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Mehr als Leim: die Geschichte der Klebstofftechnologie

Die Geschichte des Klebens reicht weit in die Vergangenheit zurück. Bereits vor 200.000 Jahren stellten unsere Vorfahren Klebstoff aus Birkenpech her. Von Generation zu Generation wurden neue Klebemittel getestet und verbessert – darunter Klebstoffe auf pflanzlicher und mineralischer Basis sowie klebrige Substanzen aus Tier- und Fischknochen.

Heute halten Klebstoffe nicht nur Dinge zusammen. Sie sorgen dafür, dass Lebensmittel frisch und Handys kühl bleiben. Sie lassen uns leichtere Autos und nachhaltigere Hochhäuser bauen. Und sie erwecken kreative Bastelideen zum Leben.

Moderne Klebstoffe eröffnen darüber hinaus Möglichkeiten, Ressourcen zu sparen, Emissionen zu reduzieren, mehr Wertstoffe zu recyceln und die Sicherheit von Menschen zu gewährleisten. Deshalb hat Klebstoff nicht nur eine große Vergangenheit. Er spielt auch bei vielen Zukunftstechnologien eine wichtige Rolle.

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Wir arbeiten mit Partnern aus verschiedenen Branchen zusammen, um innovative Lösungen für die größten Herausforderungen der Welt zu finden wie den Klimawandel, die Ressourcenverknappung und die Gesundheitsfürsorge.

Adhesive Technologies – Lösungen für globale Herausforderungen

Klebstoffe fügen schon seit über 200.000 Jahren Dinge zusammen – aber moderne Klebstoffe können noch viel mehr. Innovative Entwickler:innen haben diese Technologien im Lauf der letzten 100 Jahre revolutioniert. Im Jahr 1923 brachte Henkel Klebstoffe auf Basis von Kartoffelstärke auf den Markt. Bereits in den 1950er-Jahren umfasste das Sortiment fast 1.000 Spezialklebstoffe, die eine unglaubliche Bandbreite von Anwendungen abdeckten.



Im Jahr 1922 hat Henkel begonnen, Klebstoffe herzustellen – aus Mangel an Klebstoffen, die zum Verschließen von Verpackungen für die eigenen Produkte benötigt wurden. Ein Jahr später begann das Unternehmen mit dem Verkauf von Klebstoffen auf Kartoffelbasis der Marken Mala und Tapa.

Im Jahr 1922 hat Henkel begonnen, Klebstoffe herzustellen – aus Mangel an Klebstoffen, die zum Verschließen von Verpackungen für die eigenen Produkte benötigt wurden. Ein Jahr später begann das Unternehmen mit dem Verkauf von Klebstoffen auf Kartoffelbasis der Marken Mala und Tapa.


Dieses Portfolio hat in den 1960er-Jahren viele Prozesse des täglichen Lebens maßgeblich verändert. Durch die Urbanisierung und die Entwicklung von Kühl- und Tiefkühlschränken erlebte der Markt für abgepackte Lebensmittel einen Boom. 1960 konnten Lebensmittel dank des Einsatzes von Technomelt-Klebstoffen bei Verpackungen länger frisch und sicher gehalten werden. Technomelt Cool-Klebstoffe sparen außerdem Energie und reduzieren Emissionen, da sie bei einer viel niedrigeren Temperatur aushärten als die üblichen Verpackungsklebstoffe.

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Sicherere und nachhaltige Klebstoffe

In den 80er- und 90er-Jahren rückten ökologische und soziale Herausforderungen immer stärker in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses – und Klebstoffe halfen dabei, diese zu adressieren. So wurde es beispielsweise 1988 mit Loctite Purbond für Bauherren möglich, Holz statt Beton zu verwenden. Henkel spielte eine Vorreiterrolle dabei, Toluol, das als Rauschmittel missbraucht werden kann, aus Klebstoffen zu entfernen. Und die legendären Pritt-Klebestifte wurden von ölbasierten Inhaltsstoffen auf Rezepturen auf Basis von Kartoffelstärke umgestellt.

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Smarte Technik mit cleveren Klebern

Als in den 2000er-Jahren die Digitalisierung die Welt veränderte, entwickelten Klebstoff-Forscher:innen schnell Innovationen für Computer und smarte Gadgets. Dazu gehören spezielle Klebstoffe, die Wärme von Komponenten und Batterien ableiten, um so Geräte kühl zu halten und für die Sicherheit der Benutzer:innen zu sorgen. Die Automobilindustrie nutzt diese Klebstoffe nun, um leistungsfähige Elektrofahrzeuge effizienter und nachhaltiger zu entwickeln und zu produzieren.



Hochwirksame Klebstoffe, Dichtstoffe und Funktionsbeschichtungen werden bereits heute im Leichtbau verwendet. Sie sorgen dafür, dass moderne Autos bis zu 15 Prozent leichter sind. In zukünftigen Generationen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird ihre Bedeutung weiter steigen, weil die Materialien fortschrittliche Leichtbaukonzepte für Batterien, Karosserie und Antriebssystem ermöglichen.

Hochwirksame Klebstoffe, Dichtstoffe und Funktionsbeschichtungen werden bereits heute im Leichtbau verwendet. Sie sorgen dafür, dass moderne Autos bis zu 15 Prozent leichter sind. In zukünftigen Generationen von Hybrid- und Elektrofahrzeugen wird ihre Bedeutung weiter steigen, weil die Materialien fortschrittliche Leichtbaukonzepte für Batterien, Karosserie und Antriebssystem ermöglichen.

Nachhaltigkeit früher und heute

Klebstoffe haben die Vergangenheit geprägt. Jetzt formen sie die Zukunft. Die Umstellung auf leichtere Autos mit geringeren Emissionen geht mit dem verstärkten Einsatz von Klebstoffen und funktionalen Beschichtungen einher. Klebstoffe auf biologischer Basis, die aus Pflanzen statt aus fossilen Stoffen hergestellt werden, sorgen inzwischen in vielen Branchen für mehr Nachhaltigkeit. Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben Klebstoffe dazu beigetragen, Lösungen für wichtige soziale und ökologische Herausforderungen zu finden. Und die nächsten Kapitel dieser Geschichte könnten die bisher wichtigsten sein.

Tauche ein in die Geschichte der Klebstofftechnologie

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1922

Henkel beginnt mit der Produktion von Klebstoffen

Henkel stellt zum ersten Mal Leim her – aus Mangel an Klebstoffen, die zum Verschließen von Verpackungen für seine Produkte benötigt werden. Ein Jahr später beginnt das Unternehmen mit dem Verkauf von Klebstoffen auf Kartoffelbasis der Marken Mala und Tapa.

1927 Klebstoffwerk
1929

Der Vormarsch der Klebstoffe

Der kaltwasserlösliche Klebstoff Mala Henkel-Leim wird eingeführt. Seine Rezeptur macht das Erhitzen von Wasser überflüssig, was den Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen senkt.

1929 Mala
1969 Pritt
1969

Der erste Klebestift der Welt

Der berühmte Pritt Klebestift kommt zum ersten Mal in die Regale. Seine Verpackung basiert auf dem einfach zu bedienenden Drehmechanismus von Lippenstift-Applikatoren, und der Kleber ist lösungsmittelfrei.

1975

Nachhaltige Innovation bei Lebensmittelverpackungen

Henkel bringt mit Liofol UK 7500 die erste Generation von lösemittelfreien Polyurethan-Klebstoffen für Lebensmittelverpackungen auf den Markt.

1977 Liofol
1988 innovation and research
1988

Wegbereiter für den modernen Hightech-Holzbau

Loctite Purbond Klebstoffe ermöglichen den Einsatz von Baumaterialien aus Holz. Diese nachwachsenden Materialien können Beton ersetzen, der bei seiner Herstellung viele Emissionen verursacht.

1993

Entwicklung des Pritt Klebestifts

Pritt Klebestifte wechseln von Inhaltsstoffen auf Ölbasis zu Formeln auf Basis von Kartoffelstärke. Sieben Jahre später basieren alle Pritt Klebestifte auf mindestens 90 Prozent natürlichen Inhaltsstoffen. 2021 besteht die neueste Pritt-Stift-Generation zu 97 Prozent aus biobasiertem Material und ihr Behälter besteht bis zu 65 Prozent aus postindustriellem Recycling-Kunststoff.

1988 Mitarbeiter
1998 Klebstoffe
1998

Klebstoffe frei von Toluol

Henkel erhält den nationalen Gesundheitspreis der chilenischen Regierung für seine zukunftsweisenden Klebstoffe, die frei von dem als Rauschmittel missbrauchbaren Toluol sind.

2000
2000 Universal Kleber

Abfallreduzierung durch leichte Dosierung

Das Dosiersystem Loctite Control für Universalkleber wird eingeführt. Dosierknöpfe an der Seite der Flasche erleichtern die Anwendung des Klebstoffs und tragen zur Abfallreduzierung bei.

2010 Pritt Roller
2010

Biomaterial-Award

ECOmfort-Korrekturroller aus 89% natürlichem Kunststoff gewinnen den "Biomaterial Award" auf der Hannover Messe 2010.

2016 LASD
2017

Leichte Automobile ermöglichen

Henkel erhält den Rheinischen Innovationspreis für die Entwicklung eines neuen Polyurethanharzes, das die Markteinführung einer faserverstärkten Kunststoff-Blattfeder im automobilen Leichtbau ermöglicht.

2021 Adhesive draft
2021

Erneuerbare, pflanzenbasierte Inhaltsstoffe

Henkel entwickelt den weltweit ersten biobasierten Polyurethan-Schmelzklebstoff für die Montage von elektronischen Geräten. Die Loctite-Technologie besteht zu 60 Prozent aus erneuerbaren, pflanzenbasierten Inhaltsstoffen.