Menü
Suchen

Lieferanten – Eine gemeinsame Verantwortung für die Zukunft

Ganzheitliches Wachstum durch verantwortungsvolle Beschaffung

Mit unserem führenden Konzept der verantwortungsvollen Beschaffung wollen wir ganzheitliches Wachstum ermöglichen, indem wir die Nachhaltigkeit in unserer gesamten Lieferkette zum Wohl der Menschen und unseres Planeten vorantreiben. Unsere Mission ist es, über Compliance hinauszugehen, Wirkung und Wandel in unserer gesamten Wertschöpfungskette voranzutreiben und für unsere Kunden nachhaltige Werte zu schaffen. Aus diesem Grund pflegen wir einen intensiven Dialog und eine enge Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten, um nachhaltige Praktiken und die Achtung der Menschenrechte zu fördern. 

100 % Responsible Sourcing

Im Jahr 2020 veröffentlichten wir unsere "100% Responsible Sourcing"-Strategie. Diese unterstreicht unser Ziel, weltweit 100 Prozent verantwortungsvolle Beschaffungsentscheidungen zu treffen – über alle Regionen, Unternehmensbereiche sowie Materialgruppen hinweg. Der strategische Rahmen baut auf unserem soliden Risikomanagement- sowie Compliance-Ansatz auf und stellt unsere drei zentralen Nachhaltigkeitsthemen klimapositiv, Kreislaufwirtschaft und sozialer Fortschritt in den Mittelpunkt unserer „Responsible Sourcing“-Agenda. Unser Beitrag zu diesen Schwerpunktbereichen wird durch vier strategische Faktoren – Zusammenarbeit, Transformation, Innovation und Befähigung – ermöglicht, die unseren Fortschritt in Richtung „100 Prozent Responsible Sourcing“ leiten werden.

Gemeinsam eine nachhaltige Zukunft gestalten

Unsere Lieferantenbasis ist eine unserer wichtigsten Ressourcen.  Sie umfasst Millionen von Arbeitskräften weltweit und ist ein großer Hebel, um unseren gemeinsamen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu beschleunigen. Daher erwarten wir von unseren Lieferanten und Vertragspartnern, dass ihr Verhalten stets unserem Anspruch an nachhaltiges Handeln entspricht.

Bei der Auswahl und Entwicklung unserer Lieferanten und Vertragspartner berücksichtigen wir neben wirtschaftlichen und operativen Kennzahlen auch deren Leistungen in Bezug auf Sicherheit, Gesundheit, Umwelt, soziale Standards und faire Geschäftspraktiken. Grundlage hierfür sind unsere konzernweit gültigen Einkaufsstandards sowie die erstmals 1997 definierten Standards für Sicherheit, Gesundheit und Umwelt. Mit ihnen haben wir uns schon früh zu unserer Verantwortung entlang der gesamten Wertschöpfungskette bekannt. Wir haben diese um eine „Responsible Sourcing Policy“, als integraler Bestandteil unserer Beschaffungsprozesse, ergänzt.

Erwartungen an unsere Lieferantenbasis

Henkel hat derzeit Lieferanten und Vertragspartner aus rund 120 Ländern. Über 76 Prozent unserer Einkäufe tätigen wir in Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Wir erschließen jedoch auch verstärkt Beschaffungsmärkte außerhalb der OECD-Mitgliedsstaaten. Unsere hohen Anforderungen gegenüber Lieferanten sind dabei weltweit einheitlich. Wir bewerten unsere Lieferanten in einem ganzheitlichen Prozess, der neben wirtschaftlichen und operativen Kennzahlen auch die Ergebnisse und Risiken im Bereich Nachhaltigkeit umfasst.

Unser Lieferanten-Kodex basiert auf UNGC-Prinzipien

Der industrieübergreifende Verhaltenskodex des deutschen Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) ist für Henkel’s Lieferanten weltweit verbindlich. Henkel hat sich bereits 2009 dem BME angeschlossen, da dessen Kodex auf den zehn Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen basiert und somit eine internationale Anwendung ermöglicht. Der BME-Kodex dient als Grundlage der vertraglichen Beziehung mit unseren strategischen Lieferanten. Das heißt, diese haben entweder den branchenübergreifenden Kodex des BME – und damit die Prinzipien des Global Compact – anerkannt oder einen eigenen, vergleichbaren Verhaltenskodex vorgewiesen.

Gemeinsam für eine nachhaltige Lieferkette

Im Jahr 2011 hat Henkel gemeinsam mit fünf weiteren Unternehmen der chemischen Industrie die Initiative „Together for Sustainability – Chemical Supply Chains for a Better World“ (TfS) ins Leben gerufen. Sie basiert auf den Prinzipien des Global Compact der Vereinten Nationen und der Responsible-Care-Initiative des Internationalen Chemieverbands (ICCA). Die Vision, die die sechs Chief Procurement Officers teilten, war: „Ein Audit für einen ist ein Audit für alle“. Die TfS-Initiative hat das Ziel, das immer komplexer werdende Lieferantenmanagement im Bereich Nachhaltigkeit zu harmonisieren und den Dialog mit weltweiten Vertragspartnern zu optimieren. Dabei sollen vor allem Synergien geschaffen werden, um Ressourcen effizienter zu nutzen und bürokratische Hürden zu verringern – sowohl bei den Mitgliedsunternehmen als auch bei den gemeinsamen Lieferanten. 

Seit der Gründung von TfS sind rund 16.000 Assessments und Audits durchgeführt worden. Bewertet werden die Leistungen in den Bereichen Management, Umwelt, Gesundheit und Sicherheit, Arbeits- und Menschenrechte sowie Themen der ethischen Unternehmensführung. Die TfS-Initiative verzeichnete in den letzten Jahren ein starkes Wachstum und besteht heute aus 30 Mitgliedern, die ein Einkaufsvolumen in Höhe von mehr als 228 Milliarden Euro repräsentieren. (Stand: März 2021) 

TfS stellte im September 2020 den neuen strategischen Rahmen „TfS Grow&Deliver“ vor. Diese neue Strategie baut auf den bisherigen Erfolgen der Initiative auf und verschiebt den Fokus von einer Zusammenarbeit, die sich auf Messungen konzentriert, hin zu einer Gemeinschaft, die spürbare Auswirkungen erzielt. Die TfS-Mitglieder werden sich weiterhin für die Förderung höherer Standards und verbesserte Erkenntnisse und Daten aus Assessments und Audits einsetzen, die es TfS ermöglichen, Lieferanten in den Bereichen mit dem größten potenziellen Einfluss auf die Nachhaltigkeit zu schulen. TfS hat darüber hinaus beschlossen, die Initiative auf aufstrebende Märkte wie China und Indien auszudehnen, und hat gemeinschaftliches Handeln als einen weiteren Baustein der neuen Strategie hinzugefügt. Damit will TfS seinen Beitrag zur Nachhaltigkeit erhöhen. Darüber hinaus ist die Pflege der TfS-Gemeinschaft ein weiterer zentraler Faktor bei der Erreichung der Ziele dieser Initiative. 

Seit Mai 2019 ist Bertrand Conquéret, Chief Procurement Officer (CPO) von Henkel, Präsident der TfS-Initiative. Er war maßgeblich an der Entwicklung der neuen „Grow&Deliver“-Strategie beteiligt.

Beschleunigung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses

Ein zentrales Element unseres strategischen Risikomanagements und Compliance-Ansatzes ist unser sechsstufiger „Responsible Sourcing Process“, in dem es um die Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten geht. Mit diesem unterstützen wir unsere strategischen Lieferanten dabei, durch gezielte Zusammenarbeit ihren Beitrag zur kontinuierlichen Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung in der Wertschöpfungskette leisten zu können – zum Beispiel durch Wissenstransfer und Fortbildung in Bezug auf Prozessoptimierung, Ressourceneffizienz sowie Umwelt- und Sozialstandards. 

Der Responsible Sourcing Process ist ein integraler Bestandteil unserer Beschaffungsaktivitäten und findet sowohl zu Beginn einer Zusammenarbeit Anwendung als auch im wiederkehrenden Zyklus der Überprüfung, Analyse und kontinuierlichen Verbesserung mit bestehenden Lieferanten. Mithilfe dieses Prozesses zur Überprüfung und Bewertung der Nachhaltigkeitsleistung unserer Lieferanten decken wir rund 91 Prozent unseres Einkaufsvolumens in den Bereichen Verpackung, Rohstoffe und Lohnhersteller ab.

Gemeinsam sind wir stärker

Neben unserem Engagement in der „Together for Sustainability“-Initiative ist Henkel zudem Mitglied von „AIM-PROGRESS“, einem Forum von Unternehmen der Konsumgüterindustrie. Auch hier ist das Ziel, Erfahrungen im Bereich nachhaltiger Beschaffung unter den Mitgliedsunternehmen auszutauschen und Synergien zu nutzen. Das Forum möchte außerdem allgemeine Bewertungsmethoden für die Ermittlung von CSR-Leistungen innerhalb der Wertschöpfungskette entwickeln und fördern.

Im Einklang mit unserer festen Überzeugung der Wirksamkeit von Multi-Stakeholder- und branchenübergreifenden Initiativen sind wir auch Gründungsmitglied der Initiative „Action for Sustainable Derivatives“ (ASD). Die Initiative bringt Organisationen aus der gesamten Lieferkette von Palmölderivaten zusammen, um die Bemühungen um mehr Transparenz und die Einhaltung der NDPE-Prinzipien (No Deforestation, No Peat, No Exploitation) zu unterstützen, mit dem übergeordneten Ziel, die Palmölindustrie positiv zu verändern.