015 ein signifikanter Anteil des Öls nach dem Massenbilanzmodell (kontrollierte Mischung von nachhaltigem und herkömmlichem Öl) zertifiziert ist. Darüber hinaus wollen wir bis 2020 unseren Bedarf zu 100 % mit zertifizierten massenbilanzierten Ölen decken.
    Dieses Engagement tritt an die Stelle unseres bisherigen Anspruchs, bis 2015 alle Produktpaletten mit „Book & Claim“-Zertifikaten für nachhaltiges Palm- und Palmkernöl abzudecken. Mit dem Bezug von massenbilanziertem Öl (anstelle von Palmöl- und Palmkernöl-Zertifikaten) können wir einen effizienteren Beitrag dazu leisten, dass nachhaltiges Öl physisch in unsere Wertschöpfungskette einfließt.
  • Verbesserung der Rückverfolgbarkeit: Wir bauen Pilotprojekte auf zur Rückverfolgung des bei uns verwendeten Palm- und Palmkernöls bis zur Plantage, um sicherzustellen, dass dieses Öl aus nachhaltiger Bewirtschaftung stammt.
  • Unterstützung für Plantagen und Kleinbauern: Wir bieten Plantagen und Kleinbauern in den Anbauländern gezielte Unterstützung, um die nachhaltige Bewirtschaftung zu fördern, das Leben der Menschen zu verbessern und dafür zu sorgen, dass ausreichende Mengen nachhaltigen Öls am Markt verfügbar sind. 
    Im Jahr 2013 hat unser Unternehmensbereich Laundry & Home Care gemeinsam mit der Entwicklungsorganisation Solidaridad und weiteren Partnern ein dreijähriges Programm in Honduras gestartet, um den Lebensunterhalt von 7.500 Kleinbauern und 5.000 Arbeitern zu verbessern. Diese gezielte Unterstützung für Kleinbauern wollen wir in Zukunft weiter ausbauen.

Henkel engagiert sich seit Langem für die nachhaltige Produktion von Palm- und Palmkernöl. In den vergangenen zehn Jahren haben wir unseren Ansatz auf Basis neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse und Branchenentwicklungen kontinuierlich verfeinert. Diesen Weg werden wir auch in Zukunft fortsetzen.

Wir arbeiten eng mit verschiedenen Stakeholdern zusammen, um die nachhaltige Erzeugung von Palm- und Palmkernöl zu fördern. Unsere Partner sind dabei zum Beispiel: 

  • Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO/Runder Tisch für nachhaltiges Palmöl): Henkel engagiert sich seit 2003 beim RSPO und ist seit 2008 offizielles Mitglied. Heute hat der RSPO mehrere hundert ordentliche Mitglieder, darunter Palmölerzeuger, Konsumgüterhersteller, Einzelhändler, Banken und Investoren sowie Nichtregierungsorganisationen. Die Kriterien und Mechanismen des RSPO für nachhaltiges Palm- und Palmkernöl decken den Schutz der Primärwälder und Sozialkriterien ab. Diese RSPO-Kriterien gelten allerdings als unzureichend in Bezug auf den Schutz von Sekundärwäldern und Torfmooren. Sie bleiben aber eine wichtige Grundlage für den Übergang zu einer nachhaltigen Palmölerzeugung.
  • Consumer Goods Forum: Henkel gehört zu den Unterzeichnern einer Initiative des Consumer Goods Forum gegen die weltweite Abholzung von Wäldern und für den Schutz der Biodiversität. Die Mitgliedsunternehmen haben sich verpflichtet, individuell wie auch gemeinsam Maßnahmen zu ergreifen, um die globale Entwaldung zu stoppen und das Ziel „Null Netto-Entwaldung bis 2020“ zu erreichen.
  • Forum für Nachhaltiges Palmöl: Gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Industriepartnern und dem World Wide Fund for Nature (WWF) hat unser Unternehmensbereich Laundry & Home Care im September 2013 in Deutschland das Forum Nachhaltiges Palmöl gegründet. Das Forum will auf Basis der existierenden RSPO-Standards (Roundtable on Sustainable Palm Oil) die Nachhaltigkeitskriterien für die Produktion von Palm- und Palmkernöl in den Anbauländern weiter verbessern.
    Langfristiges Ziel dieser Initiative ist es, den deutschen, österreichischen und Schweizer Markt in Richtung zertifiziertes nachhaltiges Palm- und Palmkernöl zu lenken.
  • Unsere Lieferanten: Wir stehen mit unseren Lieferanten für Inhaltsstoffe im Dialog, um sie zu ermutigen, ihre Produktion auf nachhaltiges Palm- und Palmkernöl umzustellen. Da wir Tenside von Lieferanten für Inhaltsstoffe beziehen, arbeiten wir darüber hinaus mit unseren Partnern an einer Verbesserung der Produktionsverfahren und der Rückverfolgbarkeit der von ihnen verwendeten Palm- und Palmkernöle.

 

Unser Ziel ist es, dass – wann immer Palm- und Palmkernöle in unseren Produkten eingesetzt werden – dieses Öl einer nachhaltigen Bewirtschaftung entstammt.

Zur Erreichung dieses Ziels haben wir zunächst das „Book & Claim“-System genutzt. Im Jahr 2008 haben wir das System in Zusammenarbeit mit der Handelsplattform GreenPalm von Palmöl auf Palmkernöl ausgeweitet und anschließend als weltweit erstes Unternehmen entsprechende Zertifikate gekauft. Darüber hinaus haben wir uns 2009 verpflichtet, bis zum Jahr 2015 dafür zu sorgen, dass das in unseren Produkten verwendete Palm- bzw. Palmkernöl zu 100 % durch Nachhaltigkeitszertifikate abgedeckt wird.

Es hat sich jedoch gezeigt, dass zur Beschleunigung des physischen Fortschritts und der Umstellung der Lieferketten für Palm- und Palmkernöl ein noch wirksameres Handeln erforderlich ist. Als konkrete Maßnahme setzen wir verstärkt massenbilanziertes Palm- und Palmkernöl ein, das wir zum überwiegenden Teil indirekt über Inhaltsstoffe wie Tenside verbrauchen. Bis 2015 wird mindestens ein Drittel der in unseren Produkten verwendeten Palm- und Palmkernöle nach dem Massenbilanz-Verfahren zertifiziert sein, und bis 2020 wollen wir unseren Bedarf zu 100 % mit zertifizierten massenbilanzierten Ölen decken.

Mit der Anwendung des Massenbilanz-Modells können wir unser Engagement für den physischen Einsatz von nachhaltigem Palm- und Palmkernöl zeigen. Das Modell verbessert auch den physischen Zufluss von zertifiziertem Palm- und Palmkernöl in unsere Wertschöpfungskette. 

Neben der Verwendung von massenbilanziertem zertifiziertem Palm- und Palmkernöl möchten wir uns zukünftig noch gezielter für Kleinbauern und lokale Initiativen in Anbauländern einsetzen und auch auf diese Weise eine nachhaltige Palmölwirtschaft unterstützen. Wir brauchen Lösungen und Projekte, die den Kleinbauern eine Steigerung der Produktivität auf ihren Plantagen ermöglichen.

Auf diese Weise wollen wir den gesamten Markt verändern, sodass zukünftig nur noch nachhaltig produziertes Palm- und Palmkernöl verfügbar ist.

Ein erstes Beispiel ist das dreijährige Programm in Honduras, das unser Unternehmensbereich Laundry & Home Care, die Entwicklungsorganisation Solidaridad und weitere Partner im Sommer 2013 gestartet haben. Unser gemeinsames Ziel ist es, nachhaltige Lieferketten für Palm- und Palmkernöl aufzubauen, die nach den Kriterien des RSPO zertifiziert werden können. So soll das Projekt dazu beitragen, dass mit Honduras zum ersten Mal ein Land fast vollständig auf eine nachhaltige Palmölerzeugung umgestellt werden kann.

Die teilnehmenden Kleinbauern erhalten bis Ende 2015 Schulungen und Unterstützung zur optimalen landwirtschaftlichen Praxis sowie zu einer verbesserten Plantagenbewirtschaftung, um so die Produktivität und den Ertrag ihrer Plantagen steigern zu können. Die Schulung für die Arbeiter deckt die zentralen Bereiche Gesundheit und Sicherheit ab und unterstützt die Anwendung der Nachhaltigkeitskriterien des RSPO. Wichtige Partner des Projekts sind der WWF, die niederländische Entwicklungsorganisation SNV und Proforest.