26.10.2012, Düsseldorf
Stipendiatentreffen der Dr. Jost Henkel Stiftung
Vielfältiges Engagement, das begeistert!
„Für mich ist es immer wieder sehr spannend, wie vielfältig der kulturelle und fachliche Hintergrund der Stipendiaten ist“, sagt Dr. Simone Bagel-Trah, Vorsitzende des Aufsichtsrats und Gesellschafterausschusses. 30 derzeitige und ehemalige Stipendiaten waren zum jährlichen Erfahrungsaustausch nach Düsseldorf gekommen, und einige davon hatten Vorträge vorbereitet, um ihre Forschungsfelder vorzustellen. Und diese sind sehr vielfältig: von gesellschaftlich-pädagogischem Engagement über Migrationsforschung bis hin zur organischen Chemie. Doch eines ist allen geförderten Studenten gemein: „Die jungen Menschen leben für ihre Sache, was besonders deutlich daran wird, wie engagiert sie sich in ihrem Feld einbringen“, betont Rolf Schlue, Geschäftsführer der Stiftung.
Besonders engagiert
Genau dieses besondere Engagement schilderte die Stipendiatin Djamilia Djusupova dem Publikum: Neben einem Studium der Sonderpädagogik an der Humboldt Universität in Berlin unterstützt sie Berliner Schulen mit Förderungsstrategien für geistig behinderte Kinder. „Ich fühle mich verpflichtet gegenüber der Gesellschaft, in der ich lebe“, verdeutlicht die junge Frau ihre Überzeugung. Gleichzeitig kümmert sie sich um jugendliche Straftäter. Ihr Engagement begann schon früh: Schon als 15-Jährige war sie ehrenamtlich für Straßen- und Waisenkinder in ihrer zentralasiatischen Heimat Kirgistan aktiv.
Einem ganz anderen Fachgebiet hat sich der Masterstudent Christian Schmidt verschrieben: der organischen Chemie. Darüber hinaus weiß er auch um die Bedeutung interkultureller Erfahrungen: „Ich möchte einen Teil meiner Doktorarbeit in Japan schreiben.“
Dass Vielfalt auch einen besonders hohen Stellenwert für Henkel hat, betonte Diversity-Managerin Kirsten Sánchez Marín: „Auch für unseren Erfolg als globales Unternehmen ist Vielfalt ein zentraler Wachstumsfaktor.“ 125 verschiedene Nationalitäten unter den Henkel-Mitarbeitern sind eindrucksvoller Beleg dafür. „Wir müssen das kulturelle Wissen in unsere Teams integrieren. Nur so kann das Potenzial von interkulturellen Teams gefördert und voll ausgeschöpft werden“, erklärt die Expertin.
Tobias Klein, Doktorand der Universität Rostock, befasst sich ebenfalls mit dem Thema Vielfalt: Er hat sich der interkulturellen Vielfalt eines Staates verschrieben und forscht an der „Selektiven Zuwanderung in Zeiten des demografischen Wandels.“ Mit Hinweis auf einen Bevölkerungsrückgang in Deutschland zwischen 2003 und 2010 spricht er die Relevanz der Zuwanderung für die Entwicklung einer Bevölkerung an. Und fordert dazu auf, Grundlagen dafür zu schaffen: „Migration ist ein wichtiger Faktor, den der Staat beeinflussen kann!“ Um diese Herausforderungen konzentriert in Angriff nehmen zu können, leistet die Dr. Jost Henkel Stiftung einen wichtigen Beitrag. So blickt der ehemalige Stipendiat Dimitry Achelrod, der durch die Förderung der Stiftung in London einen Master of Health Economics absolviert hatte, dankbar zurück: „Ohne die finanzielle Unterstützung der Dr. Jost Henkel Stiftung hätte ich dort nicht studieren können. Hierfür möchte ich mich nochmals herzlich bedanken.“
Unterstützung durch die Stiftung
Die Dr. Jost Henkel Stiftung vergibt Stipendien an besonders leistungsstarke Studenten. 27 Prozent der zurzeit 26 Stipendiaten studieren in Deutschland oder anderen Ländern wirtschafts-wissenschaftliche Fächer, 41 Prozent haben sich für Naturwissenschaften entschieden, die anderen für geisteswissenschaftliche oder künstlerische Fächer. Darüber hinaus beteiligt sich die Stiftung an einem bundesweiten Stipendienprogramm, das für begabte Studenten die Studiengebühren zahlt. Zudem finanziert die Stiftung eine Gastprofessur am Oeconomicum der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät an der Universität Düsseldorf. Als erster Gastprofessor ist der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Hans-Werner Sinn, Chef des Ifo-Instituts, ernannt worden.






