Ware schützen und Müll vermeiden

Hochwertige Markenprodukte erfordern Verpackungen, die eine Vielzahl von Funktionen erfüllen: Sie müssen die Hygiene und Unversehrtheit der Produkte garantieren, während Transport und Lagerung schützen sowie eine problemlose Dosierung und Anwendung ermöglichen. Darüber hinaus sollte die Verpackung genug Raum für Verbraucherinformationen bieten. Gerade bei Kosmetikprodukten aber auch verstärkt bei Waschmitteln und Klebstoffen spielen für viele Verbraucher die Verpackung und das Design eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung.

Die Verpackungen unserer Markenprodukte werden nach Gebrauch zu Haushaltsabfällen. Deshalb folgen wir unternehmensweit den drei Prinzipien „vermeiden, vermindern, wiederverwerten“. Konkret bedeutet dies:

  • Reduzierung des Verpackungsvolumens und der eingesetzten Rohstoffmengen
  • Reduzierung der Packstoffvielfalt: Einsatz der gleichen Materialien für verschiedene Verpackungen
  • Einsatz recycelbarer Materialien 
  • Kundeninformationen zur Recycling-Fähigkeit der eingesetzten Materialien
  • Rücknahme und Wiederverwendung von Verpackungen

Um über den gesamten Produktzyklus Verpackungsvolumen zu reduzieren, arbeiten wir eng mit unseren Lieferanten und Kunden zusammen. Für industrielle Kunden stehen Mehrwegsysteme zur Verfügung, zum Beispiel wiederverwertbare Transportcontainer und Umverpackungen. Transportverpackungen werden so entwickelt, dass Paletten und Container hinsichtlich Volumen und Gewicht optimal gepackt werden können. Grenzen für die Reduktion der Transport- und Umverpackungen setzen dabei die Anforderungen an Transportsicherheit und -auslastung. Denn um den unbeschadeten Transport unserer Produkte zu gewährleisten und unsere Lastkraftwagen und Güterwagons hinsichtlich Volumen und Gewicht optimal packen zu können, ist eine Stabilität eingesetzten Packmaterials erforderlich.

Zudem vermindern intelligente Verpackungsformen bei den Verbrauchern die Menge an Verpackungsabfällen. Die Verpackungsentwickler versuchen kontinuierlich, den Materialeinsatz ohne Qualitäts- und Stabilitätseinbußen zu reduzieren. Allein in Deutschland konnten wir so das Volumen unseres Verpackungsmaterials seit den 1980er Jahren um rund die Hälfte senken.


Dabei sind oft auch kleine Schritte von großer Bedeutung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz beispielsweise werden unsere Persil „Megaperls“ in Verpackungseinheiten für jeweils 20, 35 oder 50 Waschladungen angeboten. So wollen wir unterschiedlichen Verbraucherbedürfnissen und Haushaltsgrößen entgegenkommen. 90 Prozent aller Umsätze entfallen dabei auf die Verpackungseinheit für 20 Waschladungen. Bisher wurde diese Verpackungsgröße in allen drei Ländern im Karton und im Kunststoffbeutel angeboten. Eine Analyse der eingesetzten Packmittel hat gezeigt, dass die Kunststoffbeutel rund 80 Prozent weniger Verpackungsmaterial benötigen als die entsprechenden Kartonverpackungen. Als Konsequenz wurden alle Persil „Megaperls“ Verpackungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auf Beutelware umgestellt. Durch diese Maßnahmen sparen wir jährlich rund 1100 Tonnen Verpackungsmaterial ein.

Außerdem arbeiten wir daran, den recycelbaren Anteil unserer Verpackungen kontinuierlich zu erhöhen. Um Kunden beim Recycling von Verpackungen zu unterstützen, setzen wir daher auf Materialien, für die aktuell ein öffentliches Recycling-System besteht.



Biologisch und abbaubar

„Bioplastik“ ist unter mehreren Aspekten umweltverträglicher als herkömmliches Plastik: Es senkt den Verbrauch von Mineralöl und wird unter Idealbedingungen weitgehend biologisch abgebaut. Mit Blick auf die steigenden Mineralölpreise und die damit verbundenen Herstellkosten können diese Verpackungsmaterialien langfristig auch interessante wirtschaftliche Vorteile bieten. Wir testen daher regelmäßig die Einsatzmöglichkeit von Biokunststoffen als Verpackungsmaterial. Leider konnte bis jetzt kein Stoff die hohen Anforderungen erfüllen, die wir an unsere Verpackungsmaterialien stellen.

Ein Problem ist beispielsweise die begrenzte Haltbarkeit. Bei Kosmetikprodukten garantieren wir zusätzlich zur Verbrauchszeit eine Haltbarkeit von drei Jahren. Dies ist mit Biokunststoffen bisher nicht zu erzielen. Auch technische Aspekte wie Formbarkeit und -stabilität bedürfen noch der Optimierung. Abstriche beim Erscheinungsbild und deutlich höhere Kosten sprechen derzeit noch gegen einen Einsatz von Bioplastik als Verpackungsmaterial. Wir werden die Entwicklung auf diesem Sektor weiter verfolgen und aktiv nach geeigneten Materialien und Anwendungen suchen.


Die fünf Fokusfelder