Soziale Kennzahlen
Die Ursachen des Rückgangs unserer Mitarbeiterzahl im Jahr 2009 hat unterschiedliche Gründe. Insgesamt hatten Geschäftsverkäufe einen Anteil von rund 25 Prozent am Rückgang der Mitarbeiterzahl. Beispiele sind der Verkauf unseres Duck-Klebstoffgeschäfts in den USA oder der Marktaustritt unseres Waschmittelgeschäfts in China. Wir haben dabei versucht, möglichst vielen betroffenen Mitarbeitern Perspektiven für eine anderweitige Weiterbeschäftigung zu schaffen.
Die Umsetzung des 2008 gestarteten und Ende 2009 abgeschlossenen Effizienzsteigerungsprogramms Global Excellence sowie Maßnahmen im Rahmen der Integration der akquirierten National Starch-Geschäfte hatten einen Anteil von knapp 50 Prozent. Um die persönlichen Risiken und Härten für die betroffenen Mitarbeiter zu minimieren, haben wir Maßnahmen über einvernehmliche Trennungen und Frühpensionierungen umgesetzt.
Weitere 25 Prozent stammen aus der normalen Fluktuation und der sehr selektiven Einstellung neuer Mitarbeiter in dem wirtschaftlich sehr schwierigen Umfeld. Stellen, die durch auslaufende Zeit- und Arbeitsverträge sowie Mitarbeiter, die das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen haben, frei wurden, haben wir nach Möglichkeit intern nachbesetzt.
Die Internationalität von Henkel spiegelt sich in unserer Mitarbeiterstruktur wider. Insgesamt arbeiten Mitarbeiter aus 116 Nationen bei Henkel. Der Anteil der Mitarbeiter, die Henkel außerhalb von Deutschland beschäftigt, beträgt mittlerweile mehr als 80 Prozent.
Internationale Teams sind für Henkel ein entscheidender Wettbewerbsvorteil und tragen wesentlich zum Erfolg von Henkel bei. In der Unternehmenszentrale in Düsseldorf Deutschland, sind Mitarbeiter aus 48 Nationen tätig. Von unseren fünf Vorständen stammen zwei aus Deutschland, und je einer aus Belgien, Dänemark und Österreich.
Der Frauenanteil ist stabil über die letzten Jahre. Im internationalen Vergleich gilt ein Wert über 30 Prozent als gut. Wir beabsichtigen, den Frauenanteil bei unseren Führungskräften und den Top-Führungskräften weiter zu erhöhen.
Henkel hat eine stabile Altersstruktur, die sowohl einen großen Prozentsatz an jüngeren Mitarbeitern als auch älteren, erfahrenen Mitarbeitern aufweist. Henkel stellt konstant neue Mitarbeiter ein und nutzt aber ebenso die Erfahrungen älterer Mitarbeiter.
Henkel entwickelt seine Mitarbeiter entsprechend ihren Potenzialen und besetzt Führungspositionen vorrangig aus dem Unternehmen. Beispielhaft sind hier die internen Beförderungen der weltweiten Führungskräfte dargestellt. Die Gesamtzahl der weltweit beförderten Tarifmitarbeiter liegt noch nicht vor. In der Kategorie „Fortbildungen in Tagen“ sind nicht erhoben: Trainings von Vertriebsmitarbeitern, Arbeitssicherheits- und Umweltschulungen, E-Learning und Fortbildung der Auszubildenden.
Seit 2001 bietet Henkel ein Aktienprogramm für alle Mitarbeiter weltweit an. Es wird von immer mehr Mitarbeitern nachgefragt. Insgesamt hielten zum Jahresende 2009 rund 14.000 Mitarbeiter aus 56 Ländern knapp 4 Millionen Stück und damit rund 2,2 Prozent der Vorzugsaktien.
Für unsere Mitarbeiter, die in Ländern arbeiten, in denen keine betrieblichen Vertretungen vorgesehen oder etabliert sind, gewähr leistet der soziale Dialog der jeweiligen Geschäftsleitung mit unseren Mitarbeitern als freiwilliges und informelles Instrument den engen Austausch.
Die Gesamtzahl der Projekte umfasst Projekte, die Mitarbeiter initiiert haben, Nothilfe und vom Unternehmen unterstützte Projekte für das Gemeinwohl. Die „Anzahl der erreichten Menschen“ haben wir 2009 zum ersten Mal erhoben. Freistellungen eines Mitarbeiters von der Arbeit können maximal fünf Tage pro Jahr betragen.