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27.10.2015  Düsseldorf

Einweihung der restaurierten Persil-Lok

Alte Lok in neuem Glanz

Zu Hunderten waren die Hitdorfer – ein Stadtteil von Leverkusen – zur Einweihung zusammengekommen, um die Rückkehr „ihrer“ Persil-Lok zu feiern. Henkel-Pensionäre hatten die historische Dampfspeicherlok sorgfältig restauriert.

Blickfang in direkter Nähe des Rheins: Zur Einweihung der restaurierten Persil-Lok war auch eine „weiße Dame“ zu Besuch.

Applaus brandete auf, als die verhüllende Plane endlich fiel – und darunter nicht nur die historische Persil-Lok mit ihrem frischen grünen Anstrich zum Vorschein kam, sondern auch die „weiße Dame“, die als Werbeikone für das Waschmittel bekannt ist. In den vergangenen Monaten hatte das Team der Henkel-Pensionärswerkstatt die 104 Jahre alte Lokomotive detailgetreu restauriert. Die Werkslogistik und das Konzernarchiv von Henkel unterstützten die Pensionäre bei diesem ehrenamtlichen Projekt, das in enger Abstimmung mit dem Amt für Denkmalpflege im Rheinland und dem Denkmalschutz der Stadt Leverkusen durchgeführt wurde. Eine Woche vor dem Einweihungsfest transportierte ein Schwerlaster die gut 20 Tonnen schwere Lokomotive zu ihrem neuen Standort.

„Endlich ist unsere Persil-Lok wieder da“, freute sich Regina Sidiropulos, die für Hitdorf zuständige Bezirksvorsteherin des Leverkusener Stadtrats. „Auf dieser Lok sind wir doch alle als Kinder bei jedem Spielplatzbesuch herumgeklettert.“ Tatsächlich stand die Persil-Lok seit 1982 viele Jahre lang auf einem Hitdorfer Spielplatz. Ihre aktive Dienstzeit, an die Heiner Brinkmann, Leiter der Werkslogistik von Henkel, erinnerte, war da schon längst vorbei: 1911 von Henkel angeschafft, zog und rangierte die Persil-Lok, die mit Dampf aus dem werkseigenen Kesselhaus betrieben wurde, jahrzehntelang Waggons auf dem Düsseldorfer Werksgelände. Nach einer Zwischenstation am Henkel-Standort Viersen-Dülken fuhr sie noch bis in die 1970er Jahren für die Vereinigte Verpackungsgesellschaft in Monheim-Blee, die zu dieser Zeit ein Verbundenes Unternehmen von Henkel war.

Als Spielgerät darf die frisch restaurierte Dampfspeicherlok nicht mehr genutzt werden. „Die Lok wurde schon 1995 in die Denkmalliste des Landes Nordrhein-Westfalen aufgenommen – und jetzt soll sie als Denkmal die Menschen erfreuen“, erklärte Gernot Paeschke. Der Langenfelder Bauunternehmer hatte die Transport- und Materialkosten für das Restaurierungsprojekt übernommen. Mit einer Spende bedankte sich Paescke bei den Werkstatt-Pensionären für ihre fachkundige Arbeit.

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