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Verantwortungsvolle Beschaffung

Der Weg vom Rohstoff zum Henkel-Produkt

Viele Unternehmen beziehen ihre Rohstoffe von Lieferanten rund um den Globus. Deshalb kann die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen entlang der Lieferkette zahlreiche Möglichkeiten eröffnen, um den negativen Einfluss auf die Umwelt zu minimieren und den positiven sozialen Beitrag zu maximieren.

Allerdings sind globale Lieferketten auch sehr komplex. Rohstoffe werden oft von vielen verschiedenen Unternehmen verarbeitet und  über weite Strecken transportiert, bevor sie ihr endgültiges Ziel erreichen.Dies stellt Unternehmen vor Herausforderungen, wenn sie versuchen, Nachhaltigkeit auf jeder Stufe ihrer Lieferkette voranzutreiben.

Wir bei Henkel haben Vertragspartner in mehr als 120 Ländern. Gemeinsam versuchen wir, eine zu 100 Prozent verantwortungsvolle Beschaffung zu erreichen. Deshalb arbeiten wir mit unseren Lieferanten und Geschäftspartnern zusammen, um Nachhaltigkeit entlang unserer gesamten Lieferkette voranzutreiben – zum Wohl der Menschen und des Planeten.

Vom Rohstoff zum Henkel-Produkt: Das Beispiel „Palmöl“

Inhaltsstoffe auf Basis von Palmöl und Palmkernöl sind ein starkes Beispiel dafür, wie wir Nachhaltigkeit in unserer Lieferkette aktiv fördern. Palmöl ist das am häufigsten verwendete Pflanzenöl und kann nicht ohne Weiteres durch andere Pflanzenöle ersetzt werden. Denn um die gleiche Menge an Öl zu produzieren, benötigen Ölpalmen etwa viermal weniger Land als Raps und sogar achtmal weniger als Soja. Palmöl, insbesondere Palmkernöl und seine Derivate, sind wichtige nachwachsende Rohstoffe, die zur Herstellung von Tensiden benötigt werden, die wir für unsere Waschmittel, Haushaltsreiniger und Kosmetikprodukte verwenden.

   
Wir sind uns unserer Verantwortung hinsichtlich des Einkaufs und der Verwendung von Inhaltsstoffen auf Basis nachwachsender Rohstoffe bewusst. In diesem Sinne haben wir uns konkrete Ziele für Palm(kern)öl für das Jahr 2025 gesetzt:

  1. Deckung unseres Bedarfs zu 100 Prozent mit Ölen, deren verantwortungsbewusste Beschaffung zertifiziert oder extern bestätigt ist: Wir wollen weiterhin die Zertifizierung unserer Rohstoffe nach dem RSPO-Massenbilanzmodell vorantreiben. Darüber hinaus streben wir die Zertifizierung nach dem RSPO-Segregationsmodell für den Anteil an direkt bezogenem Palm- und Palmkernöl an. Im Jahr 2020 konnten wir 90 Prozent unseres gesamten Bedarfs an Palm- und Palmkernöl sowie der von Henkel überwiegend eingesetzten Derivate als zertifizierte Rohstoffe nach dem RSPO-Massenbilanzmodell beziehen.
  2. Vollständige Rückverfolgbarkeit und Transparenz des für unsere Produkte eingesetzten Palm- und Palmkernöls: Im Jahr 2020 konnten wir die Rückverfolgbarkeitsquote auf 75 Prozent bis zur Mühle erhöhen.
  3. Über unsere Ziele hinausgehend unterstützen wir Kooperationsprojekte mit Kleinbauern: Gezielte Schulungen ermöglichen es ihnen, ihre Ernten als nachhaltig zertifizieren zu lassen, ihre Produktivität zu steigern und so ihre Lebensgrundlage zu verbessern. Auf diese Weise wollen wir die Verfügbarkeit von nachhaltigem Palmöl und Palmkernöl auf dem Markt um die Menge erhöhen, die dem Bedarf von Henkel entspricht.

Ein kleiner Einblick in unsere Palmöl-Lieferkette

Background Stories

Unsere Storys zum Thema verantwortungsvolle Beschaffung

Erfahre mehr über verantwortungsvolle Beschaffung und Palmöl in unseren Storys:

Ganzheitliches Wachstum durch eine verantwortungsvolle Beschaffung

Mit unserem führenden Ansatz zur verantwortungsvollen Beschaffung wollen wir ganzheitliches Wachstum ermöglichen, indem wir Nachhaltigkeit in unserer gesamten Lieferkette zum Wohl der Menschen und des Planeten vorantreiben.

Und so setzen wir unsere Strategie zur verantwortungsvollen Beschaffung um:

  1. Wir setzen einen starken Fokus auf Risikomanagement und Compliance, um eine solide Grundlage für nachhaltige Entscheidungen zu schaffen.
  2. Ein klimapositives Unternehmen werden, die Kreislaufwirtschaft fördern und den sozialen Fortschritt unterstützen: diese Prioritäten stehen im Mittelpunkt unserer Agenda für eine verantwortungsvolle Beschaffung.
  3. Zusammenarbeit, Transformation, Innovation und Empowerment sind vier strategische Faktoren, die uns dabei helfen, unsere Bemühungen zu beschleunigen.
Bertrand Conquéret, President Global Supply Chain and Corporate Senior Vice President Purchasing

   

Wir sind fest entschlossen, mit unserer ‚100% Responsible Sourcing‘-Strategie einen wichtigen Beitrag zur Unternehmensstrategie für ganzheitliches Wachstum zu leisten.

Achtung der Menschenrechte und Förderung hoher sozialer Standards

Unsere Lieferantenbasis besteht aus Millionen von Menschen weltweit. Damit tragen wir Verantwortung dafür, die Auswirkungen unserer Geschäftsaktivitäten zu kontrollieren. Wir tun dies, indem wir Lieferanten auswählen, die die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mitarbeiter schützen und in Übereinstimmung mit unseren hohen Ansprüchen an soziale Standards und fairen Geschäftspraktiken handeln.

Wir befinden uns ständig in einem offenen Dialog und arbeiten mit unseren Lieferanten zusammen, um Nachhaltigkeit und die Einhaltung der Menschenrechte zu fördern. Unsere „Responsible Sourcing Policy“ ist ein zentraler Bestandteil unseres Beschaffungsprozesses und wir unterstützen auch die Umsetzung der 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung („Sustainable Development Goals“, kurz SDGs) der Vereinten Nationen. Auf diese Weise stellen wir ein ganzheitliches Lieferantenmanagement sicher, das auf einem starken Bekenntnis zu verantwortungsvollem Handeln basiert.
  

Starke Partnerschaften entlang der Wertschöpfungskette

Nur gemeinsam mit unseren Partnern und durch die Zusammenarbeit in branchenübergreifenden Initiativen können wir eine verantwortungsvolle Beschaffung vorantreiben.

Fausto Martínez, Palmöl-Kleinbauer

   

Wenn man es nicht mit eigenen Augen sehen könnte, würde man nie glauben, wie weit wir in diesen 35 Jahren gekommen sind.

   


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FAQ zum Thema Palmöl und Palmkernöl


  • Wie verwendet Henkel Palmöl und Palmkernöl?
  • Warum werden diese Materialien mit negativen Auswirkungen
    auf Mensch und Umwelt in Verbindung gebracht?
  • Gibt es eine nachhaltigere Alternative zu Materialien auf Palmölbasis?
  • Was ist der RSPO?
  • Was ist das Massenbilanzmodell?

Henkel kauft weniger als 0,2 Prozent des weltweit produzierten Palmöls und Palmkernöls. Der Großteil dieses Palmkernöls wird für Tenside verwendet, die wir in Waschmitteln und Kosmetikprodukten einsetzen. Tenside sind Inhaltsstoffe, die einen Schaum bilden, der Fett und Schmutz auflöst.

Die Ausbreitung der Palmölindustrie wird mit der Vertreibung indigener Gemeinschaften und unethischen Arbeitsbedingungen in Verbindung gebracht, ebenso wie mit der Abholzung von Wäldern und dem damit verbundenen Verlust von Lebensräumen für Tiere. Deshalb verfolgt Henkel einen alternativen Ansatz, der nachhaltige Praktiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette unterstützt.

Nicht wirklich, denn die Ölpalme ist sehr viel ertragreicher als andere Pflanzen. Auf einem Hektar Land können 3,3 Tonnen Palmöl produziert werden, aber nur 0,7 Tonnen Öl aus Raps-, Kokosnuss- oder Sonnenblumenanbau oder 0,4 Tonnen Sojaöl. Das bedeutet, dass viel mehr Land benötigt würde, um die weltweite Nachfrage nach Pflanzenölen zu decken. Darüber hinaus sind Palmöl und Palmkernöl äußerst vielseitig einsetzbar.

Der „Roundtable on Sustainable Palm Oil“ (RSPO) ist eine globale, gemeinnützige Initiative, die verschiedene Interessen umfasst und die ein etabliertes Zertifizierungsprogramm für Palmöl und Palmkernöl anbietet. Er befasst sich mit Aspekten, die von der Vermeidung von Abholzung bis hin zur Achtung der Rechte von Arbeitern und Gemeinschaften reichen.

Das Massenbilanzmodell ist ein Zertifizierungssystem des RSPO, das den Handel mit durch den RSPO zertifizierten Palmölprodukten entlang der gesamten Lieferkette überwacht. In diesem Modell wird in der gesamten Lieferkette nachhaltiges Palmöl aus zertifizierten Quellen mit gewöhnlichem Palmöl gemischt.

   


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