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Lieferanten

Von unseren Lieferanten und Vertragspartnern erwarten wir, dass ihr Verhalten stets unserem Anspruch an nachhaltiges Handeln entspricht.

Bei der Auswahl und Entwicklung unserer Lieferanten und Vertragspartner berücksichtigen wir neben wirtschaft­lichen und operativen Kennzahlen auch deren Leistung in Bezug auf nachhaltiges Wirtschaften. Grundlage hierfür sind unsere konzernweit gültigen Einkaufsstandards sowie die erstmals 1997 definierten Standards für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt. Mit ihnen haben wir uns schon früh zu unserer Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette bekannt. Wir haben diese um eine „Responsible Sourcing Policy“ ergänzt und diese system­atisch in den Beschaffungsprozess integriert.

Weltweite Beschaffungsmärkte

Henkel hat derzeit Lieferanten und Vertragspartner aus rund 135 Ländern. Über 77 Prozent unserer Einkäufe tätigen wir in Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Wir er­schließen jedoch auch verstärkt Beschaffungsmärkte außerhalb der OECD-Mitgliedsstaaten. Unsere hohen An­forder­ungen gegenüber Lieferanten sind dabei weltweit einheitlich. Wir bewerten unsere Lieferanten in einem ganz­heit­lichen Prozess, der neben wirtschaftlichen und operativen Kennzahlen auch die Ergebnisse und Risiken im Bereich Nachhaltigkeit umfasst.

Verbindlicher Lieferanten-Kodex

Der industrieübergreifende Verhaltenskodex des deutschen Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) ist für alle Lieferanten von Henkel weltweit verbindlich. Henkel hat sich bereits 2009 dem BME angeschlossen, da dessen Kodex auf den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen basiert und somit eine inter­nationale Anwendung ermöglicht. Der BME-Kodex dient als Grundlage der vertraglichen Beziehung mit unseren strategischen Lieferanten. Das heißt, diese haben entweder den branchenübergreifenden Kodex des BME – und damit die Prinzipien des Global Compact – anerkannt oder einen eigenen, vergleichbaren Verhaltenskodex vor­gewiesen. 

„Together for Sustainability“ – gemeinsam fur eine nachhaltige Lieferkette

Im Jahr 2011 hat Henkel gemeinsam mit fünf weiteren Unternehmen der chemischen Industrie die Initiative „Together for Sustainability – The Chemical Initiative for Sustainable Supply Chains“ (TfS) ins Leben gerufen. Sie basiert auf den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und der Responsible-Care-Initiative des Internationalen Chemieverbands (ICCA). Die Initiative der chemischen Industrie hat das Ziel, das immer komplexer werdende Lieferantenmanagement im Bereich Nachhaltigkeit zu harmonisieren und den Dialog mit weltweiten Vertragspartnern zu optimieren. Dabei sollen vor allem Synergien geschaffen werden, um Ressourcen effizienter zu nutzen und bürokratische Hürden zu verringern – sowohl bei den Mitgliedsunternehmen als auch bei den gemeinsamen Lieferanten.

Im Zentrum der Initiative steht der Kerngedanke „Ein Audit für einen ist ein Audit für alle“: Lieferanten müssen nur ein Assessment beziehungsweise ein Audit absolvieren. Diese werden von unabhängigen Experten durchgeführt. Seit der Gründung von TfS haben Lieferanten in über 12.000 Assessments und Audits im Rahmen der Initiative ihre Nachhaltigkeitsperformance bewerten lassen. Bewertet werden die Leistungen in den Bereichen Management, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit, Arbeits- und Menschenrechte sowie Themen der ethischen Unternehmens­führung. Die anschließend eingeleiteten Maßnahmen werden durch erneute Assessments oder Audits überprüft. Die Nachkontrolle und das weitere Lieferantenmanagement liegen dann wiederum bei den einzelnen Mitglieds­unter­nehmen. Über eine Online-Plattform werden die Ergebnisse anschließend unter allen Mitgliedern der Initiative geteilt und von diesen anerkannt. Die TfS-Initiative ist auch im Jahr 2018 weiter gewachsen und hat ihre Mitglieder­zahl von anfänglich sechs auf inzwischen 23 mehr als verdreifacht. Der globale Ausbau des Assessment- und Audit-Programms, unter anderem durch Schulungen von Lieferanten, war auch 2018 ein wichtiger Schwerpunkt. Zudem hat TfS es sich zum Ziel gesetzt, die Transparenz und Leistung mithilfe von neuen Messkriterien zu ver­bessern.


Responsible Sourcing Process

Ein zentrales Element unserer Lieferantenbewertung ist unser sechsstufiger „Responsible Sourcing Process“. Im Fokus stehen bei diesem Prozess zwei wesentliche Herausforderungen: Zum einen sind unsere Nachhaltigkeitsstandards von allen Lieferanten einzuhalten. Zum anderen wollen wir durch gezielte Zusammenarbeit mit unseren strategischen Lieferanten einen Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeit in der Wertschöpfungskette leisten – zum Beispiel durch Wissenstransfer und Fortbildung in Bezug auf Prozessoptimierung, Ressourceneffizienz sowie Umwelt- und Sozialstandards. Der Responsible Sourcing Process ist ein integraler Bestandteil unserer Beschaffungsaktivitäten. Wir führen ihn sowohl zu Beginn einer Zusammenarbeit als auch als wiederkehrende Überprüfung unserer bestehenden Lieferanten durch. Mithilfe dieses Prozesses zur Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung decken wir rund 87 Prozent unseres Einkaufsvolumens bei unseren Lieferanten aus den Bereichen Verpackung, Rohstoffe und Lohnhersteller ab.

Verantwortungsvolle Beschaffung mit unseren Partnern

Neben unserem Engagement in der „Together for Sustainability“-Initiative ist Henkel zudem Mitglied von „AIM-PROGRESS“, einem Forum von Unternehmen der Konsumgüterindustrie. Auch hier ist das Ziel, Erfahrungen im Bereich nachhaltiger Beschaffung unter den Mitgliedsunternehmen auszutauschen und Synergien zu nutzen. Das Forum möchte außerdem allgemeine Bewertungsmethoden für die Ermittlung von CSR-Leistungen innerhalb der Wertschöpfungskette entwickeln und fördern.

Die Ende 2017 gestartete „Sustainable Supply Chain Initiative“ des Consumer Goods Forums, dessen Board of Directors Henkel-Vorstandsvorsitzender Hans Van Bylen beiwohnt, gestaltet Henkel durch Vertreter im Steering Committee und in Arbeitsgruppen aktiv mit.Ziel der Initiative ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, die Due Diligence in ihren Lieferketten sicherzustellen, indem sie eine Liste verlässlicher und geprüfter Nachhaltigkeitsschemata veröffentlicht. Damit unterstützt diese Initiative den  kontinuierlichen Verbesserungsprozess in den Lieferketten der weltweiten Mitglieder des Consumer Goods Forums und steigert die Effizienz durch die Vermeidung duplizierter Audits.