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21.03.2014  Düsseldorf

Thomsit und TÜV Rheinland laden ein: 22./23. Mai 2014

Neuer Zertifizierungslehrgang: Sanierung asbestbelasteter Fußböden

„In den letzten Jahren haben wir immer wieder Sanierungsaufträge abbrechen müssen, weil wir leider erst nach Aufnahme der Arbeiten auf asbesthaltige Materialien gestoßen sind“, hatte Bodenleger Dietmar Backhaus von der Fachfirma Lupe Berliner Bodenbeläge seine Teilnahme an einem der letzten Zertifizierungslehrgänge „Sanierung asbest- und PAK-belasteter Böden“ begründet. Denn: Ohne Sachkundenachweis (Zertifikat) müssen solche Arbeiten untervergeben werden. Handwerker, die am Gewerk Boden tätig sind und sich dieses Zusatzgeschäft erschließen möchten, lädt Thomsit zu einem neuen Kompakt-Seminar ein, in dem der Sachkundenachweis erworben werden kann. Der zweitägige Lehrgang wird in Kooperation mit dem TÜV Rheinland durchgeführt. Er findet am 22./23. Mai im Thomsit-Forum in Düsseldorf statt.

Sanierungen asbest- und PAK-belasteter Böden machen heute einen hohen Prozentsatz aller Sanierungsaufträge in Deutschland aus, wenn die Gebäude aus der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts modernisiert werden. Dabei treten asbesthaltige Materialien und Werkstoffe mit hoher Wahrscheinlichkeit quer durch die Republik zutage.

Marktanteil in 1970er Jahren bei 20 Prozent

Allein in den 1970er Jahren lag beispielsweise der Marktanteil asbesthaltiger Bodenbeläge wie Flexplatten bei rund 20 Prozent. Zudem wurden Bodenbeläge zu dieser Zeit branchenüblich mit ebenfalls asbesthaltigen Bitumenklebstoffen geklebt. Inzwischen ist bekannt, dass diese so genannten „Teerklebstoffe“ Substanzen enthalten, die über die Atemwege aufgenommen werden können.

Eine weitere Gefahrenquelle sind polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs), die in steinkohleteerpechhaltigen Bitumenklebstoffen eingesetzt wurden. Mit ihrer Hilfe wurde ab den 1950er Jahren Parkett verlegt und auch sie sind heute als Schadstoffe klassifiziert. Einen Einschnitt markieren erst die 1990er Jahre, in denen sich die Fußboden-Technik in Deutschland von der Verarbeitung asbest- und PAK-haltiger Produkte abgewandt hat.

Inhalte des Lehrgangs

Wie sich solche Altlasten entfernen und entsorgen lassen, zeigt der gemeinsam von  Thomsit und dem TÜV Rheinland angebotene zweitägige Kurs. Darüber hinaus gewährt er Einblick in die Vorschriften und Regelungen im Umgang mit Asbest und stellt Arbeitsgeräte und Möglichkeiten zum persönlichen Schutz vor. Außerdem skizziert er sicherheitstechnische Erfordernisse bei der Abfallentsorgung und präsentiert Maschinen zum Entfernen gesundheitsgefährdender Stäube.

Inhaltlich stützt sich das Seminar auf die „TRGS 519, Anlage 4 C – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten geringen Umfangs und von Asbestzementprodukten“. Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmer den von der Bezirksregierung Düsseldorf bestätigten Sachkundenachweis gemäß TRGS 519, Anlage 4 C.

Björn Koch vom TÜV Rheinland (2.v.r.) wird unter anderem über Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit Gefahrstoffen informieren.

Thomsit-Anwendungstechniker Wolfram Schreiner führt durch das Seminar.

Lisa Kretzberg Henkel Adhesive Technologies Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-5672 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen
Holger Elfes Henkel Adhesive Technologies Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-9933 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen