Wasch- und Reinigungsmittel
Nachhaltiges Waschen für ganz Europa
Die natürlichen Ressourcen zu schonen, ist das Ziel zahlreicher Initiativen des internationalen Industrieverbands für Wasch- und Reinigungsmittel (A.I.S.E.). Im Zuge derer wurden die Leistung der Henkel-Waschmittel in Westeuropa kontinuierlich gesteigert und die nötigen Dosiermengen und Waschtemperaturen verringert: Seit dem Jahr 2006 engagiert sich Henkel im „Laundry Sustainability Project“ der A.I.S.E. besonders in den neuen EU Mitglieds- und Anwärterstaaten in Mittel- und Osteuropa sowie in einigen Nachbarländern, um auch dort zu ressourcenschonendem Waschen beizutragen. Ziel des Projekts ist es, den Verbrauch von Chemikalien, Verpackung und Energie sowohl während Herstellung und Transport als auch bei der Anwendung erheblich zu reduzieren.
Im Rahmen des „Laundry Sustainability Projects“ verpflichten sich die teilnehmenden Hersteller, die klassischen Universalwaschmittel durch moderne und effiziente kompakte Pulverwaschmittel im Markt zu ersetzen. Die neu formulierte Rezeptur der Waschmittel von Henkel erlaubt nun auch in Mittel- und Osteuropa eine um ein Drittel gesenkte Dosiermenge pro Waschgang: von 150 auf 100 Gramm. Um den Konsumenten die neue Dosierung zu erleichtern, liegt jeder Packung Pulverwaschmittel von Henkel ein entsprechender Messbecher bei. Zu erkennen sind die Kompakt-Pulverwaschmittel an dem EuroCompact-Logo auf der Verpackung.
Somat 7 mit Niedrigtemperatur-Aktivator
Mit dem innovativen Somat 7 setzen wir beim maschinellen Geschirrspülen in Sachen Leistung und Energiesparen neue Maßstäbe. Somat 7 bietet Verbrauchern überragende Reinigungsleistung auch bei wasser- und energiesparenden Spülprogrammen. Mit Hilfe eines Niedrigtemperatur-Aktivators wird Geschirr bereits ab 40 Grad Celsius glänzend sauber. Der neue Reinigungsverstärker aus waschaktiven Enzymen entfernt hartnäckige Verschmutzungen wie Ei- und Soßenreste, so dass diese schon bei 40 Grad Celsius abgespült werden können. Die Bleichmittel entfernen selbst Teerückstände vollständig.
Gegenüber vergleichbaren Programmen mit 50 oder 55 Grad Celsius erzielt Somat 7 beim Geschirrspülen bei 40 Grad Celsius Energieeinsparungen bis zu 20 Prozent. Das hilft nicht nur der Umwelt, sondern reduziert auch den Stromverbrauch und damit die Stromkosten. Diese Ziele verfolgen wir nicht allein:
Seit 2006 unterstützen wir mit unseren Geschirrspülmitteln die Initiative „Save Energy and Water“ des internationalen Industrieverbands für Wasch und Reinigungsmittel (A.I.S.E.). Diese Initiative will die Verbraucher in allen EU-Mitgliedsstaaten sowie in Norwegen, Island und der Schweiz zum Energie und Wassersparen beim maschinellen Geschirrspülen anregen. Entsprechende Logos auf den Maschinengeschirrspülmitteln und Informationen im Internet ermuntern die Verbraucher, die energieeffizienteren Programme zu wählen.
Volle Waschkraft bei geringer Dosierung
Auch an der Umweltbilanz unserer Flüssigwaschmittel in den USA haben wir intensiv gearbeitet. Die optimierte Rezeptur des Waschmittels Purex erreicht jetzt als Konzentrat mit der halben Dosiermenge die gleiche Waschleistung wie konventionelle Flüssigwaschmittel. Da Waschmittelkonzentrate eine neue Produktgruppe in den USA sind, wurde 2006 die Akzeptanz verschiedener Verpackungsgrößen in zahlreichen Konsumententests evaluiert. Im Jahr 2007 wird Purex Ultra Concentrate schrittweise landesweit eingeführt.
Das neue Produkt hilft in mehrfacher Hinsicht, Ressourcen einzusparen und Umweltbelastungen zu verringern: Die niedrigere Dosierung des Flüssigwaschmittels und das damit geringere Produktvolumen bedeuten weniger Wasserverbrauch während der Herstellung. Zudem benötigen wir rund 40 Prozent weniger Verpackungsmaterial. Das wirkt sich auch positiv auf Transport, Distribution und Lagerung aus. Die Transportfahrten können deutlich verringert werden, was Einsparungen von bis zu 6,5 Millionen Litern Diesel pro Jahr und damit rund 17.000 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen bedeutet. Einzelhändler können Regalplätze und Warenlager effizienter nutzen. Und schließlich profitieren auch die Verbraucher von den kompakten Verpackungsgrößen – Purex Ultra Concentrate ist handlicher und lässt sich leichter tragen und verstauen.
Strahlend weiß
Ein Schlüssel für den weltweiten Erfolg von Henkel ist die Anpassung der Produkte an die regional spezifischen Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher. So wird in vielen Ländern Nordafrikas traditionell viel weiße Wäsche getragen. Den Weißgrad der frisch gereinigten Wäsche beurteilen die Konsumenten dabei sehr kritisch.
Um diesem Anspruch gerecht zu werden, enthalten die Waschmittel Nadhif in Tunesien und Isis in Algerien Inhaltsstoffe für ein besonders strahlendes Weiß. Nach der Wäsche hilft die Sonne, das Waschergebnis weiter zu verbessern, denn beim Trocknen auf der Leine wirken die Inhaltsstoffe in Nadhif und Isis weiter. Sie wirken gegen Flecken und verbessern den Weißeindruck des Kleidungsstücks. Die Wäsche wird so nicht nur strahlend weiß, sondern sie muss auch weniger häufig nachgewaschen werden. So wird wertvolles Wasser gespart. In Mexiko, wo die Wäsche ähnlich häufig in der Sonne getrocknet wird, sind die Inhaltsstoffe in der Waschmittelmarke 1-2-3 ebenfalls erfolgreich eingeführt worden.
Weniger ist mehr
Die Vorlieben der Verbraucher unterscheiden sich auch beim Waschen und sind vom Zeitgeist geprägt: Belgier, Franzosen, Italiener und US-Amerikaner kaufen besonders gerne Flüssigwaschmittel. In Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und Russland dominieren die Normalwaschmittel, in den Niederlanden die kompakten. Und während beispielsweise Verbraucher in Frankreich stärker vordosierte Waschmittel verwenden, nehmen das insbesondere Italiener lieber selbst in die Hand.
Um die Umwelt zu entlasten, arbeitet Henkel kontinuierlich daran, die Leistung seiner Waschmittel zu steigern und die nötigen Dosiermengen weiter zu verringern. Bei den klassischen Pulverwaschmitteln konnte die Dosiermenge durch weitere Rezepturoptimierungen in ganz Westeuropa auf 170 Milliliter - dies entspricht 95 Gramm - pro Waschgang gesenkt werden. Damit liegt die empfohlene Dosiermenge jetzt mehr als ein Drittel unter der Empfehlung für die klassischen Pulverwaschmittel aus dem Jahr 1993.
Die verbesserte Waschleistung führt aber nur zu einer Umweltentlastung, wenn richtig dosiert wird. Daher setzt Henkel auf gezielte Verbraucherinformation. Dazu zählen in Europa zum Beispiel verständliche Dosierungsanleitungen auf der Verpackung, praktische Messbecher, die den Verpackungen jeweils in den ersten sechs Monaten beigelegt werden, Tipps rund ums Thema Wäsche waschen im Internet sowie die europaweite Initiative “Washright“ des internationalen Waschmittelverbands (A.I.S.E.).
Im Zuge der europäischen Verpackungsharmonisierung von Henkel wurde im Jahr 2005 die in Deutschland gebräuchliche Rechtecktrommel für die großen Normalwaschmittelverpackungen durch ein Tragepaket ersetzt. Dadurch werden jährlich rund 15 Prozent der bisher benötigten Kartonmenge eingespart.
Sauber auch bei niedrigen Temperaturen
Niedrige Waschtemperaturen sparen Energie und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Daneben schonen sie auch die Farben und das Gewebe der Textilien. Damit die Wäsche auch bei 30 oder 40 Grad Celsius sauber wird, wurde die Rezeptur von Persil Color gezielt überarbeitet und somit leistungsstärker. Die Niedrig-Temperatur-Formel entfernt selbst schwierige Flecken bei 30 Grad Celsius Waschtemperatur. Spezielle Polymere wirken dabei gegen die Farbübertragung der Textilien untereinander. Persil Color mit Niedrig-Temperatur-Formel wurde in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Belgien in den Markt eingeführt.
Mit Zitrone und Essig: Geschirrspülen in Indien
Ein Schlüssel für den weltweiten Erfolg von Henkel ist die Anpassung der Produkte an die regional spezifischen Wünsche und Bedürfnisse der Verbraucher. Mit diesem Erfolgsrezept hat beispielsweise Pril liquid rund 75 Prozent des Markts bei flüssigen Geschirrspülmitteln in Indien erobert. Für eine breite Bevölkerungsschicht sind diese Spülmittel jedoch zu teuer. Um auch Kunden mit geringer Kaufkraft innovative und leistungsstarke Produkte anzubieten, hat Henkel ein Seifenstück zum Geschirrspülen auf den Markt gebracht. Konventionelle Seifenstücke bieten zwar eine gute Fettlösekraft, können aber die Gerüche der starken Gewürze, die in Indien verwendet werden, nicht neutralisieren. Auf dieses Bedürfnis antwortete Henkel mit dem Pril Seifenstück „Zitrone und Essig“: Es nimmt dem Geschirr den Geruch und hat hervorragende Fettlöseeigenschaften. Mit dem Pril Seifenstück konnte sich Henkel ein neues Marktsegment erschließen.
Algerien: hohe Hygieneleistung
In vielen Schwellenländern sind die hygienischen Anforderungen an Wasch- und Reinigungsmittel andere als in den meisten europäischen Ländern. Die Produkte müssen leistungsstark und vielseitig einsetzbar sein.
Chlorbleiche ist ein kostengünstiges und effektives Reinigungs- und Desinfektionsmittel. Sie wird universell zur Reinigung in Küche und Bad, zum Bleichen weißer Wäsche, beim Geschirrspülen und häufig sogar zur Trinkwasserdesinfektion oder zum Reinigen von Obst und Gemüse verwendet. Das Problem: Chlorbleiche ist aufgrund von Verunreinigungen mit Schwermetallverbindungen relativ unstabil, zersetzt sich während der Lagerung und verliert so ihre Wirksamkeit. Zusätzlich wird Chlorbleiche üblicherweise Dichromat zugesetzt, ein gelber Farbstoff, der Verwechslungen mit anderen farblosen Flüssigkeiten vorbeugen soll, aufgrund seiner krebserregenden Wirkung aber bedenklich ist.
Mit Bref Eau de Javel hat Henkel im Jahr 2003 eine Chlorbleiche in den algerischen Markt eingeführt, die mit einer neuen Filtertechnologie hergestellt wird und so frei von Verunreinigungen ist. Dadurch ist Bref Eau de Javel erheblich länger haltbar und deutlich wirksamer als andere Chlorbleichen. Auch den bedenklichen Farbstoff setzt Henkel nicht ein und baut statt dessen auf die Signalwirkung der gelben Verpackung. Mit überzeugender Qualität und moderner Verpackung hat Bref Eau de Javel neue Maßstäbe im algerischen Markt gesetzt und sich mit rund einem Drittel Marktanteil fest etabliert. Im Mai 2004 wurde Bref Eau de Javel auch in den tunesischen Markt eingeführt.
Branchen-Studie Nachhaltigkeit
Unter aktiver Mitwirkung von Henkel beauftragte der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) die Universität Oldenburg mit einer Branchen-Studie zur Bewertung der Nachhaltigkeit des Wirtschaftens und zur Festlegung nächster Schritte. Im Dialog mit Meinungsbildnern aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen ermittelten die Forscher in ihrer Untersuchung zehn Handlungsfelder, die die Waschmittelindustrie auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit schwerpunktmäßig verfolgen sollte:
- Senkung der Waschtemperatur,
- geringere Gewässerbelastung,
- Ressourcenschonung,
- Wirtschaftlichkeit,
- Innovationsfähigkeit,
- Erleichterung der Hausarbeit,
- Werterhaltung des Waschguts,
- Rollenverteilung im Haushalt,
- sichere Herstellung und Anwendung der Produkte sowie
- hohe Hygieneleistung.
In einem nächsten Schritt werden - unter Einbeziehung aller interessierten Gruppen - die Prioritäten zukünftigen Handelns im Hinblick auf bereits erbrachte Leistungen bewertet. Dazu wurden für jeden Bereich Indikatoren vorgeschlagen, mit denen branchenbezogen die erzielten Fortschritte messbar gemacht werden können.
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Hier finden Sie die Studie der Ossietzky-Universität, Oldenburg zum Download (englisch) |