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12.10.2018

Ein Gastartikel von David Katz, Gründer & CEO von Plastic Bank

„Wir müssen Plastik einen Wert geben und die Verschmutzung der Meere stoppen!“

Anfang des Jahres 2018 bin ich mit dem Henkel-Team nach Haiti zur Eröffnung von drei neuen Kunststoffabfall-Sammelzentren geflogen, die von der Schwarzkopf Million Chances Initiative und dem Unternehmensbereich Laundry & Home Care unterstützt werden. Diese Social Plastic® Sammelzentren sind Teil der 2017 gestarteten Partnerschaft zwischen Henkel und Plastic Bank. Ziel ist es, hier jährlich mehrere Tausend Kilo Plastik zu sammeln und den lokalen Sammlern dafür Geld oder Sachspenden anzubieten.

Laut Weltbank verdient jeder vierte Haitianer (2,5 Millionen Millionen) weniger als 1,23 US-Dollar pro Tag. Haiti gehört damit zu den ärmsten Staaten der Erde. Henkel ist die Partnerschaft mit Plastic Bank eingegangen, um das Leben der Haitianer deutlich zu verbessern und dabei gleichzeitig Gutes für die Umwelt zu tun.

Plastic Bank hat innerhalb von drei Jahren schon viel erreicht:

  • 35 Social Plastic® Sammelzentren wurden eingerichtet
  • 2.000 Sammler konnten mit Geld, Sachspenden und Sozialleistungen unterstützt werden
  • 8 Millionen Pfund Kunststoffabfälle wurden gesammelt
  • 144 Millionen Kunststoffflaschen sind so nicht ins Meer gelangt und wurden zur Wiederverwendung durch Unternehmen in Social Plastic® umgewandelt.

Viele haitianische Familien kämpfen tagtäglich um ihr Überleben. Damit werden die Sorgen um die Umwelt für sie zweitrangig. Plastikabfall stapelt sich in den Straßen und landet so letztendlich in den Flüssen und Meeren. Als ich mit dem Henkel-Team an den Stränden von Haiti stand, waren wir geschockt von der Verwüstung, die durch die Mengen von Plastikabfall verursacht wird. Wenn wir so weitermachen wie bisher, wird es bis 2050 in den Ozeanen mehr Plastik als Fische geben. Wir müssen das Problem daher weiter angehen und Plastikabfällen einen Wert geben, damit diese nicht einfach ungenutzt am Straßenrand liegen gelassen werden.

David Katz, Founder & CEO of The Plastic Bank

David Katz, Gründer & CEO von Plastic Bank

Infografik Plastic Bank

 

Aus diesem Grund eröffnet Plastic Bank gerade auch weitere Sammelzentren in Brasilien, Äthiopien und auf den Philippinen. Bald sollen auch Sammelzentren in Indonesien und Indien entstehen. Wir laden Verpackungshersteller ein, das Social Plastic® zu kaufen. Die Wertsteigerung von Social Plastic® kommt dann den Sammlern zugute. Etwa 10% der Weltbevölkerung lebt derzeit von weniger als 1,90 Dollar pro Tag, damit bleibt noch viel zu tun, um die globale Armut zu bekämpfen.

Plastic Bank schafft damit eine Wertschöpfungskette, die zu einer besseren Welt beiträgt. Wir freuen uns aber besonders über unsere Partnerschaft mit Henkel, weil sie ein gutes Beispiel dafür ist, was man erreichen kann, wenn man sich zusammenschließt. Gemeinsam können wir einen echten Mehrwert leisten, indem wir das Abfallproblem ganzheitlich angehen und gleichzeitig den ärmsten Menschen der Welt helfen.

Durch die Kooperation von Henkel und Plastic Bank werden Tausende von Kilogramm Kunststoff aus Straßen, Flüssen und Stränden entfernt. Der Gewinn aus Social Plastic® wird an die Bedürftigsten weitergegeben. So profitieren besonders haitianische Mütter und vor allem Kinder, die die Möglichkeit erhalten, zur Schule zu gehen oder einen Arzt aufzusuchen.

Wir sind davon überzeugt, dass die gemeinsam gesammelten Erfahrungen von Henkel und Plastic Bank in Haiti die Verbundenheit beider Partner fördert und dazu beiträgt, unsere Erde und die Ozeane zu schützen und zu Menschen in Armut eine Existenzgrundlage zu geben.

David Katz über den Wert von Plastik und seine Vision für die Zukunft

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3 Fragen an David Katz

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