Der Preis der Diana – ein Klassiker in R(h)einkultur
Unter den fünf als „Classics“ bezeichneten Rennen des Turfjahres hat der „Preis der Diana“ die längste Tradition. Erstmals 1857 ausgetragen, findet er seitdem unter fast unveränderten Bedingungen statt. In den anderthalb Jahrhunderten seines Bestehens ist er trotz vieler Hindernisse und unter oft schwierigen Voraussetzungen fast lückenlos alljährlich ausgetragen worden. Nur zweimal, nämlich 1945 und 1946, sollte es nicht dazu kommen.
Man schrieb das Jahr 1857, als die "Diana“ in Berlin-Tempelhof erstmals ausgetragen wurde. Bis 1944 sollte Berlin der Austragungsort bleiben, wobei die Rennbahnen wechselten. 1947 fand das Rennen schon einmal in Düsseldorf statt, von 1948 bis 2003 dann in Mülheim/Ruhr und 2004 und 2005 schließlich in Hamburg-Horn. Im Jahr 2006 wurde das Rennen der höchsten Kategorie dann zum ersten Mal in Düsseldorf-Grafenberg ausgetragen.
Der Name des Rennens ist eine Huldigung an Diana (Artemis), die Göttin der freien Natur, der Fruchtbarkeit und der Reinheit. Kein Titel könnte passender sein für die überragende Stutenprüfung der Vollblutrasse. Den Stellenwert dieses Rennens dokumentiert nicht nur sein langes Bestehen, sondern auch die ihm entgegengebrachte internationale Beachtung. Seine Siegerin avanciert fast immer zu einem vierbeinigen Star im Millionenwert.
„Der Preis der Diana“ ist das deutsche Pendant des französischen „Prix de Diane“ und der englischen „Oaks“. Er hat dieselbe Funktion im deutschen Rennsystem und sein Ergebnis findet weltweit Beachtung. Der Weg zum Ruhm ist 2.200 Meter lang und führt über die Rennbahn auf dem Düsseldorfer Grafenberg, der seit 2006 die Heimat dieses hochkarätigen Sportereignisses ist.