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15.03.2017  Düsseldorf

Kooperation mit Recyclingunternehmen TerraCycle

Das zweite Leben der Verpackung

Kinderrutschen aus Duschgel-Flaschen und Gießkannen aus Klebstoffverpackungen herstellen: Glauben Sie nicht? Doch, es funktioniert. Zusammen mit dem Recyclingunternehmen TerraCycle geht Henkel innovative Wege, um Verpackungen neues Leben einzuhauchen.

Im Herbst 2001 besuchte der 19-jährige Student Tom Szaky einige seiner Freunde im kanadischen Montreal. Es waren die Herbstferien seines ersten Semesters an der Princeton University, die für ihn bis heute vermutlich unvergessen bleiben. Er beobachtete dort, wie seine Freunde übrig gebliebene Küchenabfälle an Regenwürmer verfütterten und den daraus entstandenen Dünger für ihre Zimmerpflanzen nutzten. Die Idee, Abfall ein neues Leben zu geben, war geboren – und Tom Szaky gründete TerraCycle.

Sammeln und Wiederverwerten ist die Devise

Heute ist TerraCycle ein Recyclingunternehmen, das in 20 Ländern aktiv ist und sich zu einem Weltmarktführer für das Sammeln und Wiederverwerten von schwer recycelbaren Abfällen entwickelt hat. TerraCycle recycelt und upcycelt Müll, bewahrt ihn damit vor der Verbrennung oder Deponie – und lässt gleichzeitig neue Produkte aus ihm entstehen. Dazu bietet TerraCycle eine Vielzahl von Programmen an, in denen das Unternehmen mit Konsumenten, Produktionsunternehmen, Einzelhändlern oder Gemeinden zusammenarbeitet.

In null Komma nix, null Abfall

Eine dieser Recyclinglösungen von TerraCycle sind Zero Waste-Boxen. Diese helfen dabei, fast jeden Abfall zu recyceln – von Kaffeekapseln bis hin zu Einmalhandschuhen aus dem Labor. Und das ganz einfach – auch bei uns zuhause: Abfallart auswählen, gewünschte Boxgröße kaufen, Müll sammeln und die volle Box an TerraCycle zum Recycling schicken – Transportkosten inklusive.

Auch Henkel möchte seine Kunden und Konsumenten dabei unterstützen, leere Verpackungen bestmöglich zu entsorgen. Daher haben die Unternehmensbereiche Adhesive Technologies und Henkel Beauty Care nun zwei Kooperationen mit TerraCycle gestartet. Denn Nachhaltigkeit endet bei Henkel nicht am Fabriktor, sondern treibt Fortschritte auch am Ende der Wertschöpfungskette voran.

Wie sich Klebstoffflaschen in Gießkannen oder Gartenmöbel verwandeln

2016 startete der Unternehmensbereich Adhesive Technologies eine Partnerschaft mit TerraCycle für Henkel-Kunden in den USA: Sie können nun nach der Anwendung ihre gebrauchten Klebstoffverpackungen – die bekannten roten Loctite-Flaschen – einer neuen Verwertung zukommen lassen, anstatt sie zu einer Deponie oder Verbrennungsanlage zu schicken. Leere Loctite-Spezialklebstoff-Flaschen werden in speziellen Recyclingboxen gesammelt und dann zu TerraCycle geschickt. Dort werden sie in einem gemeinsam mit Henkel entwickelten Spezialverfahren zunächst vom Restklebstoff befreit und dann wieder verwertet. Die gesäuberten Flaschen werden geschmolzen und zu Pellets verarbeitet, die zur Herstellung neuer Produkte wie Müllcontainern, Gießkannen und Gartenmöbeln dienen. Henkel ist der erste Klebstoffhersteller, der diese Art von Recyclinglösung anbietet. Das entwickelte Recyclingverfahren soll in Zukunft auch in Europa eingeführt werden. Außerdem arbeiten die Henkel-Experten gemeinsam mit TerraCycle auch an einem Recyclingverfahren für gebrauchte Loctite-Sekundenklebstoffflaschen.

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???gallery.open.slideshow??? Rhandi Goodman von TerraCycle demonstriert Simon Mawson (links) und Chris Stanford von Henkel den Umgang mit den Recyclingboxen

Henkel hat mit TerraCycle eine Zero-Waste-Lösung für leere Verpackungen von anaeroben Klebstoffen entwickelt. In der Zentrale von TerraCycle in Trenton, New Jersey, USA, demonstriert Rhandi Goodman von TerraCycle ihren Projektpartnern Simon Mawson (links) und Chris Stanford von Henkel den Umgang mit den Recyclingboxen.

???gallery.open.slideshow??? Pellets

Aus den Pellets entstehen später neue Produkte wie zum Beispiel Gießkannen.

Auf die Rutsche, fertig, los!

Gutes für die Umwelt tun und gleichzeitig Kinderaugen zum Strahlen bringen: Mit diesem Ziel haben der Unternehmensbereich Henkel Beauty Care und dm-drogerie markt nun zusammen mit TerraCycle eine Initiative gestartet. Vom 1. Februar bis 30. April 2017 werden in allen österreichischen dm-Filialen und am Henkel-Standort in Österreich leere Flaschen der Marke Fa gesammelt. Dabei ist egal, ob es sich um leere Verpackungen von Duschgels, Schaumbädern oder Handseifen handelt. Die vollen Sammelbehälter werden anschließend von dm-drogerie markt an das Recyclingunternehmen TerraCycle übergeben, das das Material prüft und anschließend zu Granulat verarbeitet – einem wertvollen Rohmaterial, aus dem neue Produkte entstehen können. In diesem Fall können sich Kinder eines SOS-Kinderdorfs in Österreich über eine Überraschung freuen. Denn aus den leeren Fa-Verpackungen werden kunterbunte Rutschen für sie hergestellt. Wichtig dabei: Je mehr Fa-Flaschen abgegeben und gesammelt werden, desto mehr neue Rutschen treten ihre Reise zu den Kindern an.

„Henkel Beauty Care setzt seit vielen Jahren auf die Entwicklung von Innovationen, die zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen. Dabei spielen die Konsumenten unserer Kosmetikprodukte eine wichtige Rolle“, sagt Bernhard Voit, General Manager Beauty Care Retail Österreich. „Zusammen mit dm-drogerie markt und TerraCycle möchten wir mit dieser Initiative unsere Verbraucher unterstützen und zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Verpackungen motivieren.“

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