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28.10.2015  Düsseldorf

Innovative Werbeformen

Blick in die Geschichte: Wie Henkel zum Vorreiter in der Werbung wird

Im Jahr 1876 gründet Fritz Henkel mit zwei Geschäftspartnern die Firma Henkel & Cie. Von Beginn an versteht der Unternehmer die große Bedeutung von Werbung. Lesen Sie, wie Henkel immer wieder innovative Werbeformate nutzt und die Weiße Dame als Werbeikone für Persil die Herzen der Konsumenten erobert.

Weiß gekleidete Männer mit Persil-Sonnenschirmen

Zu den Werbemaßnahmen gehören im Jahre 1908 weiß gekleidete Männer mit Persil-Sonnenschirmen. Sie flanieren durch belebte Geschäftsstraßen.

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???gallery.open.slideshow??? 1876 - erste Werbung für das Universal-Waschmittel

1876 erscheint die erste Werbung für das Universal-Waschmittel. Sie erläutert die Vorteile des Waschmittels gegenüber der Seife.

???gallery.open.slideshow??? Weiße Dame

1922 erscheint zum Jahresende erstmals eine Werbung mit der Weißen Dame für Persil. Gestaltet hat das Plakat der Berliner Kunstmaler Kurt Heiligenstaedt.

???gallery.open.slideshow??? „Himmelsschreiber“

1927 sind über die Grenzen von Deutschland hinaus die „Himmelsschreiber“ zu sehen. Die schreiben den Schriftzug mit Rauch an den Himmel.

Bereits im Jahr der Firmengründung erscheint die erste Anzeige für ein Universal-Waschmittel im Stadtanzeiger der Kölnischen Zeitung. Dies ist der Start einer kreativen Werbestrategie des Unternehmens: Dabei werden die Slogans der Produkte nicht nur über Anzeigen in Zeitungen verbreitet, sondern über verschiedenste Wege an den Kunden herangetragen. Ein Jahr nach der Einführung von Persil – dem ersten selbsttätigen Waschmittel der Welt – flanieren 1908 weiß gekleidete Männer mit überdimensionalen Persil-Sonnenschirmen durch belebte Geschäftsstraßen und wecken dadurch die Neugier der Kunden.

Vom Berliner Kunstmaler Kurt Heiligenstaedt gestaltet und ins Leben gerufen hat die Weiße Dame 1922 ihren ersten großen Auftritt und ist seitdem fester Bestandteil der Persil-Geschichte. Bis in die 1960er Jahre wirbt sie auf Plakaten und Emailleschildern für das Waschpulver und verkörpert bis heute die Reinigungskraft des Waschmittels. So schmückt die Werbeikone im weißen Kleid beispielsweise die nostalgischen Persil-Uhren, die in vielen deutschen Städten zu finden sind.

1927 steigt die Persil-Werbung zu neuen Höhen auf: Über die Grenzen von Deutschland hinaus schreiben Flugzeuge mit Rauch den sieben Kilometer langen Schriftzug „Persil“ in den Himmel. Vier Jahre später lösen Wolkenprojektionen per Lichtkanonen die sogenannten Himmelsschreiber ab. Am 3. November 1956 setzt Henkel in Sachen Werbung neue Maßstäbe und feiert mit dem ersten Werbefilm in der deutschen Fernsehgeschichte Premiere – im Abendprogramm zeigt die ARD den Spot „Mahlzeit“ mit den Schauspielern Beppo Brem und Liesl Karlstadt. Weitere Fernseh-Werbekonzepte von Persil wurden legendär, zum Beispiel die Spots mit dem Persil-Presenter ab 1975. Darin informierte Henkel im Nachrichtenstil über Ergiebigkeit, Waschkraft und schonende Pflege. Der zugehörige Slogan klingt bis heute nach: „Persil – da weiß man, was man hat“.

Dass eine Werbeidee auch über Generationen hinweg begeistern kann, zeigen die allseits beliebten Pril-Blumen. Im Jahr 1972 eingeführt erreichten die bunten Aufkleber auf der Flaschen-Rückseite des Spülmittels schon bald Kultstatus. Ihr letztes Revival erlebten die Pril-Blumen im Sommer 2015: Mit einer limitierten Blumen-Edition zog für kurze Zeit wieder Flower-Power-Feeling in Deutschlands Küchen ein.