Produktion
Umfassende Analysen und Simulationen bilden die Grundlage für konzernweite Programme, mit denen wir Produktivität, Qualität und Sicherheit steigern und gleichzeitig Ressourcenverbrauch, Abfall und Instandhaltungskosten verringern. Die Bandbreite unserer Produkte stellt dabei unterschiedliche Anforderungen an die Produktion. Zum Beispiel erfordert die Herstellung von Fliesenklebern, Haushaltsreinigern oder Hautcremes grundlegend andere Prozesse und unterscheidet sich deutlich hinsichtlich des Wasser- oder Energieverbrauchs. Daher fließen auch die individuellen Erfahrungen und Aktionen unserer Fabriken in die konzernweiten Effizienzprogramme ein. Denn oft sind es prozessspezifische Ideen und die Kreativität der Mitarbeiter, die wichtige Beiträge zur Zielerreichung leisten.
Zum Beispiel legen unsere Unternehmensbereiche spezifische Programme zur Erreichung der Umweltziele auf. Seit 2006 analysieren wir im Rahmen des Programms „Total Productive Management Plus“ systematisch die Prozesse unserer Kosmetikwerke. Ziel ist es, Verluste in allen Produktionsbereichen zu identifizieren und zu beheben. Auch im Unternehmensbereich Wasch- und Reinigungsmittel sowie Adhesive Technologies werden kontinuierlich Werk- und Liefernetzwerke analysiert und angepasst. Die Fertigung in geographischer Nähe zum Kunden, verbunden mit Größeneffekten, unterstützt dabei den optimierten Verbrauch von Ressourcen. Einmal erfolgreich umgesetzte Maßnahmen übertragen wir auf Standorte mit ähnlichen Prozessen. Durch das Zusammenspiel aus konzernweiten Steuerungsinstrumenten und lokalen Aktionsprogrammen können wir Optimierungsprojekte auf lokale Prozesse ausrichten und auf regionale Herausforderungen eingehen.
Insgesamt trugen unsere weltweiten Programme dazu bei, dass allein 2009 39 Prozent unserer Standorte ihren Energie verbrauch, 49 Prozent ihren Wasserverbrauch und 48 Prozent ihr Abfall aufkommen verringern konnten. Damit verbesserten sich auch im Berichtsjahr 2009 wichtige Kennzahlen unserer Nachhaltigkeitsbilanz.
Training und Wissenstransfer
Durch den Transfer von Wissen und Technologien zwischen unseren Standorten gewährleisten wir weltweit sichere, effiziente und ressourcenschonende Produktionsprozesse. Dazu gehören auch die Einführung moderner Managementmethoden sowie fachliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsprogramme für unsere Mitarbeiter. Das Führungsverhalten ebenso wie die Schulung und Sensibilisierung der Mitarbeiter spielen eine zentrale Rolle bei der erfolgreichen Ausrichtung von Henkel auf nachhaltiges Wirtschaften. Daher legen wir seit 2007 den Fokus auf ein spezielles Trainingsprogramm rund um das Thema „Führungsverhalten im Bereich Sicherheit, Gesundheit und Umwelt“. Die Bandbreite der Inhalte reicht von Risikobewertungen über Notfallmanagement bis zu Managementsystemen. Insgesamt haben wir bisher neun dreitägige Seminare durchgeführt und so über 180 Standort- und Produktionsleiter in Asien, Afrika, Europa, Nord- und Südamerika im Thema „SHE Leadership“ geschult. Das Training im November 2009 in Chicago, USA, richtete sich vor allem an Werkleiter aus der Akquisition der National Starch-Geschäfte im Frühjahr 2008. Insgesamt haben wir inzwischen rund 80 Prozent der weltweiten Werksleiter mit unseren „SHE Leadership“-Trainings fort gebildet.
Weltweite Beiträge
Weltweit wird jährlich eine Vielzahl von Projekten umgesetzt, durch welche wir - große und kleine - Beiträge zu unseren Fokusfeldern leisten. Über Maßnahmen zum Themenfeld „Gesundheit & Sicherheit“ in der Produktion berichten wir ausführlich unter Arbeitssicherheit.
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