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30.11.2017

Eine Studie zum Putzverhalten der Deutschen

Die neue Macht des Putzens

In manch einem Haushalt steht Sauberkeit an erster Stelle, Staub und Co. haben keine Chance. In anderen geht es entspannter zu. Eins steht aber fest: Jede Wohnung, jedes Haus oder noch so kleine Zimmer wird früher oder später gründlich (oder weniger gründlich) geputzt. Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel (IKW) hat dieses Thema genauer unter die Lupe genommen und die Studie „Die neue Macht des Putzens“ veröffentlicht. Durchgeführt von rheingold salon, erklärt die IKW-Studie zur Psychologie der Haushaltspflege, was Putzen, Wischen und Co. für die Menschen wirklich bedeuten kann. So gibt es nicht nur verschiedene Putztypen wie den „Kaschierer“ oder den „Kontroletti“, es ist auch ein Wandel in den Motiven erkennbar, weshalb wir überhaupt nach dem Staubwedel greifen.

Imagewandel des Putzens

Nach dem zweiten Weltkrieg legte die Bevölkerung viel Wert auf ein gepflegtes Eigenheim. Imagepflege war schließlich das A und O. Mit den Jahren wandelte sich die anspruchsvolle zu einer freieren Putzkultur. Heute, so der IKW, ist es wiederum anders. Da die Außenwelt schnelllebiger und anonymer ist als je zuvor, dient das Putzen weniger der Imagepflege oder dem Ausdruck von Freiheit, als vielmehr unserem eigenen Seelenheil. Indem wir unser zu Hause frei von Schmutz halten, wird unser Bedürfnis nach Kontrolle gedeckt und die Sehnsucht nach Vertrautem gestillt.

Die fünf Putztypen

Im Rahmen der IKW-Studie wurden mehr als 1.000 Menschen in Deutschland zu ihren Putzgewohnheiten befragt. Daraus ergaben sich folgende fünf Putztypen:

Der Perfektionist ist darauf bedacht, sein Eigenheim vollkommen sauber und ordentlich zu halten. Schmutz wird unmittelbar nach seiner Entstehung beseitigt. Durch die Gründlichkeit des Putzens möchte der Perfektionist sich selbst und sein Leben kontrollieren. Rund 35% der Deutschen sind in Sachen Putzen Perfektionisten.

Beim Kaschierer gilt: Was der Gast nicht weiß, macht den Gast nicht heiß. Es wird lediglich an den Stellen gründlich geputzt, die mit bloßem Auge zu erspähen sind. Das reicht, um zu suggerieren, dass der Bewohner sein Leben im Griff hat. Der Putzaufwand bleibt gering. In Deutschland gehören etwa 24% zu diesem Putztypen.

Wenn die Wohnung mal nicht sauber ist, gerät der Lebenskünstler nicht gleich in Panik. Er bestimmt selbst, wann sie schmutzig und wann sauber ist. Laut IKW sind 15% der Deutschen Lebenskünstler.

Die Herrscher-Putzspezies versteht es, die Aufgaben an andere weiter zu geben. Wichtig ist jedoch, dass der oder die Beauftragte die Anweisungen und Regeln des Herrschers befolgt. Nur des Herrschers Putzstil ist der einzig wahre.

Der Kontroletti wird auch der „heimliche Herrscher“ genannt. Denn auch er hat die Zügel in der Hand, wenn auch weniger offensichtlich. Er putzt meist selbst, behält somit aber die Kontrolle und Oberhand im Haushalt.