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28.08.2014  Düsseldorf

Thomsit R 755 Sicherheits-Grundierung verfestigt Untergrund und schützt vor Bodenfeuchte

Sehr emissionsarmer Bodenaufbau für Bundesverfassungsgericht

Rund 11.000 Quadratmeter Zementestrich mussten verfestigt werden, ehe mit dem neuen Fußbodenausbau im Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe begonnen werden konnte. Den Sanierungsauftrag erhielt die Offenburger Fachfirma „Waschke Fensterdekoration/Bodengestaltung“ und setzte ausschließlich sehr emissionsarme Verlegewerkstoffe von Thomsit ein, der Spezialmarke für Fußbodentechnik von Henkel.

Drei Kilometer trennten das inzwischen sanierte Gerichtsgebäude des Bundesverfassungsgerichts und den Übergangsstandort am Karlsruher Stadtrand. Für mehr als drei Jahre hatten die 16 obersten Richter des Landes dort in einer Kaserne ein provisorisches Domizil erhalten. Das Archiv allerdings verblieb während der Sanierungsphase an seinem Stammsitz.

Damit wurde ein täglicher Transferdienst von Aktenmaterial in „Panzerwagen“ für die Verhandlungsrunden notwendig – Archivmaterial holen, sichten, bewerten und zur weiteren Aufbewahrung zurückbringen. Schon das war ein gewaltiger logistischer und für die Arbeitsprozesse des obersten Gerichtshofs aufwändiger Prozess.

Um somit Verständnis für den einzuhaltenden Bezugstermin im August zu werben, hatte Verfassungsgerichtspräsident Prof. Dr. Andreas Voßkuhle die Geschäftsleitungen aller beteiligten Handwerksunternehmen Anfang des Jahres in einem persönlichen Anschreiben zu einem Motivationsgespräch eingeladen. Etwa 100 Geschäftsführer hatten das Gesprächsangebot wahrgenommen.

Werben um Verständnis

„In dieser Form eingeladen zu werden, ist ausgesprochen sympathisch“, sagt Waschke-Prokuristin Cordula Huck. „Der Termin wurde genutzt, um uns die erschwerte Situation darzulegen, unter der das Gericht verfassungsrechtliche Fragen klären musste“, so Huck. „Anschließend stand  Prof. Dr. Voßkuhle allen Anwesenden ohne Zeitdruck für Fragen zur Verfügung.“ Der Zweck hat seine Wirkung offensichtlich nicht verfehlt, denn das Gebäude konnte ab August planungsgemäß wieder bezogen werden.

Rund 53 Millionen Euro kostete die Sanierung des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes. Eine hochwertige Wärmeschutzverglasung, intelligente Jalousien, unsichtbar installierte Solaranlagen und ein energieeffizientes System zur Temperaturregulierung wurden verbaut. Das Thema Nachhaltigkeit spielte auch am Boden die entscheidende Rolle. Knapp 11.000 Quadratmeter Fußbodenfläche bereitete die Firma Waschke mit sehr emissionsarmen Verlegewerkstoffen von Thomsit neu auf.

Zementestrich musste verfestigt werden

Weil sich die alten Zementestriche sehr instabil präsentierten, verfestigten die Waschke-Teams den Untergrund vollflächig mit Thomsit R 755 Epoxid-Sicherheitsgrundierung. In den erdreichberührenden Gebäudeteilen wurde die gemäß EMICODE sehr emissionsarme (EC 1PLUS) Grundierung in zwei Funktionen eingesetzt: Als Sperre gegen diffundierende Feuchtigkeit aus dem Untergrund sowie zum Verfestigen des Estrichs. Diese Funktion erfüllte das Produkt auch in den übrigen Geschossen.

„Der Untergrund bedurfte einer Grundsanierung“, erläutert Fachbauleiter Roman Frenzel. „Auf allen Böden zeigten sich alte Spachtel- und Kleberschichten. Zudem waren vielfach kleinere, aber auch größere Estrichteilstücke herausgebrochen. Vereinzelt wirkten die Räume wie kleine Kraterlandschaften. Hätte der Estrich eine höhere Güte besessen, wären wir mit geringerem Aufwand klargekommen“, so Frenzel. „So aber mussten wir die komplette Fläche durch Fräsen von alten Spachtelmassen- und Klebstoffschichten befreien und den Boden intensiv verfestigen.“

Der Sitzungssaal im Herzen des Gebäudeensembles, in dem die Richter vor meist laufenden Kameras Journalisten gefällte Urteile verkünden und erläutern, machte keine Ausnahme. Partiell wurde der Boden an größeren Rissstellen eingeschnitten. Die Risse wurden mit Wellenverbindern verankert und anschließend mit dem ebenfalls als „EC 1PLUS“ sehr emissionsarm zertifizierten Thomsit R 727 Gießharz verschlossen. Nachdem die Bereiche abgequarzt und grundiert waren, spachtelten die Teams mit dem ebenfalls sehr emissionsarmen (EMICODE EC 1PLUS, Blauer Engel) Bodenausgleich Thomsit DD Extra.

Identischer Untergrundaufbau in allen Gebäudeteilen

Dieser Untergrundaufbau kam in allen Gebäudeteilen zum Einsatz – unabhängig davon, welcher Oberbelag ausgewählt wurde. In den Fluren, Büros und auch dem Sitzungssaal wurde eine hochwertige Webware verlegt. Der Teppichbelag besteht zu 90 Prozent aus Schurwolle. „Üblicherweise ist Schurwolle für den Privatbereich vorgesehen“, unterstreicht Huck, „denn Schurwolle fusselt und ist normalerweise nicht objektgeeignet. Dieser Belag aber ist eine Spezialanfertigung – eigens für diese Dimension und diese Beanspruchung als objektgeeignet produziert.“

Knapp drei Monate betrug die Lieferzeit. Fast ebenso lange dauerte die Aufstellung des Verlegplans. Exakt hatte Frenzel den Bahnenbedarf in Rollenbreiten von 3,20, 3,80 und 4,60 Metern errechnet. Sogar die Verlegrichtung war in den Plänen berücksichtigt worden.    

Diese Verlegarbeit verlangte dann noch einmal besondere Konzentration, „denn Webware neigt dazu, zu verziehen“, erläutert Huck. „Vor allem auf größeren Flächen.“ Deshalb wurde penibel auf Verzüge geachtet. Dass sowohl die textilen Beläge (etwa 7.000 Quadratmeter) als auch die im Archiv eingesetzten Linoleumbeläge  (rund 3.700 Quadratmeter) absolut plan liegen, ist dem ultra-glatten Oberflächenbild des Thomsit Bodenausgleichs DD Extra zu verdanken. Selbst im Gegenlicht sind keinerlei Unebenheiten und Schattenwürfe zu erkennen.

Ultra-glatte Oberfläche bietet Vorteile

Die Oberflächenglätte bietet zudem zwei weitere Vorteile. „Zunächst einen leichten Klebstoffauftrag“, sagt Thomsit-Fachberater Benjamin Funke, „denn der Widerstand des Zahnspachtels wird durch den glatten Untergrund beim Auftragen erheblich gemindert.“ Aber auch wirtschaftlich ist die Glätte interessant, weil sie im Mikrobereich zu spürbar geringerer Rauhigkeit und kleineren Poren an der Oberfläche führt. Funke: „So ,verschluckt` die Spachtelmasse deutlich weniger Klebstoff als die relativ groben Oberflächenstrukturen konventioneller Produkte.“

Das machte sich beim Einsatz beider Klebstoffe bemerkbar. Die textilen Beläge verklebten die Waschke-Profis mit Thomsit T 410 Aquatack Dispersionsklebstoff (EMICODE EC 1PLUS, Blauer Engel) und die Linoleumböden mit Thomsit L 240 D Dispersions-Linoleumkleber (EMICODE EC 1PLUS, Blauer Engel).

Nach dem Abfräsen der Altschichten wurden die Risse mit Wellenverbindern verankert.

Kraftschlüssig verschlossen wurden die Risse mit dem sehr emissionsarmen Gießharz Thomsit R 727.

Das Gießharz Thomsit R 727 dringt gut in die Risse ein und wird schnell hart.

Nachdem die Risse verfüllt waren, wurde das Gießharz abgezogen und mit Quarzsand abgestreut. So erzeugte das Waschke-Team einen griffigen Untergrund, der eine extrem feste Verbindung zwischen Reaktionsharz und Ausgleichsmasse schafft.

Nachdem die Risse verfüllt waren, wurde das Gießharz abgezogen und mit Quarzsand abgestreut. So erzeugte das Waschke-Team einen griffigen Untergrund, der eine extrem feste Verbindung zwischen Reaktionsharz und Ausgleichsmasse schafft.

Rund 11.000 Quadratmeter spachtelten die Waschke-Profis dem ultra-glatten Bodenausgleich Thomsit DD Extra.

Rund 11.000 Quadratmeter spachtelten die Waschke-Profis dem ultra-glatten Bodenausgleich Thomsit DD Extra.

Rund 11.000 Quadratmeter spachtelten die Waschke-Profis dem ultra-glatten Bodenausgleich Thomsit DD Extra.

Die glatte Oberfläche der Spachtelmasse vermindert den Widerstand beim nachfolgenden Klebstoffauftrag und reduziert den Klebstoffverbrauch.

Die textilen Beläge wurden mit dem sehr emissionsarmen Dispersionsklebstoff Thomsit T 410 Aquatack verklebt.

Thomsit T 410 zeichnet eine sehr hohe Endklebekraft aus.

Rund 7.000 Quadratmeter textile Beläge wurden mit dem Dispersionsklebstoff verlegt.

Um die Grundprofile für die Einbauschränke wurden die Teppiche ausgeschnitten

Für die Klebung der Linoleumböden setzten die Waschke-Profis den sehr emissionsarmen Linoleumklebstoff Thomsit L 240 D Dispersions-Linoleumkleber ein.

Angesichts der zahlreichen Gleitschienen auf denen die Archivschränke bewegt werden können, wurde der Linoleumbelag ausschließlich in den Rastermaßen 1,20 m und 1,80 m verlegt.

(V.l.): Roman Frenzel (Waschke-Fachbauleiter), Cordula Huck (Waschke-Prokuristin) und Benjamin Funke (Thomsit-Fachberater).

Rund 53 Millionen Euro kostete die Sanierung des in Karlsruhe unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes.

Rund 53 Millionen Euro kostete die Sanierung des in Karlsruhe unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes.

Der Schlossbezirk, Sitz des Bundesverfassungsgerichts, gehört zu den ersten Adressen in Karlsruhe.

Der Schlossbezirk, Sitz des Bundesverfassungsgerichts, gehört zu den ersten Adressen in Karlsruhe.

Lisa Kretzberg Henkel Adhesive Technologies Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-5672 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen
Holger Elfes Henkel Adhesive Technologies Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-9933 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen