08.04.2009, Düsseldorf
Deutlicher Nachfragerückgang im Industriegeschäft
Verhaltener Start ins erste Quartal
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2009 macht sich die anhaltend schwierige Lage der Weltwirtschaft auch in der Geschäftsentwicklung von Henkel bemerkbar. Während sich die Bereiche Wasch-/Reinigungsmittel und Kosmetik/Körperpflege weiterhin sehr erfolgreich entwickeln, spürt der Unternehmensbereich Adhesive Technologies die weltweit schwierige Situation wichtiger Abnehmerindustrien. Hier macht sich die sinkende Nachfrage nach Industriegütern deutlich bemerkbar. Auf diese Entwicklung hatte Henkel bereits bei der Vorlage der Gesamtjahreszahlen im Februar 2009 hingewiesen.
Nach vorläufigen Zahlen haben die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise bei Henkel im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahresquartal zu einem organischen Umsatzrückgang von rund 7 Prozent geführt. Das betriebliche Ergebnis (EBIT) ging von 320 Mio. Euro auf etwa 215 Mio. Euro zurück. Dagegen stieg der Umsatz insgesamt um etwa 3 Prozent auf circa 3,25 Mrd. Euro. Der Anstieg ist vor allem auf die Akquisition der National Starch-Geschäfte im April 2008 zurückzuführen.
Im Unternehmensbereich Adhesive Technologies ging der Umsatz organisch um etwa 19 Prozent zurück. Durch die Berücksichtigung der von National Starch übernommenen Geschäfte stieg der Umsatz insgesamt um etwa 7 Prozent auf rund 1,46 Mrd. Euro während das betriebliche Ergebnis (EBIT) von 150 Mio. Euro auf etwa 45 Mio. Euro zurückging. Dagegen konnte der Bereich Wasch-/Reinigungsmittel beim betrieblichen Ergebnis (EBIT) von 100 Mio. Euro auf etwa 105 Mio. Euro zulegen.
Der Umsatz lag mit etwa 1,01 Mrd. Euro knapp unter dem Vorjahresniveau. Organisch stieg der Umsatz leicht an. Der Unternehmensbereich Kosmetik/Körperpflege steigerte den Umsatz organisch um gute 3 Prozent. Bei einem insgesamt leicht auf etwa 720 Mio. Euro gestiegenen Umsatz konnte das betriebliche Ergebnis (EBIT) auch hier überproportional von 87 Mio. Euro auf rund 90 Mio. Euro verbessert werden.
„Im Bereich Adhesive Technologies macht sich der Nachfragerückgang insbesondere dort bemerkbar, wo auch unsere Industriekunden und deren Produkte von der Rezession betroffen sind. Dazu zählen vor allem die Bereiche Automobil, Elektronik und die metallverarbeitende Industrie. Andere Bereiche wie das Geschäft mit Klebstoffen für die Verpackungs- und papierverarbeitende Industrie sowie für Konsumenten und Handwerker zeigen sich stabiler“, erklärt Kasper Rorsted, Vorsitzender des Vorstands von Henkel. „Trotz der schwierigen Entwicklung verzeichnen wir im Klebstoffgeschäft weiterhin Gewinne und unsere Geschäfte entwickeln sich besser als die relevanten Märkte. Ermutigend ist zudem die sehr erfolgreiche Entwicklung in unseren Unternehmensbereichen Wasch-/Reinigungsmittel und Kosmetik/Körperpflege.“
Henkel hat frühzeitig auf die Eintrübung des wirtschaftlichen Umfelds reagiert und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet. Bereits vor gut einem Jahr wurde ein weltweites Effizienzsteigerungsprogramm gestartet. Gezielte zusätzliche Gegenmaßnahmen im Bereich Adhesive Technologies, um Wachstum, Rentabilität und Liquidität zu unterstützen, zeigen bereits erste Erfolge. Zudem erwartet Henkel aus der Integration der National Starch-Geschäfte weiteres Ergebnispotenzial.
„Wir sind mit dem Start in das Jahr 2009 nicht zufrieden, wir haben aber die notwendigen Maßnahmen eingeleitet und verfügen über die notwendige Finanzkraft, um gestärkt aus dem nach wie vor schwierigen Umfeld hervorzugehen. So sind wir weiterhin der festen Überzeugung, dass 2009 kein verlorenes Jahr sein wird, sondern eine wichtige Etappe zur Erreichung unserer langfristigen Ziele“, so Rorsted.
Über die genaue Entwicklung im ersten Quartal wird Henkel am 6. Mai 2009 mit Veröffentlichung des Quartalsberichts informieren.
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