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15.06.2016  Düsseldorf

Schülerpraktika im Rahmen des Integrationsprogramms von Henkel

Schritt für Schritt in Richtung Zukunft

Die gelb-weißen Reflektoren der Feuerschutzjacke, die Samir bis in die Kniekehlen reicht, leuchten in der Sonne. Nur seine Fingerkuppen blitzen aus den dunkelblauen Ärmeln hervor, die tiefschwarzen Haare verschwinden unter dem Helm. „Oh – echt schwer“, sagt Samir*, als er den Feuerlöscher mit beiden Händen hochhebt. Dann läuft er langsam auf das Feuer zu.

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???gallery.open.slideshow??? Fünf Schüler begleiteten eine Woche lang einen Auszubildenden der Werksfeuerwehr

Vorsicht heiß: Fünf Schüler begleiteten eine Woche lang einen Auszubildenden der Werksfeuerwehr. Am Ende durfte jeder beim Löschen zeigen, was er gelernt hatte.

???gallery.open.slideshow??? Praktikanten bekamen erste Einblicke in die Arbeitswelt

10 Tage, 13 Schüler und 5 Ausbildungsberufe – die Praktikanten bekamen erste Einblicke in die Arbeitswelt und die verschiedenen Ausbildungsmöglichkeiten eines Konsumgüterkonzerns.

???gallery.open.slideshow??? Teilnehmer der Initiative „Hauptschüler welcome II“

Die Teilnehmer der Initiative „Hauptschüler welcome II“ sind gespannt auf das Bewerbungscoaching.

???gallery.open.slideshow??? Schülerpraktikanten in der Forscherwelt

Gemeinsam spielerisch lernen: In der Forscherwelt entdeckten die Schülerpraktikanten, wie man Klebstoff herstellt.

Samir ist 14 Jahre alt und Schüler in der Willkommensklasse der Katholischen Hauptschule Itterstraße in Düsseldorf. Zusammen mit zwölf anderen geflüchteten Schülern nimmt er an einem Berufsorientierungspraktikum bei Henkel teil. In zwei Wochen bekommen die Schüler Einblicke in die deutsche Arbeitswelt und den Ausbildungsalltag bei einem Konsumgüterkonzern.

Ob bei pädagogischen Teamaufgaben oder Führungen durch die Waschmittel- und Pritt-Produktion: In der ersten Woche stand vor allem das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. In der zweiten Woche begleiteten die Schüler dann Auszubildende in ihrem Alltag und konnten so verschiedene Berufsfelder entdecken. Von der Betriebsgastronomie über das Chemielabor bis hin zur Werkfeuerwehr – die Schüler lernten viele unterschiedliche Berufe kennen.

„Nicht gegen den Wind halten.“ Vorsichtig korrigiert ein Werkfeuerwehrmann die Position von Samir. Dieser geht ein paar Schritte zur Seite, dann drückt er auf den Feuerlöscher. Eine große weiße Pulverwolke erscheint, keine zehn Sekunden später ist das Feuer gelöscht. „Toll gemacht!“ Die Mitschüler und umstehenden Feuerwehrmänner applaudieren. Samir lächelt und gibt den Feuerlöscher weiter. Eine Woche lang haben Samir und vier seiner Mitschüler Auszubildende bei der Werkfeuerwehr von Henkel in ihrem Arbeitsalltag begleitet. „Wir haben gesehen, was die Feuerwehr macht. Das war toll“, sagt Samir nach der Woche. Wie ihm geht es auch den anderen Schülern:„Es hat viel Spaß gemacht und wir haben eine Menge gelernt. Wir würden gerne wiederkommen.“ Auch die Lehrerin Elvira Stebichow ist begeistert: „Das Programm hat sehr viel gebracht, ich würde es auf jeden Fall weiterempfehlen. Die Schüler konnten einen Teil ihrer Ängste abbauen und sich mit ihren Zukunftsvorstellungen auseinandersetzen. Sie haben außerdem gelernt, offen und locker mit anderen Schülern umzugehen.“

Coaching für Schüler mit Migrationshintergrund

Die Aktion ist Teil des Integrationsprogramms von Henkel für Flüchtlinge, das sich auf Bildung und den Zugang zum Arbeitsmarkt konzentriert. Die Teenager und jungen Erwachsenen werden bei der Orientierung und den ersten Schritten in der Arbeitswelt unterstützt. Neben dem zehntägigen Schülerpraktikum bietet das Unternehmen aktuell unter anderem einen dreimonatigen Sprachkurs mit Deutsch als Fremdsprache im Beruf an. Außerdem wurde die seit 2009 bestehende Initiative „Hauptschüler welcome“ in diesem Jahr um eine Gruppe erweitert. „Ausbilder von Henkel begleiten 24 Flüchtlingskinder, die Hauptschulen besuchen, für ein Jahr als Coach“, erklärt Ausbildungsleiter Dr. Loert de Riese-Meyer. „Wir wollen ihnen Perspektiven eröffnen und dabei helfen, ihren Weg zu finden. Unser Ziel ist es, dass jeder Schüler zum Ausbildungsstart 2017 eine Lehrstelle oder einen Platz an einer weiterführenden Schule hat.“

* Name wurde geändert, Anm. d. Red.