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01.12.2014  Düsseldorf

Bauindustrie bestaunt innovative Holzkonstruktion im Züricher Zoo

Geklebtes Dach für Elefanten

Aus der Ferne wirkt die geschwungene Konstruktion wie ein überdimensionierter Schildkrötenpanzer. Irgendwie passend für einen Zoo, könnte man meinen. Betrachtet man das Holzdach des neuen Elefantenhauses im Züricher Zoo allerdings aus der Nähe, wird schnell klar, warum die Bauindustrie aktuell fasziniert in die Schweiz blickt.

Mit einer Spannweite von mehr als 80 Metern bedeckt die beinahe runde Holzschale die neue Heimat für die thailändischen Elefanten des Züricher Zoos. Mit 1.500 Tonnen Gewicht und einer Fläche von mehr als 6.000 Quadratmetern ist das Dach so groß wie ein Fußballfeld.

Es ist das Herzstück der knapp 34 Millionen Euro teuren „Kaeng Krachan Elefantenpark“-Anlage, die im letzten Frühjahr eröffnet wurde. Genau genommen ist es ein übergroßes Puzzle aus übereinander liegenden mehrschichtigen Brettsperrholz-Elementen. Diese innovative Bautechnologie hatte die Henkel-Marke Purbond, die seit kurzem unter dem neuen Namen Loctite Purbond firmiert, in Kooperation mit europäischen Holzlieferanten vor etwa 15 Jahren ersonnen.

Vollflächig und kreuzweise verleimt

Bei diesem Verfahren werden bis zu vier Meter breite und 15 Meter lange Platten aus Nadelholz zu bis zu siebenschichtigen Elementen verleimt – vollflächig und kreuzweise mit dem einkomponentigen lösemittel- und formaldehydfreien Loctite HB Purbond Klebstoff. Bis zu 30 Zentimeter stark kann ein einzelnes Element sein. Insgesamt knapp acht Tonnen Klebstoff halten das Holzdach zusammen.

Ausgewählt wurden die Mehrschichtplatten auch, weil sich der Baustoff leicht verarbeiten und in die gewünschte Form bringen lässt. Für dieses Projekt war dies eine elementare Notwendigkeit, denn die wuchtigen Platten wurden unter hohem Druck leicht gebogen und präzise in die Gesamtkonstruktion integriert.

Brettsperrholz-Bauweise hat Konjunktur

In den letzten zehn Jahren hat die Brettsperrholz-Bauweise eine enorme Konjunktur erfahren. Zum einen wegen des natürlichen und nachhaltigen Baustoffs Holz. Seine Vorteile: Das Naturmaterial setzt in der Produktion kein CO2 frei, und abhängig von seiner Verwendung lassen sich ausgediente Bauteile auch nach Jahren anderweitig verarbeiten.

Zum anderen aber auch aus statischen und wirtschaftlichen Erwägungen heraus. „Verglichen mit jeder Betonlösung entfällt bei der Verarbeitung von geleimtem Brettsperrholz die Trocknungszeit vollständig“, sagt Walter Stampfli, General Manager für die Marke Loctite Purbond. „Damit verkürzt sich die Bauzeit radikal. Das spüren Auftraggeber direkt im Portemonnaie.“ integriert.

Bedeutende Imageprojekte

Auch diese Vorteile haben sich herumgesprochen. Ebenso wie die Referenzprojekte, die Henkel über den Erdball verstreut realisieren konnte. In Deutschland gehört beispielsweise der erste komplett aus Holz gebaute Windkraftturm (TimberTower) bei Hannover dazu, im kanadischen Vancouver die frei tragende Holztreppe der University of British Columbia und in Melbourne/Australien ein jüngst entstandenes neunstöckiges Wohnhochhaus. Alle statisch relevanten und tragenden Elemente wie Wände, Böden und Decken wurden mit Brettsperrholz realisiert.

„In Neuseeland, Südafrika und Europa sind wir stark vertreten,“ erläutert Stampfli die Nachfrage nach Loctite Purbond-Klebstoffen und Know-how. „Auch in Russland, den USA und in Kanada befinden wir uns im Aufwind. Ganz aktuell arbeiten wir auch in Japan an der Zulassung unserer Technologie.“

Auch das Dachprojekt wird sich beflügelnd auf die Vergabe weiterer Aufträge weltweit auswirken, ist sich Stampfli ganz sicher. „Schon jetzt schlägt der rein spendenfinanzierte Bau des Elefantenhauses hohe Wellen in der gesamten Baubranche“, meint der Schweizer Holzklebstoff-Spezialist. „Nicht nur wegen seines spektakulären Designs, sondern auch wegen der statischen Lösung und der damit verbundenen innovativen Verteilung der Kräfte. Für die künftige Entwicklung der Holzbauweise ist dies ein weiteres wegweisendes Projekt.“

Das neue Züricher Elefantenhaus ist ein architektonisches Highlight.

Walter Stampfli (Henkel) und Robert Zingg (Zoo Zürich) begutachten das fertiggestellte Dach des Elefantenhauses.

Die Dachstruktur des Elefantenhauses erinnert an das natürliche Blätterdach im Regenwald.

Die Dachstruktur lässt viel Licht ins Innere des Elefantenhauses.

Holger Elfes Henkel Adhesive Technologies Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-9933 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen
Lisa Kretzberg Henkel Adhesive Technologies Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-5672 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen