25.09.2009, Frankfurt

 

Purmelt MicroEmission sorgt für frischen Wind

 

Prima Klima in der Buchbinderei

Höchste Maßstäbe für Arbeitssicherheit in der Grafischen Industrie setzt Henkel mit seinem Programm von emissionsreduzierten Polyurethan-Schmelzklebstoffen (PUR-Hotmelts). Die innovativen Klebstoffe der Reihe Purmelt MicroEmission kommen der wachsenden Sensibilität für nachhaltige Produktionsverfahren in der Branche entgegen und werden von der Berufsgenossenschaft empfohlen. Auf der Frankfurter Buchmesse 2009 präsentiert das Unternehmen neben verbesserten Produkten für die Rückenbindung auch emissionsreduzierte PUR-Hotmelts für die Seiten- und Vorsatzklebung.

Gute Luft ist gefragt: Mit dem Einsatz von emissionsreduzierten PUR-Hotmelts schaffen immer mehr Buchbindereien in ihren Betrieben eine sichere Arbeitsumgebung. Henkel hat dazu mit der Reihe Purmelt MicroEmission eine neue Generation von PUR-Hotmelts im Programm, die nicht mehr als Gefahrstoffe gekennzeichnet werden müssen. Dies sorgt branchenweit für Aufsehen, da übliche PUR-Schmelzkleber aufgrund ihres Leistungsprofils zwar hervorragend für die Buch- und Zeitschriftenproduktion geeignet sind, jedoch als Gefahrstoff eingestuft werden und deshalb zusätzliche  Schutzmaßnahmen erfordern.

Emissionen um 90 Prozent reduziert
Konventionelle Polyurethan-Hotmelts sind mit dem Warnzeichen Xn gekennzeichnet. Grund dafür sind die in Konzentrationen von bis zu 5 Prozent enthaltenen monomeren Isocyanate, die wegen der hohen Schmelztemperaturen bei der Verarbeitung als Dämpfe in die Umgebungsluft entweichen und Atemwege, Augen und die Haut reizen oder Allergien verursachen können. Die Produktionsanlagen und Schmelzgeräte müssen deshalb mit Absaugeinrichtungen ausgerüstet werden, ebenso ist eine besondere Schulung der Mitarbeiter sinnvoll. In einigen europäischen Regionen ist zudem die  separate Lagerung von kennzeichnungspflichtigen Gefahrstoffen gesetzlich vorgeschrieben, was für die Betriebe mit zusätzlichem Aufwand verbunden ist. Purmelt MicroEmission-Klebstoffe enthalten dagegen nur noch 0,1 Prozent monomere Isocyanate. Damit unterschreiten sie den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert für die Kennzeichnungspflicht. Unabhängige Institute haben MicroEmission-Klebstoffe unter Praxisbedingungen auf allen gebräuchlichen Bindeanlagen und Auftragssystemen gemessen und bestätigen die Verringerung des monomeren Isocyanats in der Arbeitsatmosphäre um bis zu 90 Prozent. Die deutsche Berufsgenossenschaft empfiehlt den Betrieben daher ausdrücklich den Einsatz von MicroEmission-Produkten. Auch die strengen Umweltschutzvorgaben der skandinavischen Länder werden erfüllt: seit Anfang des Jahres 2008 tragen Purmelt MicroEmission-Produkte das Ökolabel „Nordic Swan“. Darüber hinaus entsprechen die Produkte der europäischen Chemikalienverordnung REACH, die im Jahr 2007 in Kraft getreten ist.

Auch für die Seiten- und Vorsatzverleimung lieferbar
In punkto Klebeleistung stehen die MicroEmission-Produkte konventionellen PUR-Hotmelts in nichts nach. Unser Ziel war es, den technischen Standard von Arbeitssicherheit und Umweltschutz auf einen höheren Level zu bringen, ohne dass die Produktqualität darunter leidet. Das ist uns gelungen. Alle Klebstoffe wurden von internationalen Anlagenherstellern getestet und freigegeben. Die Purmelt MicroEmission-Reihe umfasst die gesamte Produktpalette für Rücken-, Seiten- und Vorsatzklebung und befindet sich heute in einer ähnlichen Preisklasse wie herkömmliche Produkte. Die Produktstabilität in der Maschine lässt sich zudem durch die Senkung der Verarbeitungstemperatur sichern, was auch den Energieverbrauch reduziert und für eine schnelle Abbindung sorgt. Optional sind die neuen Klebstoffe auch in Form von Kleinverpackungen lieferbar, die man zum Beispiel für Testzwecke sofort ins Leimwerk geben kann. Auf diese Weise macht Henkel interessierten Buchbindereien den Wechsel noch einfacher.

Henkel AG & Co. KGaA