Betriebsstörungen 2005 - 2009

Henkel berichtet offen über Betriebsstörungen, sobald damit mindestens eine von drei Folgen verbunden ist:

  • Gefährdung von Nachbarschaft oder Umwelt,
  • materieller Schaden von mehr als 50.000 Euro,
  • erhebliche Reaktionen in der Öffentlichkeit.


Auch die daraus abgeleiteten Maßnahmen werden dargelegt.


2009

Im Jahr 2009 kam es an keinem Henkel-Standort zu einer ernsthaften Betriebsstörung. Wir haben drei vergleichsweise kleinere Vorfälle erfasst. In zwei Fällen kam es zum Austritt kleinerer Mengen von Abwasser beziehungsweise potenziell schädlicher Emissionen. In einem Fall stellten wir unzureichende Sicherheitsvorkehrungen fest:

  • Im Werk Hino, Japan, gelangte Abwasser aus einem überlaufenden Tank in einen nahe gelegenen Graben. Die betroffenen Bereiche wurden sofort gereinigt.
  • Im Werk Ballyfermot, Irland, traten beim Zylinderwechsel in der Klebstoffproduktion vier Kilogramm Gas aus. Gemäß dem bestehenden Notfall plan wurden unsere Mitarbeiter  ordnungsgemäß evakuiert und die Nachbarn über den Vorfall informiert.
  • Bei Aufräumarbeiten nach einem Brand im Werk St. Louis, Missouri, USA, wurden vier Arbeiter verletzt.

Alle Vorfälle haben wir den örtlichen Behörden gemeldet und gründlich untersucht. Abschließende Sicherheitsanalysen bestätigten, dass es zu keinen dauerhaften Umweltbelastungen kam. Wir haben Vorsorgemaßnahmen definiert, um solchen Vorfällen zukünftig vorzubeugen.

Posen, Polen, 02. 08.2008

 Betriebsstörung  Maßnahme
In unserem Zentrallager für Kosmetik- und Klebstoffprodukte in Posen kam es zu einem Großbrand. Das Gebäude und ein Großteil der dort gelagerten Fertigprodukte und Werbe-Artikel wurde zerstört. Dank des geschulten Verhaltens unserer Mitarbeiter konnten sich alle im Gebäude befindlichen Personen in Sicherheit bringen. Das Lager war erst am Tag zuvor von der lokalen Brandschutzbehörde überprüft worden. Dabei waren keine Mängel festgestellt worden. Höchstwahrscheinlich brach das Feuer in einem der zum Lager gehörenden Büroräume aus, die nicht von Henkel angemietet waren.
Die professionelle Reaktion der Mitarbeiter bestätigt uns die Relevanz unserer Schulungen zu Sicherheit, Gesundheit und Umwelt („SHE-Trainings“). Diese werden wir weiter intensivieren.


Boituva, Brasilien, 05.03.2008

 Betriebsstörung  Maßnahme
An unserem Standort in Boituva gelangten circa zwei Kubikmeter eines lösemittelhaltigen Wassergemischs aus einem Auffangbehälter über die Regenwasserdrainage auf ein Gelände außerhalb des Werks. Das Henkel-Störfall-Team reagierte sofort sachgemäß und säuberte den betroffenen Bereich, daher sahen die lokalen Behörden von einer Bußgeldzahlung ab. Eine abschließende Boden- und Grundwasseranalyse zeigte keine weiteren Belastungen des betroffenen Gebiets.
Die Ursachenanalyse deckte auf, dass ein Defekt im Überwachungssystem der Lösemittelzugabe dazu führte, dass erst ein Kessel und dann das  Auffangbecken überliefen. Die Umweltbehörden wurden umgehend informiert und alle Vorkehrungen getroffen, um die weitere Ausbreitung zu vermeiden. Neben der Reparatur der Anlage haben wir ein Bündel weiterer Vorsorgemaßnahmen definiert, um die Sicherheit dieses und ähnlicher Prozesse zu erhöhen und solchen Vorfällen zukünftig vorzubeugen.


Nemours, Frankreich, 12.11.2006

Betriebsstörung Maßnahmen
Am Standort Nemours gelangte mit dem Regenwasser Weichspüler in den nahe gelegenen Bach und führte darin zu einer Erhöhung der organischen Belastung. Henkel hat umgehend reagiert und das  verunreinigte Wasser aus dem Fluss abgepumpt und behandelt. Um das Regenwasser vor seiner Einleitung in den Fluss zukünftig zu kontrollieren, wurde im März 2007 eine Anlage zur automatischen  Überwachung installiert.


Hemel Hempstead, Großbritannien, 11.12.2005

Betriebsstörung Maßnahmen
Der Großbrand des Buncefield-Treibstofflagers bei Hemel Hempstead verursachte am 400 Meter vom Unglücksort entfernt gelegenen Henkel-Standort glücklicherweise nur Sachschäden. Während der knapp einwöchigen Evakuierung des Standorts und der folgenden Schadensbehebung wurden wichtige Funktionen und ein Teil der Mitarbeiter in andere Henkel-Standorte in der Nähe verlegt. 


Global Compact

Henkel unterstützt die Ziele des UN Global Compact.