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12.12.2017

Zu Besuch im Haarlabor bei Henkel in Düsseldorf

Haargenau drin, was draufsteht

„Prachtvolle Kräftigung“, „Gesunder Glanz“ oder „Anti-Spliss“ – viele Konsumenten wählen Produkte nach den Wirkversprechen. Dr. Sabine Babiel, Leiterin des Haarlabors von Henkel in Düsseldorf und ihr Team fühlen neuen Produktclaims auf den Zahn und sorgen dafür, dass Kunden sich darauf verlassen können.

„Wünschen sich Konsumentinnen und Konsumenten beispielsweise intensiv gepflegtes, gesund glänzendes Haar, bitten unsere Kollegen vom Marketing die Produktentwickler, eine Rezeptur dafür zu erarbeiten“, erklärt Babiel. Haben diese eine Formel entwickelt, die die gewünschten Produkteigenschaften liefert, kommt das Haarlabor ins Spiel. Hier testen Dr. Sabine Babiel und ihr Team, ob sie das Ergebnis der Produktentwickler in ihren Tests nachvollziehen können und das Produktversprechen eingehalten wird.

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Ein Besuch im Haarlabor bei Henkel in Düsseldorf

2:52 Min.

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Im Haarlabor wird also geforscht, getestet und ausgewertet, das Haar teilweise bis zum Reißen beansprucht. Für jede Testmethode gibt es hier die passende, manchmal sogar von Henkel selbst entwickelte, Apparatur: In der Klima-Box werden die echten Test-Strähnen aufgehängt und warten bei 24 Grad Celsius sowie 25 Prozent Luftfeuchtigkeit auf ihren Einsatz. So stellt die Klima-Box sicher, dass die Voraussetzungen für jedes Haar gleich sind und die Ergebnisse nicht durch äußere Klimaeinflüsse verfälscht werden.

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Zwei Experten bei der Arbeit: Dr. Sabine Babiel, Leiterin des Haarlabors, und Andreas Kirch, Biologisch-technischer Assistent, vergleichen zwei Haarsträhnen vor dem Klimakasten.

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Die Testprodukte werden per Hand auf die nassen Haarsträhnen aufgetragen.

???gallery.open.slideshow??? Andreas Kirch hängt die mit neuen Produkten shampoonierten Haarsträhnen an die Auswaschapparatur

Andreas Kirch hängt die mit neuen Produkten shampoonierten Haarsträhnen an die Auswaschapparatur. Diese wäscht die Strähnen stets unter denselben Bedingungen aus.

Dank der Glätteisenapparatur können die Experten testen, ob die neue, von Produktentwicklern erstellte Rezeptur, einen positiven Effekt auf die vorgeschädigten Haare hat. Damit der Unterschied sichtbar wird, bedarf es also auch stets einer Nullmessung. „Das ist ein Vergleichswert von Haarsträhnen, die nicht mit der neuen Rezeptur behandelt, jedoch auch allen Tests ausgesetzt wurden“, so Babiel.

Eine weitere Testmethode bietet die Zugdehnungsapparatur. In dieser Apparatur werden Einzelhaare teilweise bis zum Reißen gedehnt. „Damit untersuchen wir, ob sich die Haarpflegeprodukte kräftigend auf die Haarstruktur auswirken“, erläutert Babiel.

Getestet wird mit europäischen, brasilianischen oder asiatischen Haaren. Abhängig ist dies von der Region, für welche die Rezeptur entwickelt wurde. Denn die Haarpflegeprodukte von Henkel sind international vertreten. Bei genauerer Beobachtung wird deutlich, dass sich die Form der Haare je nach ethnischem Typ unterscheidet. Im Gegensatz zum europäischen ist das asiatische Haar gleichmäßig rund, weshalb es sehr glatt fällt. Das hat zur Folge, dass beim Kämmen andere Kräfte aufgewendet werden müssen als beim europäischem Haar. „Apropos kämmen – dieses wichtige Thema wird von uns an mehreren Maschinen gründlich untersucht“, sagt Expertin Babiel. „Die Nasskämmapparatur misst die Kraft, die notwendig ist, um durch das nasse Haar zu kämmen – je weniger Kraft benötigt wird, desto angenehmer wird es von unseren Kunden empfunden.“

Die Spliss-Haarbruch-Apparatur wiederum simuliert durch 20.000 Kämmungen in vier Stunden das Kämmverhalten eines Zeitraums von drei bis vier Jahren. Damit kann untersucht werden, wie sich unsere Haarpflegeprodukte positiv auf Spliss und Haarbruch auswirken.

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???gallery.open.slideshow??? In vier Stunden simuliert die Spliss-Haarbruch-Apparatur die Beanspruchung durchs Kämmen in drei bis vier Jahren.

Mit 20.000 Kämmungen in vier Stunden simuliert die Spliss-Haarbruch-Apparatur die Beanspruchung durchs Kämmen in drei bis vier Jahren.

???gallery.open.slideshow??? Der Bildschirm zeigt ein gesundes (oben) und ein geschädigtes Haar (unten)

Das Mikroskop vergrößert das Haar um sein 2.000-faches. So kann Andreas Kirch allen Haarschäden auf den Grund gehen. Der Bildschirm zeigt ein gesundes (oben) und ein geschädigtes Haar (unten).

Wurden am Ende alle nötigen Tests erfolgreich durchgeführt, um den Effekt der neuen Rezeptur zu prüfen, setzen sich Dr. Sabine Babiel und ihr Experten-Team an die statistische Auswertung. Alles muss detailliert festgehalten, jederzeit abrufbar und nachvollziehbar sein. „So wird sichergestellt, dass der Produkt-Claim abgesichert ist und unsere Kunden ein wirksames Produkt erhalten,“ erklärt Babiel.

Kirch und Babiel werten die Ergebnisse aus

Nach all den Tests werten Kirch und Babiel die Ergebnisse ganz genau aus. Dabei zeigt sich schließlich, ob das Produkt das hält, was die Verpackung verspricht.