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02.05.2016  Düsseldorf

Fünf Jahre Henkel Forscherwelt

Wie ein echter Forscher arbeiten

Wie arbeitet ein Forscher wirklich? Das können in der Forscherwelt von Henkel seit fünf Jahren Kinder hautnah erfahren. In dem für sie entwickelten Programm ist Neugierde gefragt und Spaß erlaubt. Denn die Bildungsinitiative von Henkel hat das Ziel, Kinder für naturwissenschaftliche Forschung zu begeistern. Weltweit haben bislang rund 9.700 Kinder an der Initiative teilgenommen.

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Die Kinder lernen: Forscher brauchen Geduld und Ausdauer sowie ein planvolles, systematisches Vorgehen.

???gallery.open.slideshow??? Kleine Forscher in der Forscherwelt

In der Forscherwelt werden Kinder selbst zu kleinen Forschern.

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Dr. Simone Bagel-Trah ist Schirmherrin der Forscherwelt.

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Dr. Simone Bagel-Trah mit Kindern in der Düsseldorfer Forscherwelt.

Es blubbert und zischt. Bunte Flüssigkeiten kochen in Laborkolben über dem Bunsenbrenner. Puff – ein Knall! Ein älterer Mann im Kittel rauft sich sein graues Haar. Wenn Kinder gefragt werden, wie sie sich einen Forscher vorstellen, dann beschreiben sie oft dieses Bild. Eine der häufigsten Fragen ist: „Wann explodiert denn hier mal was?“, erzählt Dr. Ute Krupp, Sustainability Managerin bei Henkel und Leiterin der Forscherwelt. „Klar, das ist ja auch spannend und aufregend. Doch wäre ein planloses Herumexperimentieren der wahre Job eines Forschers, und wäre jeder Forscher wirklich männlich, alt und würde allein vor sich hin tüfteln, dann wäre auch das Interesse der Kinder an Naturwissenschaft und Forschung so schnell verpufft wie der Knall einer Explosion.“

Kinder wollen entdecken und ausprobieren

Kinder sind neugierig und wollen die Welt verstehen. Sie sind auf der Suche nach Antworten – durch Ausprobieren, Nachfragen und Beobachten. Und genau das ist Forschung. Um Kinder nachhaltig für Naturwissenschaften zu begeistern, möchte Henkel mit der Forscherwelt Kindern ein authentisches Erlebnis von Forschung nahebringen. Mittlerweile gibt es das Konzept in Deutschland, Argentinien, Russland, Irland und der Türkei. Und die Zahlen sprechen für sich: Bisher haben weltweit rund 9.700 Kinder an der Initiative teilgenommen und in mehr als 33.000 Experimenten die Geheimnisse der Naturwissenschaft entdeckt – rund um die Themen Kleben, Waschen und Reinigen, Kosmetik und Nachhaltigkeit.

Kreativität, Spaß und Selbermachen

In Düsseldorf – dem Geburtsort der Forscherwelt – können Kinder seit 2011 in einem kindgerecht gestalteten Raum ihren natürlichen Forscherdrang ausleben. In neunteiligen Unterrichtsreihen kommen Grundschüler über mehrere Wochen regelmäßig in das kleine Labor. In den Ferien haben zudem Kinder von Henkel-Mitarbeitern die Chance, eine Woche am Stück „wie ein Forscher zu sein“.

Die Forscherwelt ist dabei mehr als ein klassisches Schülerlabor. Sie ist ein Erlebnisraum. Auf dem „Berg des Wissens“ können die kleinen Forscher zwischen den Experimenten toben und über das Erlebte sprechen. Kreativität, Spaß und Selbermachen sind hier erlaubt. Und das kann der Forschernachwuchs oft gar nicht glauben. „Darf ich das jetzt wirklich selbst da reinschütten?“, wird Ute Krupp oft gefragt. „Die Kinder rückversichern sich oft, weil sie es nicht gewohnt sind, so selbstständig arbeiten zu dürfen“. Und hier dürfen sie auf einmal Mischen, Rühren, Erhitzen und sogar mit Absicht Ketchup-Flecken aufs T-Shirt machen. Echte Forscherarbeit eben.

Wie ein echter Forscher

Der Bezug zur echten Forschung bei Henkel gibt den Kindern das Gefühl, mittendrin zu sein. Für die Chemiedidaktikerin Prof. Dr. Katrin Sommer war es wie ein Geschenk, als sie vor fünf Jahren gemeinsam mit Henkel das didaktische Konzept der Forscherwelt entwickeln und umsetzen durfte. Für sie steht im Vordergrund, dass Kinder hier ein aufregendes und authentisches Erlebnis mit Naturwissenschaften verknüpfen. „Wenn es bis etwa zum 10. Lebensjahr nicht gelingt, einen Impuls durch eine positive Erfahrung mit naturwissenschaftlicher Forschung zu setzen, ist eine wichtige Chance in Richtung Interessensbildung vertan“, erklärt sie.

Die Forscherwelt expandiert

Seit 2014 profitieren auch Kinder in anderen Ländern von diesen Erfahrungen. So gibt es das Konzept der Forscherwelt mittlerweile in Russland, Argentinien, der Türkei und in Irland. Unter dem Motto „Wie ein Forscher sein“ besuchen dort speziell geschulte Lehrkräfte und Mitarbeiter Schulklassen im Unterricht und in Russland finden im „Experimentanium“, einem Wissenschaftsmuseum für Kinder in Moskau, Forscherweltkurse statt.

Ob durch die Forscherwelt in Düsseldorf und dem Rest der Welt in Zukunft nun viel mehr junge Menschen in die Forschung gehen werden, wissen die Experten der Forscherwelt natürlich auch nicht. „Manche Kinder sagen am Ende auch, dass es ihnen zu anstrengend ist“, berichtet Ute Krupp. „Ganz viele werden aber neugierig auf einen Beruf, den sie vorher nicht kannten und bei denen wird ein positiver Anker gesetzt, der vorhandenes Grundinteresse an Naturwissenschaften bestärkt.“

Die Zeit in der Forscherwelt ist ein Erlebnis und das bleibt hängen. Auch wenn am Schluss vielleicht nichts explodiert ist und es nicht immer brodelt, blubbert und zischt.