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15.02.2013  Düsseldorf

Thomsit und TÜV Rheinland laden ins Thomsit-Forum ein: 11. und 12. April 2013

Neuer Zertifizierungslehrgang: Sanierung asbest- und PAK-belasteter Fußböden

Ohne Zertifizierung (Sachkundenachweis) dürfen asbest- und PAK-belastete Untergründe nicht saniert werden. Weil solche Böden allerdings häufig vorkommen und sich erst nach Beginn eines Sanierungsauftrags zu erkennen geben, stehen Boden- und Parkettleger sowie Maler immer wieder vor der Wahl, ihren Auftrag abzugeben oder so lange zu unterbrechen, bis die belasteten Materialien fachgerecht entsorgt worden sind. Wer alle Leistungen komplett aus einer Hand anbieten möchte, kann sich bei Thomsit schulen lassen. Wie schon in den Jahren zuvor bietet die Spezialmarke für Fußbodentechnik von Henkel in Kooperation mit dem TÜV Rheinland ein Kompakt-Seminar an, in dem der entsprechende Sachkundenachweis erworben werden kann. Der Lehrgang findet am 11. und 12. April 2013 im Thomsit-Forum in Düsseldorf statt.

Asbest- und PAK-haltige Altlasten werden alle am Boden aktiven Berufsgruppen noch bis ins kommende Jahrhundert beschäftigen, prognostiziert Björn Koch, Sachverständiger für Gebäudeschadstoffe beim TÜV Rheinland. Dabei stützt er sich auf die Statistik: Allein in den 1970er Jahren lag der Marktanteil asbesthaltiger Bodenbeläge wie Flexplatten bei rund 20 Prozent. Diese Bodenbeläge wurden damals üblich mit ebenfalls asbesthaltigen Bitumenklebstoffen geklebt. Inzwischen weiß man, dass diese so genannten „Teerklebstoffe“ schädliche Substanzen enthalten, die über die Atemwege aufgenommen werden können.

Auch polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAKs), die in steinkohleteerpechhaltigen Bitumenklebstoffen eingesetzt wurden, sind heute als Schadstoffe eingestuft. Parkett wurde seit den 1950er Jahren mit Klebstoffen dieser Art verlegt. Erst in den 1990er Jahren hat sich die Fußboden-Technik in Deutschland von asbest- und PAK-haltigen Produkten abgewandt.

Wie hoch die Gesamtmenge an belasteten Flächen heute ist, lässt sich nur schätzen. „Auch Böden, die in der Zwischenzeit sogar wiederholt neue Beläge erhalten haben, bieten keine Garantie dafür, dass sie schadstofffrei sind“, erläutert Thomsit-Techniker Wolfram Schreiner, der durch das Seminar führen wird. „Immer wieder stoßen wir auf Böden, bei denen der ursprüngliche Belag in der ersten Sanierungsphase einfach überdeckt worden ist. So treten die Altlasten häufig erst später zutage.“

Inhalte des Lehrgangs

Der zweitägige Kurs erläutert diese Zusammenhänge. Dabei erhalten die Teilnehmer Einblick in die Vorschriften und Regelungen im Umgang mit Asbest. Sie lernen Arbeitsgeräte und Möglichkeiten zum persönlichen Schutz kennen. Außerdem zeigt das Seminar sicherheitsrelevante Maßnahmen bei der Abfallentsorgung auf und präsentiert Maschinen zum Entfernen gesundheitsgefährdender Stäube.

Inhaltlich stützt sich der gemeinsam von Thomsit und dem TÜV Rheinland angebotene Zertifizierungslehrgang auf die „TRGS 519, Anlage 4 C – Asbest: Abbruch-, Sanierungs- oder Instandhaltungsarbeiten geringen Umfangs und von Asbestzementprodukten“. Nach bestandener Abschlussprüfung erhalten die Teilnehmer den von der Bezirksregierung Düsseldorf bestätigten Sachkundenachweis gemäß TRGS 519, Anlage 4 C.

Die richtigen Sicherheitsvorkehrungen für den Umgang mit Gefahrstoffen bilden einen thematischen Block innerhalb des Seminars.

Thomsit-Anwendungstechniker Wolfram Schreiner (links im Bild) führt durch das Seminar.

Björn Koch, Sachverständiger für Gebäudeschadstoffe beim TÜV Rheinland.

Lisa Kretzberg Henkel Adhesive Technologies Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-5672 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen
Holger Elfes Henkel Adhesive Technologies Media Relations Headquarters, Düsseldorf/Germany +49-211-797-9933 press@henkel.com Download Visitenkarte Zu meiner Sammlung hinzufügen