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27.04.2009, Düsseldorf

 

Erfolgreicher Verhandlungsabschluss sichert Arbeitsplätze

 

Henkel erzielt Einigung mit Investoren über Weiternutzung des Standorts Genthin

Henkel hat die Verhandlungen zur künftigen Nutzung des Produktionsstandorts in Genthin erfolgreich abgeschlossen. Entsprechende Verträge, in denen die Übernahme von Teilbereichen des Werks in Sachsen-Anhalt durch vier unabhängig voneinander agierende Investoren geregelt ist, wurden nun unterzeichnet. In enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft und Arbeit des Landes Sachsen-Anhalt ist damit für alle Mitarbeiter in Genthin eine Lösung gefunden worden.

Das Gesamtkonzept sieht vor, dass alle Mitarbeiter, die nicht entweder an den Henkel-Standort in Düsseldorf wechseln oder vorzeitig in Pension gehen werden, künftig in Genthin bei den Investoren beschäftigt werden können.

„Wir sind sehr froh, den Mitarbeitern in Genthin mit dieser Lösung eine Perspektive bieten zu können“, erklärt Dr. Friedrich Stara, Mitglied des Vorstands von Henkel und verantwortlich für das Wasch- und Reinigungsmittelgeschäft. „Für uns stand bei den Verhandlungen mit den Investoren von Beginn an immer die Frage im Mittelpunkt, wie wir es schaffen, für möglichst viele Mitarbeiter eine Beschäftigung vor Ort sicherzustellen.“

„Ich bin hocherfreut darüber, dass unser gemeinsamer Kraftakt für den Standort Genthin von Erfolg gekrönt ist“, betont Sachsen-Anhalts Wirtschaftsminister Dr. Reiner Haseloff. „Heute können wir sagen: Genthin bleibt ein Industriestandort mit Zukunft.“

Zu den Investoren gehören Tochtergesellschaften der Hansa Group AG, der Qualifizierungs- und Strukturförderungsgesellschaft Genthin (QSG), das Unternehmen ReFood sowie IMB.

Die Hansa Group AG, der größte Einzelinvestor, wird über ihre neugegründete Tochtergesellschaft Waschmittelwerk Genthin GmbH unter anderem die bestehende Wirbelschichtanlage übernehmen und Flüssigwaschmittelproduktion betreiben. Allein durch diese Vereinbarung werden rund 130 Arbeitsplätze am Standort erhalten.

Die QSG, die bereits heute am Standort in Genthin tätig ist, wird in Zukunft über eine Standortbetreibergesellschaft (SBG) die Infrastrukturdienstleistungen und das Call-Center am Standort übernehmen. Der Entsorgungsbetrieb ReFood, der ebenfalls heute schon am Standort tätig ist, wird seine Aktivitäten weiter ausbauen. Ferner wird der Schlossereibetrieb Barth (IMB) am Standort tätig. Bei diesen drei Investoren sollen insgesamt rund 30 Mitarbeiter beschäftigt werden.

Die Vereinbarungen sehen für die überwiegende Mehrheit der Mitarbeiter, rund 160 von derzeit 220, eine nahtlose Weiterbeschäftigung vor. Rund 20 Mitarbeiter wollen von der Möglichkeit des Wechsels an den Henkel-Standort in Düsseldorf Gebrauch machen. Weiteren rund 50 Mitarbeitern können Vorruhestandsregelungen angeboten werden.

Im Juli 2008 hatte Henkel vor dem Hintergrund dramatisch gestiegener Transportkosten bekanntgegeben, in Deutschland die deutsche Produktion von Flüssigwaschmitteln in Düsseldorf zu konzentrieren und bis Ende 2009 am Standort Genthin aufzugeben. Henkel will mit diesem Schritt die Auslastung seiner Produktionskapazitäten weiter optimieren und die Wirtschaftlichkeit bei der Herstellung von Waschmitteln wesentlich verbessern.

Ebenfalls bereits im Juli des vergangenen Jahres war mit dem Land Sachsen-Anhalt eine Projektgruppe eingerichtet worden. Diese hatte zum Ziel, mögliche Investoren zu finden, die den Standort Genthin insgesamt langfristig sichern sollen.